Suzanne Grieger-Langer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Suzanne Grieger-Langer 2019 bei ihrer Bühnenshow in Wien

Suzanne Grieger-Langer (* 1972 in Detmold als Suzanne Grieger) ist eine deutsche Personalberaterin und Sachbuchautorin vorwiegend im Bereich Berufliches Profiling. Einen fachlichen Schwerpunkt bildet nach eigenen Angaben die Transaktionsanalyse. Sowohl ihre Methodik als auch ihre Person stehen teils in der Kritik.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suzanne Grieger studierte Pädagogik an der Universität Bielefeld.[2] In ihrer abschließenden Diplomarbeit befasste sie 1998 sich mit der Transaktionsanalyse in der Kindererziehung.[2]

Nach eigenen Angaben arbeitet sie seit 1993 selbstständig, zunächst als Dozentin in der beruflichen Weiterbildung und später in der Personalberatung. Zudem ist sie Autorin von Sachbüchern.[3] In ihrem 2013 in Bielefeld gegründeten, inzwischen in Frankfurt am Main ansässigen Verlag Profiler’s Publishing verlegt sie eigene Werke wie auch andere Autoren.[4] Der Druck erfolgt bei Books on Demand in Norderstedt. Sie tritt außerdem als Vortragsrednerin auf sowie mit einer Bühnenshow in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Suzanne Grieger-Langer ist verheiratet und lebt in Bielefeld.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grieger-Langers Methodik ist umstritten, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung im Jahr 2010 in einem Porträt der Profilerin aufzeigte.[5] Das Landgericht Bielefeld entschied 2018, dass sie als „Profilerin mit Hang zur Lüge“ sowie als „Hochstaplerin“ bezeichnet werden darf.[6]

Nach Veröffentlichung eines Interviews mit Grieger-Langer auf Spiegel Online im Frühjahr 2018[7] befasste sich die Diplom-Psychologin und Journalistin Bärbel Schwertfeger auf dem medienkritischen Internet-Portal Übermedien von Stefan Niggemeier mit Grieger-Langer. Sie kritisierte das „peinliche Spiegel-Interview“, da sich Unternehmen mit dem von Grieger-Langer erdachten Verfahren strafbar machen würden.[8]

Im Sommer 2018 entwickelte sich in der Human-Resource-Szene eine Debatte um das Programm der Social Recruiting Days 2018, da Grieger-Langer die eröffnende Keynote übernehmen sollte. Nach Kritik aus Teilnehmerkreisen sowie auch von Schwertfeger, änderte der Veranstalter diesen Programmpunkt zu einer Podiumsdiskussion.[1][9][10]

Martin Rettenberger von der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden fand es im Zusammenhang mit ihrer Teilnahme an Jenke von Wilmsdorffs Sendung Jenke. Crime 2021 erstaunlich, dass „ein großer Sender wie Pro Sieben auf einen solchen Schwindel hereinfalle“ und bezeichnete Grieger-Langers Arbeit als „in höchstem Maße unseriös“.[11]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 101 MontagsMotivation. Profiler Suzanne Grieger-Langer. 1., Auflage. Profiler's Publishing, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-945112-64-9.
  • Die 7 Säulen der Macht. 3., durchgesehene Auflage. Junfermann, Paderborn 2013, ISBN 978-3-87387-984-3 (Vorgänger: 2006, ISBN 978-3-87387-620-0).
  • Die Tricks der Trickser. Immunität gegen Machenschaften, Manipulationen und Machtspiele. Junfermann, Paderborn 2011, ISBN 978-3-87387-786-3.
  • als Herausgeberin: Die 7 Säulen der Macht reloaded – 7 Speaker – 7 Schlüssel zum Erfolg. 2 Bände:
    • Band 1: Die 7 Säulen der Macht reloaded – 7 Speaker – 7 Schlüssel zum Erfolg. Wolfgang Bönisch, Nicola Tiggeler, Nils Bäumer, Thierry Ball, Dietmar Baum, Falk S. Al-Omary, Ronald Hanisch, Michael Bandt. Profiler’s Publishing, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-945112-00-7.
    • Band 2: Die 7 Säulen der Macht reloaded – 7 Speaker – 7 Schlüssel zum Erfolg. Profiler’s Publishing, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-945112-03-8.
  • als Herausgeberin, zusammen mit Vanessa Conin-Ohnsorge und Angelika Weinländer-Mölders: 21 Erfolgsfrauen. 21 Karriereformeln. Profiler’s Publishing, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-945112-37-3.
  • Die Macht der positiven Manipulation. Überzeugungstechniken für Führungskräfte. 1. Auflage. Haufe, Freiburg/München 2016, ISBN 978-3-648-06642-3.
  • Cool im Kreuzfeuer. Schlammschlachten, Cybermobbing und Rufmordkampagnen souverän überstehen. Profiler’s Publishing, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-945112-56-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Peats-Redaktion: Aktuelle Diskussion in der HR Szene – Bühnen-Show und Entertainment statt seriöser Recruitingmethoden. In: peats.de. 16. August 2018, abgerufen am 16. Juni 2019.
  2. a b Suzanne Grieger: Transaktionsanalyse. Emotionale Kompetenz mit individuellen Fördermaßnahmen im Unterricht der Primarstufe. Bielefeld 1997 (Diplom-Arbeit an der Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik).
  3. Vgl. Dorothee Pfaffel: Profiler Suzanne deckt Betrugsfälle auf. In: augsburger-allgemeine.de. 22. April 2019, abgerufen am 15. Juni 2019.
  4. Impressum – Profiler’s Publishing. In: profilerspublishing.com. Abgerufen am 15. Juni 2019.
  5. Viola Schenz: Verdeckte Ermittlung. In: SZ.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 15. Juni 2019.
  6. Leonie Feuerbach: Eine fragwürdige „Profilerin“. Frankfurter Allgemeine. 5. Mai 2021. Abgerufen am 7. Mai 2021.
  7. Marie Illner: Datenspuren im Netz: „Auch Menschen ohne Facebook-Konto haben ein Problem“. In: Spiegel Online. 20. April 2018, abgerufen am 15. Juni 2019.
  8. Bärbel Schwertfeger: Eine zweifelhafte Expertin fürs „Charakter-Profiling“. In: uebermedien.de. 3. Mai 2018, abgerufen am 15. Juni 2019.
  9. Kristina Enderle da Silva: Kontroverse um Keynote-Speakerin: Programm der „Social Recruiting Days“ geändert. In: Haufe.de. 14. August 2018, abgerufen am 17. Juni 2019 (inklusive Aktualisierung vom 17. Januar 2019).
  10. Kristina Enderle da Silva: Mehr Schein als Sein. In: Personalmagazin: Management, Recht und Organisation. Nr. 10/2018, S. 18–19.
  11. Leonie Feuerbach: Eine fragwürdige „Profilerin“. In: www.faz.net. www.faz.net, 5. Mai 2021, abgerufen am 10. Mai 2021.