Sint Pieter (Löwen)


Die Kirche Sint Pieter (niederländisch: Collegiale Sint-Pieterskerk) in Löwen (Leuven), Belgien, ist eine kreuzförmige Kirche im Stil der Brabanter Gotik. Sie liegt am Grote Markt, gegenüber dem Rathaus. Auffälligstes Kennzeichen sind ihre unvollendeten Türme.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Karolingische Holzkirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf dem Platz der heutigen Sint-Pieters-Kirche stand bereits früh eine Holzkirche, wobei das Datum der Errichtung dieses ersten Gebäudes von einigen Quellen[1] bereits im 8. bis 9. Jahrhundert – dem Zeitalter der Christianisierung der Löwener Region – angesiedelt wird, von anderen Quellen[2] jedoch erst um 986 vermutet wird. Schon diese karolingische Kirche war dem Patrozinium des Simon Petrus unterstellt, was den Löwenern den Spitznamen „Petermannen“ eintrug. Auch über das weitere Schicksal der Kirche gibt es unterschiedliche Angaben. Teilweise wird angenommen, dass die Holzkirche bereits um das Jahr 1000 durch eine steinerne romanische Kapitelkirche ersetzt wurde,[1] nach anderen Quellen brannte die hölzerne Kirche jedoch erst 1176 nieder und wurde anschließend um das Jahr 1190 unter Gottfried III. von Löwen durch eine steinerne romanische Kirche ersetzt.[2] Wieder anderen Quellen zufolge soll dieser Brand bereits 1130 stattgefunden haben.[3]
Romanische Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das nachfolgende romanische Kirchengebäude war eine dreischiffige Basilika mit sechs Jochen und einer ebenso großen Apsis mit einem Grundmaß von 8 × 8 Metern. Wie Ausgrabungen ergeben haben, wurde sie zweimal erweitert, einmal um ein Westwerk mit drei Türmen und später um eine runde Krypta, die an die Apsis angebaut wurde und auch trotz späterer Umbauten erhalten blieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederentdeckt und ist heute der Öffentlichkeit zugänglich.

Bau der gotischen Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im 15. Jahrhundert wurde die romanische Kirche von Osten nach Westen schrittweise ersetzt durch einen prachtvolleren Bau im Stile der Brabanter Gotik. Wann genau dieser Umbau begann, ist durch den Verlust der Kirchenregister unsicher, vermutet werden kann ein Baubeginn um 1400. In einem Schriftstück aus dem Jahre 1410, das heute im Löwener Stadtarchiv aufbewahrt wird, ist schon von den „neuen Arbeiten von Sint Pieter“ die Rede, in einer anderen Passage der Schrift wird von den „neuen Arbeiten am Chor“ gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt war der Umbau also bereits in vollem Gange.
Als erster Schritt wurde dabei der gotische Chor errichtet. Da das romanische Kirchengebäude kürzer war als die heutige gotische Kirche, konnte sie in den ersten Jahren des Umbaus unangetastet bleiben, während östlich der Krypta, ohne Verbindung mit dem bereits bestehenden Gebäude, der neue Chor errichtet wurde. Der Architekt Sulpitius van Vorst, der ab 1425 mit dem Bau beauftragt war, konnte 1431 mit der Überdachung des Chores beginnen. Die Steine hierzu kamen aus Affligem und Gobertange (heute eine Teilgemeinde von Jodoigne). Wie aus Quellen hervorgeht wurde im Jahre 1441 der Hauptaltar geweiht. Der Bau des Chores scheint zu diesem Zeitpunkt also abgeschlossen gewesen zu sein.
Anschließend begann die Arbeit am Querschiff und somit der schrittweise Abbruch der romanischen Kirche. Inmitten dieser Bauphase – 1439 – starb van Vorst. Der Architekt Jan Keldermans – vormals Stadtbaumeister von Mechelen – führte bis zu seinem Tod 1445 die Arbeit am Querschiff fort. Es war anschließend der brabanter Architekt Matheus de Layens, der das Querschiff und einen Teil des Langhauses vollendete, wobei die Steine nun unter anderem aus Leefdaal (heute Teilgemeinde von Bertem) angeliefert wurden. Während bereits an den drei östlichen Travéen gearbeitet wurde, stand an der Stelle der zwei westlichen Travéen noch das romanische Westwerk. Dieses war 1458 durch einen Brand beschädigt worden. Offensichtlich sollte das Gebäude jedoch vorerst als Stadtturm bewahrt werden, denn 1464 wurde es neu überdacht.
