Sophie Hoechstetter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sophie Hoechstetter
Grab von Sophie Hoechstetter auf dem Friedhof in Pappenheim

Sophie Walburga Margaretha Hoechstetter (* 15. August 1873 in Pappenheim; † 4. April 1943 in der Moosschwaige bei Dachau) war eine fränkische Schriftstellerin, Dichterin und Malerin. Sie gehört gemeinsam mit Karl Stöber zu den beiden großen Schriftstellern Pappenheims.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sophie Hoechstetter wurde am 15. August 1873 als jüngste von sechs Töchtern des Apothekers Heinrich Hoechstetter und seiner Frau Friederike, geb. Nettinger, aus Unternzenn, in der heutigen Hoechstetterapotheke in der Deisinger Straße 26 in Pappenheim geboren.[1] Die Familie entstammte einem alten Adelsgeschlecht. Hoechstetter beschrieb ihre Jugend als sorglos. Schon damals bewunderte sie George Gordon Byron und Johann Wolfgang von Goethe.[2] 1896 veröffentlichte sie mit Goethe als Erzieher ihr erstes Werk. In Dornburg/Saale bewohnte sie eines der Schlösser; in Berlin hatte sie eine Wohnung.[2] 1933 wurde sie zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt Pappenheim ernannt. Ihren Lebensabend verbrachte Hoechstetter in der Großen Moosschwaige des Künstlerehepaares Carl Olof und Elly Petersen bei Dachau.[2]

In einem Nachruf zum 30. Todestag schrieb ihre Freundin Carola von Crailsheim: „Kein Autor hat Franken so schön, so einfühlend, so eindrucksvoll geschildert wie Sophie Hoechstetter“.[3] In ihrer Heimatstadt Pappenheim erinnert eine Straße an die Verfasserin zahlreicher Romane.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Passion. S. Fischer, Berlin 1911.
  • Das Herz. Arabesken um die Existenz des Georg Rosenkreutz. C. Reissner, Dresden/ Leipzig, 1913.
  • Die Freiheit. A. Scherl, Berlin 1917.
  • Mein Freund Rosenkreutz. Fränkische Novellen. Einhorn-Verlag, Dachau 1917. Digitalisat (PDF, 16,34 MB)
  • Frau Hüttenrauchs Witwenzeit. A. Scherl, Berlin 1921.
  • Das Kind von Europa. Die Geschichte des Kaspar Hauser. F.L. Schrag, Nürnberg 1925.
  • Königin Luise. Historischer Roman. R. Bong, Berlin 1926.
  • Königskinder. K. F. Koehler, Leipzig 1928.
  • Die wunderliche Erbschaft. Volksverband der Bücherfreunde. Wegweiser-Verlag, Berlin 1930.
  • Louis Ferdinand Prinz von Preußen. Roman aus der Zeit vor 1806. Koehler & Amelang, Leipzig 1930.
  • Caroline und Lotte. Roman um Friedrich Schiller. Koehler & Amelang, Leipzig 1937.
  • Im Tauwind. Roman aus dem Bayreuth um 1813. O. Beyer, Leipzig 1941.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Marcus: Sophie Hoechstetter. In: Reclams Universum 42.1 (1926), S. 253–254.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Sophie Hoechstetter – Quellen und Volltexte
 Commons: Sophie Hoechstetter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Apotheke
  2. a b c Sophie Hoechstetter (PDF; 158 kB) in der Alemannia Judaica
  3. Hartmut Schötz: Sophie Hoechstetter − Dichterin und Malerin – * 15. August 1873. In: Frankenland. 55.2003, OCLC 634105784, S. 286.
  4. Sophie-Hoechstetter-Weg