Siorapaluk

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Siorapaluk (Kleiner Sand)
Siorapaluk mit Strand
Siorapaluk mit Strand
Kommune Qaasuitsup Kommunia
Geographische Lage 77° 47′ 10″ N, 70° 38′ 13″ W77.786111111111-70.6369444444440Koordinaten: 77° 47′ 10″ N, 70° 38′ 13″ W
Siorapaluk (Grönland)
Siorapaluk
Höhe m
Einwohner 47 (1. Januar 2014)
Zeitzone UTC-4

Siorapaluk ist eine kleine Siedlung mit 52 Einwohnern (2012)[1] an der Nordküste des Robertson-Fjords im nördlichen Teil der Hayes-Halbinsel.

Der Ort gehörte bis 2009 zur Gemeinde Qaanaaq, seither zu Qaasuitsup Kommunia und liegt nur 1362 Kilometer vom Nordpol entfernt. Siorapaluk wird manchmal als nördlichste natürliche Siedlung der Welt bezeichnet.

Der Name Siorapaluk bedeutet auf Deutsch „kleiner Sand“ und wurde wegen des entsprechenden Strandes vor dem Dorf gewählt.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Siorapaluk besitzt ein elektrisches Kraftwerk, eine Schule, eine Kirche, einen Lebensmittelmarkt und eine Post. Es gibt keine medizinischen Einrichtungen, das Dorf wird jedoch regelmäßig von einem Arzt und einem Zahnarzt besucht.

Fauna[Bearbeiten]

Im Meer vor Siorapaluk leben viele Narwale, Robben und Walrösser, welche von den Bewohnern gejagt werden. Die Klippen vor dem Meer sind der Nährboden für Krabbentaucher und Dickschnabellummen (Uria Iomvia). In der Umgebung Siorapaluks gibt es viele Polarhasen und Polarfüchsen.

Transport[Bearbeiten]

Die nationale Fluggesellschaft „Air Greenland“ stellt zweimal wöchentlich Flüge über die Thule Airbase nach Qaanaaq und Savissivik zur Verfügung. Qaanaaq ist 45 km von Siorapaluk entfernt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerungsverteilung Siorapaluks ist in den letzten zwei Jahrzehnten stabil.

Die Bevölkerung der letzten 2 Jahrzehnte.

Weiteres[Bearbeiten]

Jean-Noël Malaurie, ein französischer Ethnologe und Geograph, verbrachte einen Teil seiner Grönland-Expedition von 1950 bis 1951 in Siorapaluk.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Greenland: Table: Population in towns and settlements by time, locality, age, gender and place of birth (abgerufen am 13. Mai 2012)
  2. Jean Malaurie: Die letzten Könige von Thule. Brockhaus, Leipzig 1957