1483 starb de Layens. Ihm folgten die Architekten Jan de Mesmaeker (1483–1490), Hendrik Van Evergem (1490–1492) und Mathijs Keldermans (1492–1495) in der Arbeit am Kirchengebäude nach. 1495 übernahm Alard Duhamel den Umbau der Sint Pieterskirche. Er hatte zuvor die Arbeiten an der St.-Johannes-Kathedrale in ’s-Hertogenbosch geleitet. In Löwen begann er 1497 mit dem Bau eines großen – bis heute unvollendeten – Portals auf den Grote Markt. 1499, ca. 100 Jahre nach Beginn des Umbaus, wurde der letzte Teil der romanischen Kirche, nämlich das mittelalterliche Westwerk, abgerissen. Dies schuf Platz für den Bau der beiden letzten verbleibenden Travéen. Nachdem Alard Duhamel den Bau 1502 verlassen hatte, übernahm der neue Löwener Stadtbaumeister Mathijs Keldermans – vermutlich ein Sohn des bereits genannten gleichnamigen Architekten – die Aufsicht über den Bau. Er vollendete die zwei westlichen Travéen und schloss die Arbeiten am Kirchengebäude vermutlich um das Jahr 1518 ab.
Inzwischen war auch mit dem Bau der Türme unter der Leitung des Architekten Joost Massys – Bruder des Malers Quentin Massys – begonnen worden. Seine Pläne aus dem Jahr 1505 beinhalteten drei Türme, von denen der mittlere ca. 165 m hoch werden sollte, die beiden äußeren je 136 m. Im Jahre 1507 wurde mit dem Bau der Türme begonnen. Nach zahlreichen Schwierigkeiten ließ Massys 1524 eine Maquette anfertigen, so dass die Türme auch nach seinem Tod präzise nach seinen Vorstellungen gebaut werden könnten. 1530 starb Massys. 1541 wurde der Weiterbau der Türme wegen ungünstiger Bodenverhältnisse und schlecht ausgearbeiteter Baupläne gestoppt. Nicht einmal die Hälfte der vorgesehenen Höhe war erreicht worden. Außerdem ließ die Stabilität der Konstruktion, die bereits zahlreiche Risse aufwies, stark zu wünschen übrig. Eine 1569 eingesetzte Kommission empfahl dringend die Vornahme von Stabilisierungsarbeiten. Doch schon 1570 stürzte ein Teil der Türme ein. Auch weitere Einstürze in den Jahren 1572 und 1603 konnten nicht verhindert werden. Da dadurch auch umstehende Häuser getroffen wurden, beschloss man 1613 den obersten Teil des Turms abzubrechen. Trotzdem war selbst im Jahre 1776 noch ein weiterer Einsturz zu verzeichnen, der selbst Verletzte hinterließ. Wie die Türme ursprünglich hätten aussehen sollen, lässt sich im Inneren des Kirchengebäudes an der dort ausgestellten Maquette von Joost Massys ablesen, die die eigentlichen Pläne für die oberen Teile der Türme dokumentiert.
Französische Revolution
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sint Pieterskirche litt schwer unter der Französischen Revolution. Am 14. November 1797 wurde sie durch das Militär geschlossen. Man plante, den Grote Markt zu vergrößern und die Kirche abzureißen. Auch wenn dieses Vorhaben letztendlich abgewendet werden konnte, so büßte die Kirche durch Plünderungen doch einen großen Teil ihrer Kunstschätze ein und verlor darüber hinaus bis auf ein kleines erhaltenes Fragment in der westlichsten Kapelle des südlichen Seitenschiffes jedes ihrer reichverzierten Kirchenfenster. 1800 wurde die Kirche durch drei Priester, die den Republikanischen Eid geschworen hatten, wiedereröffnet. Der Erzbischof von Mechelen erklärte Sint Pieter nach 1802 zur Hauptkirche von Löwen.

