Seebach (Bad Dürkheim)

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Seebach
Wappen der ehemaligen Gemeinde Seebach
Koordinaten: 49° 27′ 3″ N, 8° 9′ 28″ O
Höhe: 195 m ü. NN
Einwohner: 2157 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 31. März 1935
Postleitzahl: 67098
Vorwahl: 06322
Seebach (Rheinland-Pfalz)
Seebach

Lage von Seebach in Rheinland-Pfalz

Klosterkirche Seebach
Klosterkirche Seebach

Seebach ist ein Stadtteil von Bad Dürkheim im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Bis 1935 war er eine selbständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seebach befindet sich an der Haardt, wie der Ostrand des Pfälzerwaldes genannt wird, unmittelbar südwestlich der Kernstadt und ist mit dieser baulich zusammengewachsen, sodass eine räumliche Trennung mittlerweile nicht mehr möglich ist. Wenige hundert Meter südlich verläuft die Gemarkungsgrenze zu Wachenheim an der Weinstraße. Südwestlich erstreckt sich der insgesamt 342,1 Meter hohe Ebersberg und südöstlich der Fuchsmantel inmitten von Weinbergen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ging im 16. Jahrhundert aus dem Benediktinerinnenkloster Seebach hervor, das in enger Verbindung zur Abtei Limburg stand und 1591 aufgelöst wurde. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Kurpfalz. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Seebach in den Kanton Dürkheim eingegliedert und unterstand der Mairie Hartenburg. 1815 gehörte der Ort zunächst zu Österreich. Ein Jahr später wechselte er in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war Seebach Bestandteil des Landkommissariat Neustadt, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1902 wechselte der Ort zum Bezirksamt Dürkheim, ehe dieses 1931 wieder in sein Neustadter Pendant eingegliedert wurde. 1928 hatte Seebach 375 Einwohner, die in 71 Wohngebäuden lebten. Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten gehörten seinerzeit zur Pfarrei von Bad Dürkheim.[2] Am 31. März 1935 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Stadt Bad Dürkheim eingegliedert.[3] Seither stieg die Einwohnerzahl von 400 auf etwa 2100.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Seebach umfasst einen von fünf Ortsbezirken der Stadt Bad Dürkheim. Der Ortsbeirat hat sieben Mitglieder.[4] Ortsvorsteher ist Günter Eymael.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Seebach
Blasonierung: „In Rot eine blaugedeckte, mit einem goldenen Kreuz versehene silberne romanische Kirche mit Oktogon.“

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutendstes Bauwerk im Ort ist die Klosterkirche. Mit dieser sowie einer Hofanlage und dem Schulhaus existieren vor Ort insgesamt drei Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[6] Südwestlich des Ortes befindet sich auf dem Ebersberg zudem der Zeppelinturm.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Seebach führt der Pfälzer Weinsteig. Vom Wanderparkplatz Drei Eichen westlich des Ebersberges führt zudem ein Weg zum Lambertskreuz. Die nächstgelegene Bahnstation ist der Bahnhof Bad Dürkheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Madeleine Dietz (* 1953), Bildhauerin, gestaltete 2008 den Urnenfriedhof an der Klosterkirche des protestantischen Friedhofs

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage Bad Dürkheim – Zahlen & Fakten (Memento des Originals vom 29. März 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bad-duerkheim.de
  2. daten.digitale-sammlungen.de: Ortschaftenverzeichnis für den Freistaat Bayern. Abgerufen am 15. April 2016.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 450.
  4. Hauptsatzung der Stadt Bad Dürkheim@1@2Vorlage:Toter Link/212.65.7.162 (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 6,2 MB)
  5. bad-duerkheim.de: Ortsvorsteher. Abgerufen am 15. April 2018.
  6. denkmallisten.gdke-rlp.de: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreis Bad Dürkheim. (PDF; 5,1 MB) Abgerufen am 15. April 2018.