Sendlinger Spange

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München-Pasing–München-Mittersendling
Strecke der Sendlinger Spange
Streckennummer (DB): 5521, 5530
Streckenlänge: 8,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
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von Augsburg, Buchloe, Herrsching und Tutzing
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0,0 München-Pasing
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nach München Hbf
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von der Bahnstrecke München–Augsburg
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3,2 Abzw Landsberger Straße
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von München-Laim Rbf
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4,5
1,4
Abzw Friedenheimer Brücke
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2,6 München Heimeranplatz
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Münchner Südring nach München Ost
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4,1 München IGA-Park (1983)
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von München Hbf
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5,7 München-Mittersendling
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nach Holzkirchen

Die Sendlinger Spange ist eine eingleisige durchgehend elektrifizierte Bahnstrecke in München. Sie verbindet die Bahnhöfe München-Pasing und München-Mittersendling.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendlinger Spange in der Höhe von Laim

Von Pasing aus verläuft die Strecke parallel zur Stammstrecke der S-Bahn und zu den Zulaufstrecken zum Münchner Hauptbahnhof. In Höhe des Bahnhofs Laim, dessen Bahnsteiggleise allerdings auf der Nordseite der dazwischenliegenden Fernbahngleise liegen, befindet sich der Abzweig Landsberger Straße. Dieser verbindet die Bahnstrecke München-Augsburg aus Richtung Pasing mit der Sendlinger Kurve Richtung Sendling. Wenige hundert Meter östlich wendet sich die Strecke nach Südosten und trifft unter der Friedenheimer Brücke auf die Verbindungsstrecke vom Rangierbahnhof München-Laim. Im Bereich des Heimeranplatzes verläuft die Strecke parallel zu den Bahnstrecken München–Holzkirchen, München–Rosenheim und den Verbindungsgleisen Laim-Rbf–München-Süd (Münchner Südring). Südlich des Heimeranplatzes führt die Strecke weiter Richtung Süden, im Kurvenbogen lag der nur im Jahr 1983 benutzte Haltepunkt IGA-Park. Danach folgt die Strecke der Bahnstrecke München–Holzkirchen, in die sie am Bahnhof Mittersendling einmündet.

Betrieblich besteht die Strecke aus zwei Teilen. Von Pasing bis zur Abzweigstelle Friedenheimer Brücke hat die Strecke die VzG-Streckennummer 5521. Der Rest der Kurve ist Teil der Strecke Laim-Rbf–Mittersendling mit der Streckennummer 5530.[1]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Eröffnung des Rangierbahnhofs München-Laim nahmen die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen am 1. Mai 1893 eine eingleisige Verbindungsstrecke in Betrieb, die den Rangierbahnhof mit dem Bahnhof München-Mittersendling an der Bahnstrecke München–Holzkirchen verband und ausschließlich im Güterverkehr befahren wurde.

Bis 1959 mussten alle Güterzüge zur Fahrt in Richtung Holzkirchen und Münchner Südring den Rangierbahnhof München-Laim durchfahren. Zur Entlastung des Rangierbahnhofs nahm die Deutsche Bundesbahn am 1. Juni 1959 die eingleisige und elektrifizierte Sendlinger Spange in Betrieb. Diese zweigte an der Abzweigstelle Landsberger Straße von der Bahnstrecke München–Augsburg ab und mündete am Abzweig Friedenheimer Brücke in die Verbindungsstrecke von Laim nach Mittersendling. Am 1. Januar 1960 wurde auch zwischen Laim und Mittersendling der elektrische Betrieb aufgenommen.[2] Zum 1. November 1970 wurde die Sendlinger Spange von der Abzweigstelle Landsberger Straße bis zum Bahnhof München-Pasing verlängert, um durchgehenden Personenverkehr von Pasing nach München-Solln zu ermöglichen.[3]

Ehemaliger Haltepunkt München IGA-Park 2012

Für die Internationale Gartenbauausstellung 1983 wurde an der Strecke der Haltepunkt München IGA-Park eingerichtet, der vom 28. April 1983 bis zum 9. Oktober 1983 existierte. Er wurde nur von Sonderzügen der Deutschen Bundesbahn, nicht jedoch von der S-Bahn benutzt.

Seit 2001 verkehrte auf der Strecke die Linie S20 der S-Bahn München im Stundentakt von Pasing nach Deisenhofen. Dafür wurde am Bahnhof Heimeranplatz ein zusätzlicher Seitenbahnsteig errichtet. Der Haltepunkt Harras wird dagegen ohne Halt passiert, da hier am entsprechenden Gleis kein Bahnsteig vorhanden ist. Seit Dezember 2013 befindet sich der Endpunkt der S20 nicht mehr in Deisenhofen, sondern in Höllriegelskreuth. Des Weiteren verkehrt die Linie nur noch in der Hauptverkehrszeit. Bei Sperrungen der S-Bahn-Stammstrecke wird die Sendlinger Spange teilweise als Umleitungsstrecke benutzt. Dabei biegen die aus Pasing kommenden S-Bahnen an der Abzweigstelle Friedenheimer Brücke auf den Münchner Südring ab.

Seit Dezember 2012 benutzt der Intercity Königssee von Hamburg-Altona nach Berchtesgaden, der als einziger Fernverkehrszug den Münchner Hauptbahnhof umfährt, zwischen der Abzweigstelle Landsberger Straße und der Abzweigstelle Friedenheimer Brücke die Strecke.

Von Seiten der Gegner der Zweiten Stammstrecke wird als Teil der Planungsvariante Südring immer wieder ein Ausbau der Sendlinger Spange für den S-Bahnverkehr ins Spiel gebracht.

Um die tangentialen Verbindungen in München zu stärken, soll die Sendlinger Spange stufenweise ausgebaut werden. Am Heimeranplatz soll eine Zugkreuzungsmöglichkeit geschaffen und im Zuge dessen der Seitenbahnsteig zu einem Mittelbahnsteig ausgebaut werden. Ebenso ist der Einbau einer Weichenverbindung zur Bahnstrecke München–Holzkirchen vorgesehen, um einen Halt der S20 am Haltepunkt Harras zu ermöglichen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sendlinger Spange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte des Infrastrukturregisters der Deutschen Bahn.
  2. Klaus-Dieter Korhammer, Armin Franzke, Ernst Rudolph: Drehscheibe des Südens. Eisenbahnknoten München. Hestra-Verlag, Darmstadt 1991, ISBN 3-7771-0236-9, S. 152.
  3. Korhammer, Franzke, Rudolph: Drehscheibe des Südens. Darmstadt 1991, S. 160.
  4. mvv.de: S-Bahn-Planung auf den Seiten des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV), abgerufen am 3. Mai 2016.


Koordinaten: 48° 7′ 45″ N, 11° 32′ 11″ O