Die zwei Weltkriege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Ersten Weltkrieg litt die Kirche schwer unter einem Brand während der Zerstörung Löwens, der ihr Dach vernichtete und dem viele Kirchenschätze zum Opfer fielen. Darüber hinaus wurden die Seitenkapellen systematisch in Brand gesteckt, was zahlreiche Kunstwerke und Altäre vernichtete. Eine kleine Anzahl von Seitenkapellen im linken Seitenschiff blieb nur deshalb erhalten, weil die brandstiftenden Soldaten durch die auf die Erde krachenden Glocken vertrieben wurden. Die Stelle, an der die Brandstiftungen endeten, lässt sich noch heute an der verrußten Balustrade der zweiten Seitenkapelle des linken Seitenschiffs erkennen.
Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren an dem Gebäude. Bei einem Bombenangriff wurde der komplette nördliche Arm des Querschiffs zerstört und damit auch die berühmte Orgel, die im 16. Jahrhundert von Jean Crinon aus Mons gebaut worden war. Das berühmte Standbild Sedes Sapientiae wurde in kleine Stücke zerrissen und musste in den nachfolgenden Jahren kunstfertig aus den winzigen Fragmenten rekonstruiert werden.

Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sint Pieterskirche ist ein imposantes Gebäude, das aber trotzdem wegen des Fehlens eines Kirchturms in der Silhouette der Stadt nicht hervorsticht. Sie wurde großteils aus Lediaansandstein erbaut. Bei neueren Restaurierungen wurde aber dem robusteren Massangisstein, einem Kalkstein aus der französischen Gemeinde Massangis der Vorzug gegeben.
Das Kirchengebäude ist 93 m lang und 27 m breit. Der Grundriss umfasst den dreiteiligen Turm, das dreischiffige Langhaus mit fünf Jochen und zahlreichen Seitenkapellen, das Querschiff und den Chor mit einer siebenseitigen Apsis und einem Chorumgang mit sieben Kapellen, sowie einen Kapitelsaal und die Sakristei in der Ecke zwischen Chor und nördlichem Querschiffarm.
Das Satteldach des Mittelschiffes ist mit Dachkapellen besetzt und über den First läuft ein schmiedeeisernes Gitter. Die oktogonale Laterne auf der Vierung stammt aus dem Jahr 1726.
Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Innenraum der Kirche ist eher schlicht gehalten. Besonders sehenswert sind hier der spätgotische Lettner, die Kalvariengruppe, die spätbarocke Kanzel, und die Marienstatue „Sedes Sapientiae“.

Lettner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der spätgotische Lettner ist eines der beeindruckendsten Kunstwerke in Sankt Peter. Er wurde zwischen 1488 und 1490 gefertigt und ist damit der älteste Lettner Belgiens. Der Autor des Entwurfs ist nicht dokumentiert. Entsprechend der damaligen Praxis war es vermutlich der Architekt, der zu diesem Zeitpunkt Meister der Bauhütte war, weshalb der Lettner Jan de Mesmaeker zugeschrieben wird, der von 1483 bis 1490 die Bauhütte der Kollegiatskirche leitete. Stilistisch ist der Lettner der filigranen Bauweise Matheus de Layens verwandt, der das Löwender Rathaus gestaltete.
Die Empore des Lettners wird zu beiden Seiten durch drei gestauchte Kielbögen getragen. Auf der Schauseit zum Schiff laufen an der Unterkanten maßwerkartige Krabben; in einer Fuge des Bogenprofils und der Spitze ist dunkelfarbig abgesetztes Blattwerk, auf den Bogen laufen organische Blattwerkkrabben. Die Bögen ruhen auf schlanken Säulen, die mit ihren achteckigen Fußstücken und Kohlblattkapitellen typisch für die Brabanter Gotik sind. Über mit Maßwerkrelief gefüllten Zwickeln laufen 18 kleine Nischen mit Maßwerk, die 1833 mit Figuren der Zwölf Apostel, den Evangelisten und Heiligen bestückt wurden. Die Rückseite des Lettners ist vergleichsweise schlicht gehalten, nur die Basenprofile der Bündelpfeiler sind vereinfacht aufgenommen. Da hier früher das Chorgestühl stand, waren die Bögen zu einer Wandfläche geschlossen; erst 1833 wurden sie geöffnet. Die Bogenprofile sind etwas ausgestellt auf Ankersteinen, eine Figurenkonsole über dem Scheitel des mittleren Flachbogens, der rund ist. Auf der Wandfläche über ihm ist ein wenig Maßwerk appliziert. Darüber nimmt der Fries von drei mal sechs Nischen mittig die Bogenform (etwas flacher auf); die Nischen sind jedoch leer.
