Steindorf am Ossiacher See

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Steindorf am Ossiacher See
Wappen von Steindorf am Ossiacher See
Steindorf am Ossiacher See (Österreich)
Steindorf am Ossiacher See
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Feldkirchen
Kfz-Kennzeichen: FE
Hauptort: Bodensdorf
Fläche: 29,55 km²
Koordinaten: 46° 42′ N, 14° 0′ OKoordinaten: 46° 41′ 54″ N, 14° 0′ 22″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 3.764 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 127 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 9551, 9552
Vorwahl: 0 42 43
Gemeindekennziffer: 2 10 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
10.-Oktober-Straße 1
9551 Bodensdorf
Website: www.steindorf.at
Politik
Bürgermeister: Georg Kavalar (LKAVE)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
7 FPÖ, 5 ÖVP, 5 SPÖ, 4 LKAVE, 2 Grüne
Lage der Gemeinde Steindorf am Ossiacher See im Bezirk Feldkirchen
Albeck Feldkirchen Glanegg Gnesau Himmelberg Ossiach Reichenau Sankt Urban Steindorf am Ossiacher See Steuerberg KärntenLage der Gemeinde Steindorf am Ossiacher See im Bezirk Feldkirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Blick auf Bodensdorf und den Ossiacher See
Gemeindeamt in Bodensdorf
Neue Pfarrkirche Heiliger Josef in Bodensdorf

Steindorf am Ossiacher See ist eine Gemeinde mit 3764 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Feldkirchen in Kärnten in Österreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am nördlichen Ufer des Ossiacher Sees, etwa 8 Kilometer von Feldkirchen entfernt. Das Gemeindegebiet reicht den Ossiachberg hangaufwärts bis zum Kamm der Gerlitzen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist in die Katastralgemeinden Ossiachberg, Steindorf, Stiegl und Tiffen gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 21 Ortschaften (Einwohnerzahlen Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Apetig (46)
  • Bichl (12)
  • Bodensdorf (1132)
  • Burg (25)
  • Burgrad (8)
  • Golk (14)
  • Langacker (23)
  • Nadling (217)
  • Ossiachberg (61)
  • Pfaffendorf (108)
  • Regin (18)
  • Sankt Urban (35)
  • Sonnberg (43)
  • Steindorf am Ossiacher See (488)
  • Stiegl (340)
  • Tiffen (163)
  • Tratten (93)
  • Tscherneitsch (14)
  • Tschöran (445)
  • Unterberg (361)
  • Winkl Ossiachberg (66)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arriach Himmelberg
Treffen Nachbargemeinden Feldkirchen
Villach Ossiach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bereich von Tiffen war schon um 500 v. Chr. von den Kelten besiedelt. Aus der Römerzeit stammen zwei Jupiter-Votivaltäre, die heute in Schloss Lang in Feldkirchen eingemauert sind. Tiffen wurde zwischen 1050 und 1065 erstmals urkundlich erwähnt, die Ortschaft Steindorf 1263 als „Steyndorf“. Die Kirche in Steindorf wurde 1401 erbaut und später im gotischen Stil umgebaut.

Der Bau der Kronprinz Rudolf-Bahn (heute Ossiachersee-Traverse der Südbahn) 1865 bedeutete den Beginn des Fremdenverkehrs am Ossiacher See, der die traditionelle landwirtschaftliche Struktur des Gebiets im Lauf des 20. Jahrhunderts völlig veränderte.

Die Gemeinde Steindorf hatte sich 1850 konstituiert, von dem sehr ausgedehnten Gemeindegebiet wurde im Jahr 1894 die Ortsgemeinde Glanhofen mit vier Katastralgemeinden abgetrennt und in Ossiach umbenannt. Der Gemeindename von Steindorf erhielt 1986 die Ergänzung „am Ossiacher See“.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählung 2001 hat die Gemeinde Steindorf 3.583 Einwohner, davon sind 95,6 % österreichische, 1,5 % deutsche und 1,0 % bosnische Staatsbürger. 61,9 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen, 28,9 % zur evangelischen und 0,8 % zur orthodoxen Kirche, 0,5 % sind islamischen Glaubens. 5,4 % sind konfessionslos.

Günther Domenig, 'Steinhaus', Steindorf/Österreich
Urbanibrunnen in Sankt Urban

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steindorf am Ossiacher See
  • Das Steinhaus ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit in der Gemeinde Steindorf am Ossiacher See. Es wurde von Günther Domenig entworfen.
  • Katholische Filialkirche St. Margarethen in Tiffen
  • Das rund 700 ha große Bleistätter Moor (kurz: „Bleistatt“) war früher vom Ossiacher See bedeckt und ist heute ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet.
  • In Sankt Urban steht der Urbanibrunnen, der auf Initiative der Gastwirte Lisl und Fritz Nindler gemeinsam mit dem Land Kärnten, der Gemeinde Steindorf und der Burschenschaft Tschöran verwirklicht wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat durch ihre Lage längs des Ossiacher Sees und ihren Anteil am Skigebiet Gerlitzen Sommer- und Wintertourismus, der den Hauptwirtschaftszweig bildet. Bei Bodensdorf gibt es einen kleinen Klettergarten. Längs des Sees führt ein Abstecher der Südbahn zwischen St. Veit und Villach, der im Personenverkehr nur mit Regionalzügen versorgt wird, für den Güterverkehr jedoch eine wichtige Abkürzung ist.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Steindorf hat 23 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Georg Kavalar (Liste Kavalar).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Steindorf am Ossiacher See.svg

Das blaue Schildgrund des Steindorfer Wappens, das der Gemeinde am 10. Juni 1977 verliehen wurde, nimmt Bezug auf die Lage am drittgrößten Kärntner See, der goldene Dreiberg auf die erste Silbe des Wortes Steindorf anspielt. Der goldene Wels ist eine Parallele zu den drei Forellen der gegenüber liegenden Gemeinde Ossiach; dieser Fisch kommt im östlichen Teil des Sees häufiger vor.

Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet:

„In blauem Schild über goldenem Dreiberg ein goldener Wels (Waller).“[2]

Die Fahne ist Blau-Gelb mit eingearbeitetem Wappen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Steindorf verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Renker (1889–1967), Journalist und Schriftsteller, wuchs in Bodensdorf auf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Mitterer: Steindorf am Ossiacher See. Chronik einer Gemeinde. Verlag Joh. Heyn, Klagenfurt 1997, ISBN 3-85366-849-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 270