Straßberg (Harzgerode)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Straßberg (Harz))
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.61666666666711.05399Koordinaten: 51° 37′ 0″ N, 11° 3′ 0″ O

Straßberg
Wappen von Straßberg
Höhe: 399 m ü. NN
Fläche: 13,78 km²
Einwohner: 767 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. August 2009
Postleitzahl: 06493
Vorwahl: 039489

Straßberg ist ein Ortsteil der Stadt Harzgerode im südwestlichen Teil des Landkreises Harz im Ostharz.

Geschichte[Bearbeiten]

Straßberg wird nach der Chronik des Kreises Sangerhausen 1194 als Strazberc zum ersten Mal erwähnt.

Seit 1400 war in Straßberg der Bergbau Haupterwerbsquelle für die Bürger des Ortes. Heute bewahren sie die bergbauliche Vergangenheit und pflegen für Erholungssuchende die Vergangenheit und das Dorfbild.[1] Auch die Landwirtschaft hatte unter den erschwerten natürlichen Bedingungen gute Ergebnisse.

1950 wurde der zu jahrhundertelang zu Anhalt gehörende, durch die Selke von dem bis 1945 preußischen Straßberg getrennte Nachbarort Lindenberg eingegliedert.[2] Am 1. August 2009 schloss sich die Gemeinde Straßberg mit den Städten Güntersberge und Harzgerode sowie den Gemeinden Dankerode, Königerode, Schielo und Siptenfelde zur neuen Stadt Harzgerode zusammen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister seit 1990[Bearbeiten]

  • Wolfgang Hoßbach, von 1990 bis 2004 Bürgermeister (SPD) der Gemeinde
  • Wilhelm Banse, von 2004 bis 2009 Bürgermeister (Wählergemeinschaft Straßberg) der Gemeinde

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 11. März 2009 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Im Göpelschnitt geteilt, vorn in Silber eine ausgerissene grüne Tanne, hinten in Grün schräglinks gestellt gefächert drei goldene Ähren, unten in Schwarz ein silbernes Bergmannsgezähe.“[4]

Die Farben des Ortsteiles sind Grün – Weiß.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge ist grün - weiß (1:1) gestreift (Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Straßberg ist heute Zeuge des historischen Silber- und Flußspatbergbaus, alter Schächte, Pingen und technischer Einrichtungen:

Reste der Hütte in Straßberg
Evangelische Kirche von Straßberg

Gedenkstätte[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Rastplatz an der Flösse

Bergbau[Bearbeiten]

Straßberg war bis etwa 1800 Zentrum des Bergbaus im Unterharz. Das Unterharzer Teich- und Grabensystem, in weiten Teilen auf der Gemarkung Straßberg gelegen, ist das dazugehörige wasserwirtschaftliche System. Der Bergbau ist seit 1991 eingestellt. Der durch Straßberg fließende und dort in die Selke mündende Stollgraben (in Ortslage Straßberg Straßberger Flösse) mit Stadtweger Rösche und dem am Ortsrand gelegenen Maliniusteich, der den ebenfalls in Straßberg mündenden Rödelbach aufstaut, ist heute noch funktionsfähig und zu besichtigen. Eine Vielzahl von Bergbautannen weisen heute im Ort auf die Lage der alten Bergwerke und der anderen bergbaulichen Anlagen hin.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßberg ist mit der Selketalbahn gut und sogar dampfbetrieben zu erreichen. Die Selketalbahn hat in Straßberg zwei Haltepunkte - Straßberg (Harz) (früher Lindenberg (Harz))[5] und Straßberg-Glasebach.

Zudem sind durch Busse der Harzer Verkehrsbetriebe auch Ballenstedt, Harzgerode, Neudorf und Güntersberge zu erreichen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. O.V.: Straßberg Harzer Bergbau als Erlebnis,Gemeinde Straßberg, AVR-Werbung, Goslar- Prospekt
  2. Webseite über den Ort, Lindenberg im Gemeindeverzechnis von Anhalt, 1900
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  4. a b Amtsblatt des Landkreis Nr. 4/2009 Seite 21/22
  5. Kursbuch 1944