Kreuzigungsgruppe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kreuzigungsgruppe streckt sich von der Empore des Lettners hoch zur Decke hin, wo sie zusätzlich über Seile gesichert ist. Sie ist vermutlich um dieselbe Zeit entstanden wie der Lettner, also um 1490. Die lebensgroßen Figuren von Jesus am Kreuz, Maria und Johannes wurden aus Eichenholz gefertigt und weisen noch Reste der ursprünglichen Polychromie auf. Die meisterhafte anatomische Genauigkeit und Ausführung der Gewänder deuten darauf hin, dass die Kalvariengruppe das Werk keines unbedeutenden Künstlers ist. Überwiegend wird heute Jan Borreman der Ältere als Urheber angenommen. Er war vermutlich auch an der Ausführung des Lettners beteiligt.
Kanzel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die imposante Kanzel wurde 1742 vom Brüsseler Bildhauer Jacques Bergé für die Prämonstratenserabtei in Ninove angefertigt. Nachdem die ursprüngliche Kanzel von Sint Pieter während der französischen Besatzung abhandengekommen war, wurde nach der Wiedereröffnung der Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts die heutige Kanzel angeschafft. Sie ist ein typisches Beispiel für die reichverzierten Kanzeln des Barocks der südlichen Niederlande. Aus Eichenholz geschnitzt, stellt sie einen Felsen und zwei hohe Palmen dar, zwischen denen zahlreiche Tiere und Engel angeordnet sind. Vor dem Felsen befindet sich eine Statue des heiligen Norbert von Xanten, wie er vom Blitz getroffen vom Pferd stürzt und sich daraufhin zum Christentum bekehrt. Auf der Rückseite befindet sich die sitzende Figur des heiligen Petrus. Ursprünglich stellte die Figur den heiligen Augustinus dar, der für die Prämonstratenser Bedeutung hatte. Nachdem die Kanzel in die Sint Pieterskirche verbracht worden war, musste sie an das Patrozinium angepasst werden und die Augustinusfigur wurde durch Hinzufügen eines Schlüssels und eines Hahns als Petrus kenntlich gemacht. Der Schlüssel und einige Finger der Statue wurden allerdings später gestohlen.
Sedes Sapientiae
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Die Statue der Maria Sedes sapientiae wurde im Jahre 1442 vom Brüsseler Künstler Nicolaas De Bruyne nach einem älteren romanischen Original aus Lindenholz angefertigt. Sie stellt Maria dar, die auf einem Thron sitzt und auf ihrem Schoß das Jesuskind hält, das – leicht seitlich gewandt – mit einer Hand die Gläubigen segnet. Stilistisch scheint das Werk eher der Romanik zuzugehören, doch an der feinen Ausführung der Gesichter wird das spätere Entstehen deutlich. Bis Mai 1944 stand die Statue im nördlichen Arm des Querschiffes und wurde dort durch den Einschlag einer Bombe, die den kompletten Gebäudeteil zerstörte, vernichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie vom Löwener Künstler Jos Van Uytvanck aus den verschiedenen Fragmenten wieder zusammengesetzt und restauriert.
Seit 1909 ist die Sedes sapientiae das Emblem der Katholischen Universität Löwen, beziehungsweise seit 1968 die flandrische Katholieke Universiteit Leuven und der französischsprachigen Université catholique de Louvain. Sie taucht daher in allen offiziellen Dokumenten der Universität auf und jedes akademische Jahr wird in Löwen mit einer Messe in der Sankt-Peters-Kirche begonnen.


Weitere Ausstattungsstücke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Chorraum befindet sich die Schatzkammer der Kirche, die zahlreiche Kostbarkeiten versammelt. Darunter sind zwei Werke von Dierick Bouts – die Triptychen Das letzte Abendmahl und Das Martyrium des heiligen Erasmus sowie ein Sakramentshaus von Matheus de Layens aus dem 15. Jahrhundert.
In der Sint-Pieterskerk befinden sich die Grabmale von Heinrich I. von Brabant, seiner Frau Mathilde von Boulogne und ihrer Tochter Maria von Brabant.
