Shalamar

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Shalamar Backstage, 1983

Shalamar ist eine amerikanische Disco- und Soulband, die über zehn Jahre lang weltweit Erfolg hatte und es schaffte, von 1977 bis 1986 in jedem Jahr mindestens einen Hit in den britischen Charts zu platzieren.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shalamar war ursprünglich ein reines Studioprojekt des amerikanischen Managers Dick Griffey und des britischen R&B-Produzenten Simon Soussan. Griffey arbeitete 1977 für die Fernsehshow Soul Train, die seit 1971 fast ausschließlich afroamerikanischen Künstlern ein Podium bot und noch 2006 auf Sendung war.

Griffey nahm mit Studiomusikern ein Medley aus Motown-Hits auf, das unter dem Titel Uptown Festival und dem Bandnamen Shalamar veröffentlicht wurde. Nachdem die Single ein Hit in den Discos wurde und auch in die Charts einstieg, beschloss Griffey, den Bandnamen mit Leben zu füllen. Durch Soul Train fand er Jody Watley, Jeffrey Daniel und Gerald Brown, die in der Sendung als Tänzer tätig waren. Brown wurde schon nach kurzer Zeit durch Howard Hewett ersetzt. Diese drei Sänger wurden dann als Shalamar bekannt.

Ende 1978 begann die Ära ihrer Dance-Soul Hits mit dem Song Take That to the Bank. Ein Jahr später folgte mit The Second Time Around der erste Top-Ten-Hit, der zudem ein Millionenseller wurde. In den frühen 1980er Jahren wurden Shalamar zu Stars der amerikanischen wie der britischen R&B- und Discoszene.

Watley und Daniel verließen 1983 die Band, da ihre Plattenfirma Solar Records ihnen einen rockigeren Sound verpassen wollte. Howard Hewett ersetzte beide durch Micki Free und Delissa Davis, was den Erfolg zunächst nicht beeinträchtigte. Die neuformierten Shalamar stiegen 1984 mit Dancing in the Sheets, das im Film Footloose verwendet wurde, wieder in die US-Top-Twenty ein. Don’t Get Stopped in Beverly Hills, ein weiterer Track des Albums Heartbreak, wurde im Film Beverly Hills Cop verwendet und brachte Hewett und Free als Autoren damit einen Grammy ein.

1986 verließ Howard Hewett die Band, um eine Solokarriere zu beginnen; er wurde durch den Ex-Football-Spieler Sydney Justin ersetzt.

Die Gruppe löste sich schließlich nach der Veröffentlichung von Wake Up 1990 auf. Jeffrey Daniels einziger Soloerfolg war 1991 mit dem gleichnamigen Album und der Single She’s That Girl. Erfolgreichstes ehemaliges Shalamar-Mitglied war Jody Watley.

2005 kamen Hewett und Daniel wieder zusammen und rekrutierten Carolyn Griffey, die Tochter des Shalamar-Erfinders Dick Griffey und der Sängerin Carrie Lucas. Die drei nahmen in Großbritannien an der Fernsehshow Hit Me Baby One More Time teil, in der das Publikum bewertete, welcher ehemalige Star als Sieger einen neuen Plattenvertrag erhalten solle. Shalamar verloren zwar gegen Shakin’ Stevens, blieben aber zusammen und treten seither wieder als Shalamar in Clubs auf oder geben anderweitig Konzerte.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1977 Uptown Festival 48
(14 Wo.)
22
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. April 1977
Produzenten: Dick Griffey, Don Cornelius, Simon Soussan
1978 Disco Gardens 171
(4 Wo.)
52
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. August 1978
Produzenten: Dick Griffey, Leon Sylvers III
1980 Big Fun 23
(36 Wo.)
4
(41 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. August 1979
US: Gold, Produzenten: Dick Griffey, Leon Sylvers III
1981 Three for Love 40
(36 Wo.)
8
(54 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Dezember 1980
US: Gold, Produzent: Dick Griffey
1981 Go for It 115
(15 Wo.)
18
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. August 1981
Produzenten: Dick Griffey, Jeffrey Daniel,
Howard Hewett, James Ingram, Leon Sylvers III
1982 Friends 6
(72 Wo.)
35
(25 Wo.)
1
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Januar 1982
UK: Platin, US: Gold, Produzenten: Dick Griffey, Leon Sylvers III
1983 The Look 7
(20 Wo.)
38
(23 Wo.)
13
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Juli 1983
UK: Gold, Produzenten: Leon Sylvers III, Shalamar
1984 Heartbreak 90
(24 Wo.)
32
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. November 1984
Produzenten: Howard Hewett, David “Hawk” Wolinski,
George Duke, Bill Wolfer
1987 Circumstantial Evidence 29
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. Juni 1987
Produzenten: Babyface, L. A. Reid

