Skënderaj

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Skënderaj/Skënderaji1
Srbica/Србица2
Wappen von Skënderaj
Skënderaj (Kosovo)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Kosovo3
Bezirk: Mitrovica
Gemeinde: Skënderaj
Koordinaten: 42° 45′ N, 20° 47′ OKoordinaten: 42° 44′ 51″ N, 20° 47′ 17″ O
Einwohner: 6.612 (2011)
Telefonvorwahl: +383 (0) 285
Postleitzahl: 41000
Kfz-Kennzeichen: 02
1 albanisch (unbestimmte / bestimmte Form),
2 serbisch (lateinische / kyrillische Schreibweise)
3 Die Unabhängigkeit des Kosovo ist umstritten. Serbien betrachtet das Land weiterhin als serbische Provinz.

Skënderaj [ˌskənˈdɛˑɾaj] (albanisch auch Skënderaji, serbisch Србица Srbica) ist eine Stadt und Amtssitz der gleichnamigen Gemeinde im Norden des Kosovo.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der albanische Name der Stadt, Skënderaj, soll sich von Gjergj Kastrioti (1405–1468), genannt Skënderbeu bzw. Skanderbeg (zu deutsch „Herr/Fürst Alexander“) ableiten, der sich im späten Mittelalter einen Namen als Kämpfer gegen die Osmanen machte und heute von den Albanern als Nationalheld gefeiert wird.

Der serbische Name der Stadt, Srbica, wird vom Wortstamm srb („Serbe“) sowie der Endung -ica gebildet, einer typischen Ortsnamenendung bzw. Suffix mit slawischem Ursprung. Er bedeutet im heutigen Sinne übersetzt „Serbenort“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skënderaj liegt mitten in der hügeligen Landschaft Drenica im Norden des Landes auf einer mittleren Höhe von 600 Meter über Meer. Die Hauptstadt Pristina ist etwa 50 Kilometer im Südosten entfernt. Die wichtigste Stadt Nordkosovos, Mitrovica, liegt 25 Kilometer im Nordosten.

Durch die Stadt fließt die Klina, ein linker Nebenarm des Weißen Drins, der anschließend in die Ebene Metochien (albanisch Dukagjin, serbisch Метохија/Metohija) eintritt.

Die Großgemeinde Skënderaj umfasst eine Fläche von 378 Quadratkilometern; der höchste Punkt ist die Qyqavica mit 1117 Meter Höhe über Meer. In der Region herrscht Kontinentalklima.

In den benachbarten Orten im Osten und Südosten, genauer in Prekaz und Polac, wurden nach wissenschaftlichen Bodenuntersuchungen in den Jahren 1983/84 große Kohlevorkommen gefunden. In einer Tiefe von zehn bis 15 Meter gibt es eine Kohlereserve von 7 Mio. Tonnen.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenstadt von Skënderaj (2007)

Die Einwohnerzahl der Stadt selbst liegt gemäß Volkszählung 2011 bei 6612.

Die ethnische Verteilung sah 2011 wie folgt aus:[2]

Volksgruppe Stadtgebiet Gemeindegebiet
Albaner 6.582 50.685 (99,66 %)
Serben 0 50 (0,1 %)
Bosniaken 17 42 (0,08 %)
Aschkali 0 10 (0,02 %)
Andere/Keine Antwort 13 71 (0,14 %)
Gesamtbevölkerung 6.612 50.858 (100 %)
Bevölkerungsentwicklung[3]
Volkszählung 1948 1953 1961 1971 1981 1991 2011
Einwohner 396 717 1009 1658 2921 4962 6612

Administration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Verwaltung sind die Institutionen der Gemeinde Skënderaj verantwortlich, die sich alle in der Stadt befinden.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skënderaj unterhält mit Sigmaringen in Baden-Württemberg eine Städtepartnerschaft.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft beschäftigt die meisten Personen, wobei meist nur Subsistenzwirtschaft betrieben wird. Das Wirtschaftsleben wird großenteils von privaten Kleinbetrieben bestritten, insbesondere von Geschäften und Restaurants. Laut OSZE-Bericht vom Januar 2013 sind in Skënderaj 810 Selbständige registriert. Daneben gibt es zwei privatisierte Fabriken, ein Ziegelwerk und eine Getreidemühle, die mehrere Hundert Personen beschäftigen. Ein weiterer, eher kleiner Teil der Beschäftigten ist in der Stadtverwaltung angestellt. Zur Arbeitslosenrate gibt es keine offiziellen Angaben.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radio Drenica ist der größte Radiosender in der Region Drenica.[5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der lokale Fußballverein KF Drenica spielt zurzeit in der höchsten Liga, der Raiffeisen Superliga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Skënderaj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographie. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 20. September 2012; abgerufen am 10. November 2012 (albanisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kk.rks-gov.net
  2. Kosovo Census 2011 (PDF; 4,1 MB), S. 143
  3. Kosovo censuses. In: pop-stat.mashke.org. Abgerufen am 21. August 2019.
  4. a b Njoftim nga Zyra Komunale në Skënderaj: Kryetari i Skënderajt Sami Lushtaku qëndroi për vizitë në Sigmaringen të RF të Gjermanisë (Bekanntmachung der Gemeindeverwaltung in Skënderaj: der Bürgermeister Sami Lushtaku besuchte Sigmaringen in der Bundesrepublik Deutschland) (Memento vom 24. Januar 2013 im Internet Archive)
  5. Internetseite von Radio Drenica. Abgerufen am 10. November 2012 (albanisch).