In der westlichen Kapelle des südlichen Seitenschiffes hängt eine Kopie von Gaspar de Crayers Gemälde Carolus Borromäus bei den Pestkranken von Mailand. Das Original war während der französischen Besatzung entwendet worden und befindet sich noch heute in einem Museum in Nancy. Eine Kopie aus dem 19. Jahrhundert verbrannte während des Ersten Weltkriegs. Die heute hier ausgestellte zweite Kopie wurde der Kirche von der Stadt Nancy nach dem Ersten Weltkrieg geschenkt.
Ein Adlerlesepult aus der Zeit um 1500 wurde 1798 verkauft und befindet sich heute im New Yorker Metropolitan Museum of Art (Inv. Nr. 68.8).[4] Es wird der Werkstatt des Maastrichter Metallgießers Aert van Tricht zugeschrieben.
Der moderne Hochaltar wurde von Überlebenden der deutschen Konzentrationslager des Zweiten Weltkriegs gestiftet.
Orgel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Orgel wurde 1935 von dem Orgelbauer Maurice Delmotte (Doornik) für den Pavillon „Van het Katholieke leven“ der Brüsseler Weltausstellung erbaut und befand sich nach Ende der Weltausstellung zunächst im Privatbesitz des Belgischen Prinzen Karel (Oostende). 1951 wurde das Instrument von der Kirchengemeinde der Sint-Pieterskerk angekauft und in der Kirche aufgestellt. Das Instrument hatte zunächst 30 Register auf drei Manualen und Pedal.[5] 2019/2020 wurde das Instrument von der Orgelbaufirma Verschueren Orgelbouw (Ittervoort) restauriert und um zwei Register erweitert; das Zungenregister Trompette 16' im Pedal wurde durch eine Bombarde 16' ausgetauscht. Die Orgel hat heute 32 Register (darunter 4 Transmissionen) auf drei Manualwerken und Pedal.[6]
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- Koppeln:
- Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
- Suboktavkoppeln: II/I, II/II, III/I, III/III
- Superoktavkoppeln: I/I, II/I, II/II, III/I, III/III, I/P, III/P
- Spielhilfen: Registercrescendo, Setzeranlage, zwei freie Kombinationen
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- David Mellaerts: De Sint-Pieterskerk te Leuven – Architectuur en kunstpatrimonium. Uitgeverij Acco, Löwen 1998, ISBN 90-334-3879-8.
- Pierre Diriken: Geogids Leuven. Georeto, Kortessem, ISBN 90-75224-50-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Abendmahlsaltar in der Sankt-Peterskirche. ( vom 18. Juli 2019 im Internet Archive) In: diericbouts.be (niederländisch)
- Parochiekerk Sint-Pieter auf der Website des Vlaams Instituut voor het Onroerend Erfgoed (VIOE) (niederländisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Mellaerts. De Sint-Pieterskerk te Leuven – Architectuur en kunstpatrimonium, S. 12.
- ↑ a b Grote Markt. Sint Pieters. ( vom 15. Juni 2009 im Internet Archive) In: leuven.be, 11. Mai 2009.
- ↑ Torf s, J.A., Geschiedenis van Leuven van den vroegsten tijd tot op heden. Löwen 1899, S. 76–77.
- ↑ Lectern in the Form of an Eagle. Metropolitan Museum of Art New York, abgerufen am 27. Juli 2025 (englisch).
- ↑ Nähere Informationen zur Orgel siehe Het orgel in de Sint-Pieterskerk te Leuven. ( vom 27. Dezember 2014 im Internet Archive) In: base.be.
- ↑ Informationen zur Orgel
Koordinaten: 50° 52′ 46,1″ N, 4° 42′ 4,8″ O
- Peterskirche
- Kollegiatstiftskirche in Belgien
- Kollegiatstift
- Pfarrkirche des Erzbistums Mecheln-Brüssel
- Gotische Kirche
- Kirchengebäude in Löwen
- Gotisches Bauwerk in Löwen
- Disposition einer Orgel
- Kulturdenkmal in Löwen
- Belfriede in Belgien (Weltkulturerbe)
- Belfried
- Gotischer Lettner
- Erbaut im 14. oder 15. Jahrhundert

