Sven Günther (Althistoriker)

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Sven Günther (* 25. Oktober 1978 in Grünstadt) ist ein deutscher Althistoriker und Professor am Institute for the History of Ancient Civilizations in Changchun.

Nach dem Besuch der Grundschule in Monsheim und des Gymnasiums Weierhof in Bolanden nahm Günther 1998 ein Studium der Alten, Mittleren und Neuen Geschichte sowie der Rechtswissenschaften (Öffentliches Recht) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz auf, das er 2003 mit Auszeichnung abschloss. Daraufhin arbeitete er zunächst als Lateinlehrer an seinem alten Gymnasium und erhielt 2006 eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Alte Geschichte der Universität Mainz. Dort wurde er 2008 bei Leonhard Schumacher promoviert mit einer Arbeit über die indirekten Steuern im römischen Reich zwischen Augustus und Diokletian. Ab 2010 unterrichtete er die Fächer Geschichte und Latein an der Anna-Schmidt-Schule in Frankfurt am Main, ab 2011 an der Deutschen Schule Tokyo Yokohama.

2013 wurde Günther Akademischer Rat auf Zeit an der Universität Bielefeld, wo er sein Habilitationsprojekt zur Wirtschaftstheorie im antiken Griechenland[1] begann. 2014 erhielt er eine einjährige Gastprofessur am Institute for the History of Ancient Civilizations der Northeast Normal University in Changchun, China. Direkt im Anschluss übernahm er dort die reguläre Professur für Klassische Altertumswissenschaft (classics) und wurde im Dezember 2015 von der Universität als „Excellent Foreign Expert“ ausgezeichnet. Im September 2016 folgte die Auszeichnung der Provinz Jilin als „Outstanding Foreign Expert“.

Sven Günthers Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in der antiken Wirtschaftsgeschichte, der Numismatik und in der Fachdidaktik. Seit 2014 ist er leitender Herausgeber des Journal of Ancient Civilizations und Mitherausgeber der Marburger Beiträge zur Antiken Handels-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiographie auf der Seite des Leibniz-Instituts für internationale Schulbuchforschung, abgerufen am 12. August 2016.