Stefan Knittler

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Stefan Knittler (* 13. Juli 1967 in Köln) ist ein deutscher Sänger, Musiker und Komponist aus Köln. Er lebt mit seiner Familie im Kölner Stadtteil Rodenkirchen.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren und aufgewachsen in Köln war Stefan Knittler künstlerisch bereits vorbelastet mit den kölschen Genen seines Vaters Herbert Knittler, der sich als Mundartautor einen Namen gemacht hatte. Als Schlagzeuger gehörte Stefan Knittler der Kölner Band Bagdad Babies an, die von 1988 bis 1992 existierte.[1]

Zur kölschen Musik fand Stefan Knittler eigentlich mehr durch Zufall. Als Mitglied der Mitsinginitiative „Loss mer singe“ komponierte er 2006 für sich und seine Freunde ein Lied, dass das besondere Gefühl bei den Mitsingabenden beschreiben sollte. „Kumm, loss mer singe“ mauserte sich aber dann schnell zur einer Art Hymne der LMS-Fans und fand seinen Weg auf diverse Sampler.

Im Jahr 2007 nahm ihn die in Köln beheimatete Musikfirma EMI Music Germany auf ihrem Kölner Mundart Musik-Label Rhingtön unter Vertrag. 2007 erschien die erste Single "Do und ich" bei Rhingtön. Im Jahr 2008 folgte die erste Album-Veröffentlichung jetzt unter dem Bandnamen KNITTLER. Das Album "De eezte!" fand eine eigene Nische in der Musiklandschaft Kölns. Das Album beinhaltete neben der Loss Mer Singe-Hymne „Kumm, loss mer singe“ und der Single "Do und ich" auch eine Cover-Version des R.E.M.-Hits "Shinny happy people", bei Knittler mit der Genehmigung des Musikverlages von R.E.M. umgetextet auf "Jot jelaunte Minsche".

Von Anfang an waren Cover-Versionen internationaler Welthits immer Teil seines Live-Programms und seit 2010 wurde daraus eine eigene Show: "P/op Kölsch". Beispielsweise kamen über 800 Leute ins ausverkaufte Kölner Gloria-Theater, um dort einen Abend mit "Welthits op Kölsch" zu erleben inkl. prominenten musikalischen Gästen wie z. B. Henning Krautmacher, Anke Engelke, Carolin Kebekus, Purple Schulz, Peter Brings oder Kasalla.[2]

Stefan Knittler spielt auch weihnachtliche Musik-Programme an unterschiedlichen Orten wie z. B. auf einer Bühne des Kölner Weihnachtsmarktes am Kölner Dom. 2009 erschien der Titel "Met nem Schlitte durch Kölle" auf der CD "Xmas op Kölsch" bei EMI.

Mit "Knittler Zwo" folgte dann 2010 das nächste Album. Musikalisch reicht das Spektrum von Irish-Folk angehauchten Songs wie „Su jung wie Hück“ über klassischen Pop bis hin zu Liebesliedern wie „Wenn et Naach weed“. Auch hier war mit "Wat wenn Jott uss Kölle köm" wieder eine kölsche Cover-Version eines Welthits (diesmal Joan Osborne's "One of us") enthalten.

2012 war Knittler dann Duett-Partner bei dem Song "Eijentlich" der Kölner Musikgruppe Imis, deren Sängerin und Frontfrau Comedian Carolin Kebekus war.

Im Herbst 2014 erschien die Compilation "Kölsche Weihnacht 14" und enthielt mit "Himmel un Ääd" wieder einen Weihnachts-Titel von Stefan Knittler.

Im Jahr 2015 war es eine kölsche Cover-Version, die Stefan Knittler ins Gespräch brachte. Den Klassiker der The Hooters "Karla with A K" texte Knittler auf "Kölle ich vermiss dich" um und konnte dafür ein persönliches Lob von Hooters-Sänger und Autor Eric Bazilian in Empfang nehmen, als er diesen bei einem Kölner Konzert der Hooters begegnete.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Kumm, loss mer singe (Single)
  • 2007: Do und ich (Single)
  • 2008: De eezte! (Album)
  • 2010: Knittler Zwo (Album)
  • 2015: Kölle ich vermiss dich (Single)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simon Küpper: Stefan Knittler: Die zweite Karriere der kölschen Frontsau. 10. August 2017, abgerufen am 27. August 2019 (deutsch).
  2. KNITTLER SPIELT (P)OP KÖLSCH am 23.09.19 im Gloria. Abgerufen am 27. August 2019.
  3. Simon Küpper: Stefan Knittler: Die zweite Karriere der kölschen Frontsau. 10. August 2017, abgerufen am 27. August 2019 (deutsch).