Skënderaj

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Skënderaj/Skënderaji1
Srbica/Србица2
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Skënderaj (Kosovo)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Kosovo3
Bezirk: Mitrovica
Gemeinde: Skënderaj
Koordinaten: 42° 45′ N, 20° 47′ OKoordinaten: 42° 44′ 51″ N, 20° 47′ 17″ O
Einwohner: 6.612 (2011)
Telefonvorwahl: +383 (0) 285
Postleitzahl: 41000
Kfz-Kennzeichen: 02
1 albanisch (unbestimmte / bestimmte Form),
2 serbisch (lateinische / kyrillische Schreibweise)
3 Die Unabhängigkeit des Kosovo ist umstritten. Serbien betrachtet das Land weiterhin als serbische Provinz.

Skënderaj [ˌskənˈdɛˑɾaj] (albanisch auch Skënderaji, serbisch Србица/Srbica) ist eine Stadt und Amtssitz der gleichnamigen Gemeinde im Norden des Kosovo.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Der albanische Name der Stadt, Skënderaj, soll sich von Gjergj Kastrioti (1405–1468), genannt Skënderbeu bzw. Skanderbeg (zu deutsch „Herr/Fürst Alexander“) ableiten, der sich im späten Mittelalter einen Namen als Kämpfer gegen die Osmanen machte und heute von den Albanern als Nationalheld gefeiert wird.

Der serbische Name der Stadt, Srbica, wird vom Wortstamm srb („Serbe“) sowie der Endung -ica gebildet, einer typischen Ortsnamenendung bzw. Suffix mit slawischem Ursprung. Er bedeutet im heutigen Sinne übersetzt „Serbenort“.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skënderaj liegt mitten in der hügeligen Landschaft Drenica im Norden des Landes auf einer mittleren Höhe von 600 Meter über Meer. Die Hauptstadt Pristina ist etwa 50 Kilometer im Südosten entfernt. Die wichtigste Stadt Nordkosovos, Mitrovica, liegt 25 Kilometer im Nordosten.

Durch die Stadt fließt die Klina, ein linker Nebenarm des Weißen Drins, der anschließend in die Ebene Metochien (albanisch Dukagjin, serbisch Метохија/Metohija) eintritt.

Die Großgemeinde Skënderaj umfasst eine Fläche von 378 Quadratkilometern; der höchste Punkt ist die Qyqavica mit 1117 Meter Höhe über Meer. In der Region herrscht Kontinentalklima.

In den benachbarten Orten im Osten und Südosten, genauer in Prekaz und Polac, wurden nach wissenschaftlichen Bodenuntersuchungen in den Jahren 1983/84 große Kohlevorkommen gefunden. In einer Tiefe von zehn bis 15 Meter gibt es eine Kohlereserve von 7 Mio. Tonnen.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenstadt von Skënderaj

Die Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde, welche aus der Stadt selbst und etwa 50 weiteren Ortschaften besteht, liegt gemäß Volkszählung 2011 bei 50.858. Davon leben 6.612 in Skënderaj allein.[2] Knapp 40 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 20 Jahre alt.

Die ethnische Verteilung sah 2011 wie folgt aus:[3]

Volksgruppe Stadtgebiet Gemeindegebiet
Albaner 6.582 50.685 (99,66 %)
Serben 0 50 (0,1 %)
Bosniaken 17 42 (0,08 %)
Aschkali 0 10 (0,02 %)
Andere/Keine Antwort 13 71 (0,14 %)
Gesamtbevölkerung 6.612 50.858 (100 %)

Verwaltung und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Skënderaj innerhalb Kosovos

Legislative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat (albanisch Kuvendi i Komunës, serbisch Скупштина општине/Skupština opštine) übernimmt legislative Funktionen und muss unter anderem über den Haushaltsplan abstimmen. Er besteht in Skënderaj laut Statut aus 31 Mitgliedern.[4] 26 davon gehören der Partia Demokratike e Kosovës (PDK) an, die im zentralen Kosovo ihre größten Hochburgen hat. Drei Gemeinderäte sind Mitglieder der Lidhja Demokratike e Dardanisë (LDD) und je einer gehört der Aleanca Kosova e Re (AKR) bzw. der Lidhja Demokratike e Kosovës (LDK) an.[5]

Exekutive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den letzten Kommunalwahlen von 2017 ist Bekim Jashari (unabhängig) Bürgermeister.[6]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skënderaj unterhält mit Sigmaringen in Baden-Württemberg eine Städtepartnerschaft.[7]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft beschäftigt die meisten Personen, wobei meist nur Subsistenzwirtschaft betrieben wird. Das Wirtschaftsleben wird großenteils von privaten Kleinbetrieben bestritten, insbesondere von Geschäften und Restaurants. Laut OSZE-Bericht vom Januar 2013 sind in Skënderaj 810 Selbständige registriert. Daneben gibt es zwei privatisierte Fabriken, ein Ziegelwerk und eine Getreidemühle, die mehrere Hundert Personen beschäftigen. Ein weiterer, eher kleiner Teil der Beschäftigten ist in der Stadtverwaltung angestellt. Zur Arbeitslosenrate gibt es keine offiziellen Angaben.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radio Drenica ist der größte Radiosender in der Region Drenica.[8]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der lokale Fußballverein KF Drenica spielt zurzeit in der höchsten Liga, der Raiffeisen Superliga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Skënderaj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geographie. Abgerufen am 10. November 2012 (albanisch).
  2. Regjistrimi i Popullsisë në Kosovë 2011. Statistikagentur des Kosovo, S. 47-48, abgerufen am 12. Juli 2016 (PDF, albanisch).
  3. Kosovo Census 2011 (PDF; 4,1 MB), S. 143
  4. Kuvendi i Komunës (Gemeinderat). Offizielle Internetseite der Großgemeinde Skënderaj, abgerufen am 21. Mai 2013 (albanisch).
  5. Ergebnisse der Wahlen zu den Gemeinderäten im Kosovo 2009. Zentrale Wahlkommission des Kosovo, abgerufen am 21. Mai 2013 (albanisch, PDF-Datei, 282 kB).
  6. Der Bürgermeister von Skenderaj gratuliert zum neuen Jahr 2018. Abgerufen im 15. Januar 2018 (albanisch).
  7. a b Njoftim nga Zyra Komunale në Skënderaj: Kryetari i Skënderajt Sami Lushtaku qëndroi për vizitë në Sigmaringen të RF të Gjermanisë (Bekanntmachung der Gemeindeverwaltung in Skënderaj: der Bürgermeister Sami Lushtaku besuchte Sigmaringen in der Bundesrepublik Deutschland). Drenica Press, 24. Januar 2013, abgerufen am 21. Mai 2013 (albanisch).
  8. Internetseite von Radio Drenica. Abgerufen am 10. November 2012 (albanisch).