weitere Studioalben

  • 1990: Wake Up (VÖ: 24. August)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1982 Greatest Hits 5
(29 Wo.)
48
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1982
UK: Gold

weitere Kompilationen

  • 1986: The Greatest Hits
  • 1987: The Solar System (mit Collage, Midnight Star und The Whispers)
  • 1989: Greatest Hits
  • 1992: Make That Move
  • 1992: Here It Is … The Best of Shalamar
  • 1994: The Collection
  • 1995: The Very Best of Shalamar
  • 1995: A Night to Remember
  • 1998: A Night to Remember – The Greatest Hits Collection (2 CDs)
  • 1998: Uptown Festival
  • 1999: The Second Time Around (2 CDs)
  • 1999: Greatest Hits
  • 1999: A Night to Remember
  • 2001: Shalamar vs The Whispers – Their Greatest Hits (mit The Whispers)
  • 2002: Nights to Remember – The Ultimate Collection (2 CDs)
  • 2003: Essential Shalamar (VÖ: 2. Juni)
  • 2004: Anthology (2 CDs)
  • 2006: Ultimate Collection
  • 2011: The Ultimate Best of Shalamar (2 CDs)
  • 2012: I Can Make You Feel Good: The Best of Shalamar (VÖ: 16. Januar)
  • 2013: Friends – Deluxe Edition (2 CDs)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][4][2][5] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1977 Uptown Festival
Uptown Festival
30
(5 Wo.)
25
(17 Wo.)
10
(16 Wo.)
2
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1977
Disco-Medley, Mix: Elton Farokh Ahi
1977 Ooh Baby, Baby
Uptown Festival
59
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1977
Autoren: Smokey Robinson, Warren Moore
Original: The Miracles, 1965
1979 Take That to the Bank
Disco Gardens
20
(12 Wo.)
79
(6 Wo.)
11
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1978
Autoren: Kevin Spencer, Leon Sylvers
1979 The Second Time Around
Big Fun
53
(11 Wo.)
45
(9 Wo.)
8
(23 Wo.)
1
(32 Wo.)
1
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1979
US: Gold, Autoren: William Shelby, Leon Sylvers
1979 Right in the Socket
Big Fun
44
(6 Wo.)
22
(13 Wo.)
11
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1980
Autoren: Dick Griffey, Kevin Spencer, Leon Sylvers
1980 I Owe You One
Big Fun
13
(10 Wo.)
60
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1980
Autor: Joey Gallo
1981 Full of Fire
Three for Love
55
(12 Wo.)
24
(14 Wo.)
15
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1980
Autoren: Jody Watley, Joey Gallo, Richard Randolph
1970 Make That Move
Three for Love
30
(10 Wo.)
60
(8 Wo.)
6
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1981
Autoren: Kevin Spencer, Ricky Smith, William Shelby
1981 This Is for the Lover in You
Three for Love
17
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1981
Autoren: Dana Meyers, Howard Hewett
1981 Sweeter as the Days Go By
Go for It
19
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1981
Autoren: Linda Carriere, Rickey Smith
1982 I Can Make You Feel Good
Friends
7
(11 Wo.)
33
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1982
Autoren: Howard Hewett, Renwick Jackson, William Shelby
1982 A Night to Remember
Friends
5
(12 Wo.)
44
(10 Wo.)
8
(16 Wo.)
15
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1982
Autoren: Charmaine Sylvers, Dana Meyers, Nidra Beard
1982 There It Is
Friends
5
(10 Wo.)
UK: Silber, Erstveröffentlichung: August 1982
Autoren: Charmaine Sylvers, Dana Meyers, Nidra Beard
