Spreewaldbank

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Logo der Genossenschaftsbanken  Spreewaldbank eG
Logo
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Lübben (Spreewald)
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 180 926 84[1]
BIC GENO DEF1 LN1[1]
Gründung 1860
Verband Genossenschaftsverband
Website www.spreewaldbank.de
Geschäftsdaten 2016[2]
Bilanzsumme 384,9 Mio. Euro
Einlagen 318,0 Mio. Euro
Kundenkredite 200,0 Mio. Euro
Mitarbeiter 103
Geschäftsstellen 11
Mitglieder 7.598
Leitung
Vorstand Doreen Hackenberg-Mathow
Sven Thamm
Aufsichtsrat Albrecht Netzker, Vorsitzender
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Spreewaldbank eG ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Lübben (Spreewald) im Land Brandenburg. Ihr Geschäftsgebiet erstreckt sich über die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Rechtsverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spreewaldbank ist eine eingetragene Genossenschaft. Rechtsgrundlagen sind das deutsche Genossenschaftsgesetz sowie die Satzung. Organe der Spreewaldbank eG sind der Vorstand, der Aufsichtsrat sowie die Vertreterversammlung.

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spreewaldbank betreibt das Universalbankgeschäft. Sie gehört der genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken-Raiffeisenbanken an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aufsichtsrat der Spreewaldbank, 1860

Die Geschichte der Bank reicht bis in das Jahr 1860 zurück. Damals, noch unter königlicher Herrschaft, veröffentlichten vier gestandene Geschäftsleute im Lübbener Kreisblatt einen Aufruf, der zur Gründung eines Vorschussvereins aufforderte. Dessen Aufgaben sollten zunächst die Hereinnahme von Geldern und erste Ausreichung von Krediten gegen Wechsel sein. 72 Bürger zeigten Interesse und trafen sich am 2. Oktober dieses Jahres im Gasthaus Köhler am Hain, um eine Satzung auszuarbeiten. Die Geschäftstätigkeit wurde am 1. November 1860 in einem kleinen Zimmer in der Hauptstraße aufgenommen. Schon das erste Geschäftsjahr schloss mit einer Jahresbilanz von 102.000 Reichsmark ab. Die Entwicklung ging erfreulich aufwärts und schon 25 Jahre später war die Bilanzsumme auf 1,4 Millionen Reichsmark angewachsen.

Bis zum 50-jährigen Jubiläum 1910 wuchs die Mitgliederzahl auf 1.000 an. Im Jahre 1914 ließ die Bank das Gebäude in der Poststraße 9 in Lübben errichten, welches noch heute zusammen mit einem Neubau als Hauptsitz genutzt wird. Die Jahre des Ersten Weltkriegs und der Inflation gingen nicht spurlos an der Bank vorbei. Von der ursprünglichen Bilanzsumme von über zwei Millionen Reichsmark blieben ganze 84.000 Reichsmark übrig. Ende der 30er Jahre wurde die Bank in Volksbank umfirmiert. Der einige Jahre später ausgebrochene Zweite Weltkrieg führte zu Kriegsende sogar zu einer kurzzeitigen Schließung des Bankhauses. Am 1. November 1946 konnten die verbliebenen Mitglieder und Kunden zur Wiedereröffnung begrüßt werden.

Die Entwicklung zu Zeiten der DDR wurde gehemmt durch politische Einflüsse. Die Möglichkeiten der Bank waren stark eingeschränkt. So bedurften beispielsweise Kreditausreichungen staatlicher Zustimmung. Auch vor dem geltenden Genossenschaftsrecht wurde nicht halt gemacht. So kam es im Jahre 1974 gegen den Willen unserer Mitglieder zu einer Umfirmierung in Genossenschaftskasse für Handwerk und Gewerbe der DDR. Alles deutete darauf hin, dass eine Angliederung der Genossenschaftsbank an die Staatsbank beabsichtigt war. Im Herbst 1989 setzte mit der politischen Wende auch der Umbruch der gesamten Wirtschaft ein. Nun galt es, innerhalb kürzester Zeit einen Bankbetrieb aufzubauen. Bereits im Februar 1990 wurden Förderkredite in DM an Mittelständler ausgereicht. Als erstes Kreditinstitut im ehemaligen Bezirk Cottbus nahm die Bank ihren alten Namen wieder an. Aus der Genossenschaftskasse für Handwerk und Gewerbe wurde die Volksbank eG.

1993 entschlossen sich die Mitglieder der damaligen Volksbank eG und der Raiffeisenbank eG in Lübben, ihren weiteren Weg gemeinsam zu gehen. Diese Entscheidung mündete in einer Fusion, die am 30. Juni 1993 vollzogen wurde. Die daraus entstandene Genossenschaftsbank führte den Namen Spreewaldbank eG (Volksbank-Raiffeisenbank). Ende 1998 erfolgte eine weitere Fusion mit der damaligen Raiffeisenbank Oberspreewald eG in Vetschau.

Im Jahr 2010 beging die Bank ihr 150-jähriges Bestehen. 2012 wurde eine neue Filiale in Bestensee eröffnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Zahlen & Fakten 2016

Koordinaten: 51° 56′ 32,1″ N, 13° 53′ 42,6″ O