Siptenfelde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Siptenfelde
Wappen von Siptenfelde
Koordinaten: 51° 38′ 42″ N, 11° 3′ 7″ O
Höhe: 393 m
Fläche: 12,7 km²
Einwohner: 597 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 2009
Postleitzahl: 06493
Vorwahl: 039488
Blick auf Siptenfelde
Blick auf Siptenfelde

Siptenfelde ist ein Ortsteil der Stadt Harzgerode im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siptenfelde liegt im östlichen Unterharz an der Harzhochstraße, der Bundesstraße 242 zwischen Güntersberge und der Stadt Harzgerode. Durch die Buslinie 33 der Harzer Verkehrsbetriebe ist Siptenfelde mit den beiden Orten verbunden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung erfolgte im Jahre 936 gemeinsam im Bodfeld in einer Urkunde Königs Otto I. als Sipponfeldon.[1] Weitere Erwähnungen 961 in zwei Ottonenurkunden vom 15. und 25. Juli als Sippanuelth.[2] Im Bauernkrieg zerstört und später am heutigen Standort wieder aufgebaut.

Etwa zehn Minuten von der alten Siedlung entfernt befinden sich Am Mönchehof im Uhlenbachtal die Reste einer alten Burg. [3]

Der Ort ging aus einer kaiserlichen Jagdpfalz des 10. Jahrhunderts hervor und gelangte im 16. Jahrhundert an die Fürsten von Anhalt.

Am 1. August 2009 schloss sich die Gemeinde Siptenfelde mit den Städten Güntersberge und Harzgerode sowie den Gemeinden Dankerode, Königerode, Schielo und Straßberg zur neuen Stadt Harzgerode zusammen.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. April 1998 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Grün eine entwurzelte silberne Tanne; der Stamm beseitet von zwei einander zugewandten, sitzenden goldenen Hasen.“

Die Farben der Gemeinde sind Silber (Weiß) - Grün.

Bereits frühere Wappenentwürfe nehmen schon die geführte Motivik auf. So erscheint der grüne Nadelbaum mit den zwei darunter sitzenden Hasen bereits in Gestaltungen im Zusammenhang früherer Gemeindefeste und findet sich auch in Emblemen wieder, die von örtlichen Vereinen genutzt werden. Inhaltlich deutet der Nadelbaum auf die Lage der Gemeinde in der Harzregion hin und steht in übergeordnetem Sinne symbolisch für den Naturgedanken. Die beiden Hasen sollen in redender Weise auf den Ortsnamen Siptenfelde hinweisen, da mundartlich die Bewohner der Gemeinde mit Ihrem Spitznamen “Sipten” im Verständnis für “Bachhase” wiedergegeben werden.

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Frank Jung gestaltet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St.-Paulus-Kirche von 1682

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MGH, D O I, S. 89
  2. RI II 1, 1 Nr. 302; MGH, D O I Nr. 228
  3. Centralblatt der Bahnverwaltung. Herausgegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten. XII. Jahrgang. Nr 2. Berlin, 9. Januar 1892
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste