Sieglinde Wagner

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Sieglinde Wagner (* 21. April 1921 in Linz; † 31. Dezember 2003 in Berlin) war eine österreichische Altistin.

Wagner wurde in Linz an der Donau geboren. Sie studierte in Linz und München. 1947 wurde sie erstmals an die Wiener Staatsoper engagiert, zwei Jahre später bereits von Wilhelm Furtwängler zu den Salzburger Festspielen geholt, wo sie unter seiner Leitung in der Zauberflöte mitwirkte. Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit verpflichtete Furtwängler die junge Sängerin für Richard Wagners Ring des Nibelungen an die Mailänder Scala, wo sie in der Rolle der Floßhilde und Grimgerde auftrat.

1952 trat Sieglinde Wagner erstmals an der damaligen Städtischen Oper in Berlin auf und stellte sich als Maddalena in Rigoletto vor. Als Carmen war sie hier erstmals am 17. Dezember 1952 zu erleben. Unvergessen sind die Aufführungen der Carl Ebert-Inszenierung von Mozarts Così fan tutte, in denen sie neben Elisabeth Grümmer als Dorabella auf der Bühne stand.

Sieglinde Wagner hat ein umfangreiches Repertoire gesungen, wie zum Beispiel Clairon in Capriccio, Annina in Der Rosenkavalier, Magdalena in Die Meistersinger von Nürnberg, Fenena in Nabucco, Mutter in Hänsel und Gretel sowie Mary in Der Fliegende Holländer.

1963 wurde Sieglinde Wagner vom Berliner Senat der Titel Kammersängerin verliehen. Sie hat viele Jahre bei den Festspielen in Bayreuth, Edinburgh, Glyndebourne und Salzburg mitgewirkt, unter Dirigenten wie Otto Klemperer, Wilhelm Furtwängler, Clemens Krauss, Fritz Busch, Karl Böhm, Herbert von Karajan und Wolfgang Sawallisch.

In der Nacht zum 31. Dezember 2003 verstarb Sieglinde Wagner in einem Berliner Krankenhaus.

Sieglinde Wagner war 34 Jahre lang bis 1986 eine der prägenden Persönlichkeiten des Ensembles der Städtischen Oper und später der Deutschen Oper Berlin.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]