1982 Friends
Friends
12
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1982
Autoren: Glen J. Barbee, Nidra Beard, William Shelby
1983 Dead Giveaway
The Look
8
(10 Wo.)
22
(20 Wo.)
10
(16 Wo.)
18
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1983
Autoren: Joey Gallo, Leon Sylvers, Marcus Dare
1983 Disappearing Act
The Look
18
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1983
Autoren: Dana Meyers, Foster Sylvers, Janet Cole
1983 Over and Over
The Look
23
(6 Wo.)
26
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1983
Autoren: Dominic Leslie, Leon Sylvers, William Shelby
1984 Deadline U. S. A.
D. C. Cab (Soundtrack)
52
(3 Wo.)
34
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1983
vom Soundtrack des Films Die Chaotenclique
Autoren: Allee Willis, Danny Sembello, Dennis Matkosky
1984 You Can Count on Me
The Look
77
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1983
Autoren: Carrie Lucas, Ken Rarick
1984 Dancing in the Sheets
Heartbreak
41
(3 Wo.)
17
(18 Wo.)
18
(17 Wo.)
9
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 1984
vom Soundtrack des Films Footloose
Autoren: Bill Wolfer, Dean Pitchford, Mix: Jellybean
1984 Amnesia
Heartbreak
61
(3 Wo.)
73
(9 Wo.)
49
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1984
Autoren: George Duke, Howard Hewett
1985 My Girl Loves Me
Heartbreak
45
(3 Wo.)
22
(15 Wo.)
25
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1985
Autoren: Micki Free, David Wolinski, Howard Hewett
1985 Mix to Remember (Megamix)
The Greatest Hits
Erstveröffentlichung: Januar 1985
Remix: John Morales
1985 Don’t Get Stopped in Beverly Hills
Heartbreak
79
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1985
Autoren: David Wolinski, Howard Hewett, Micki Free
1986 A Night to Remember
(The M & M Mix)
The Greatest Hits
52
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1986
Remix: John Morales
1986 Take That to the Bank
(The M & M Mix)
The Greatest Hits
87
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1986
Remix: John Morales
1987 Circumstantial Evidence
Circumstantial Evidence
30
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1987
Produzenten: Babyface, L. A. Reid
1987 Games
Circumstantial Evidence
11
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1987
Autoren: Bruce Robinson, Charles Muldrow,
Jeff Wilson, Sid Johnson

weitere Singles

  • 1978: Tossing, Turning and Swinging
  • 1979: Stay Close to Love (VÖ: April)
  • 1980: This Is for the Lover in You
  • 1980: Work It Out
  • 1981: Sweeter as the Days Go By
  • 1981: Uptown Festival Part 1 & Part 2
  • 1981: Talk to Me (VÖ: Dezember)
  • 1982: Help Me (VÖ: September)
  • 1983: You Can Count on Me
  • 1983: A Night to Remember / Take That to the Bank / There It Is / Megamix – A Mix to Remember
  • 1985: Just One of the Guys (VÖ: Juni)
  • 1988: I Want You (To Be My Plaything) (VÖ: März)
  • 1990: Caution: This Love Is Hot
  • 1990: Come Together

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: Singles UK US1 US2
  2. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US
  3. Joel Whitburn: Top R&B Albums 1965–1998, ISBN 0-89820-134-9
  4. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0898201864
  5. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7