Bolanden

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde Bolanden, weitere Begriffe unter Bolanden (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bolanden
Bolanden
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bolanden hervorgehoben
Koordinaten: 49° 38′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Kirchheimbolanden
Höhe: 226 m ü. NHN
Fläche: 17,44 km²
Einwohner: 2452 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67295
Vorwahl: 06352
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 010
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Neue Allee 2
67292 Kirchheimbolanden
Webpräsenz: kirchheimbolanden.de
Ortsbürgermeister: Armin Juchem
Lage der Ortsgemeinde Bolanden im Donnersbergkreis
Obermoschel Niedermoschel Unkenbach Finkenbach-Gersweiler Waldgrehweiler Schiersfeld Sitters Alsenz Oberndorf (Pfalz) Mannweiler-Cölln Winterborn (Pfalz) Kalkofen (Pfalz) Niederhausen an der Appel Münsterappel Oberhausen an der Appel Gaugrehweiler Seelen Rathskirchen Teschenmoschel Bisterschied Ransweiler Stahlberg Bayerfeld-Steckweiler Sankt Alban (Pfalz) Gerbach Würzweiler Ruppertsecken Dielkirchen Katzenbach (Donnersbergkreis) Schönborn (Pfalz) Dörrmoschel Reichsthal Gundersweiler Gehrweiler Imsweiler Rockenhausen Höringen Schweisweiler Falkenstein (Pfalz) Winnweiler Lohnsfeld Wartenberg-Rohrbach Münchweiler an der Alsenz Gonbach Sippersfeld Breunigweiler Imsbach Börrstadt Steinbach am Donnersberg Ramsen (Pfalz) Kerzenheim Eisenberg (Pfalz) Göllheim Dreisen Standenbühl Lautersheim Biedesheim Ottersheim Bubenheim (Pfalz) Zellertal Einselthum Immesheim Albisheim (Pfrimm) Rüssingen Weitersweiler Marnheim Bennhausen Jakobsweiler Dannenfels Bolanden Kirchheimbolanden Mörsfeld Kriegsfeld Oberwiesen Orbis Morschheim Ilbesheim (Donnersbergkreis) Bischheim (Donnersberg) Rittersheim Stetten (Pfalz) Gauersheim Landkreis Bad Kreuznach Landkreis Alzey-Worms Landkreis Kusel Landkreis Kaiserslautern Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild

Bolanden ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bolanden liegt am Fuße des Schlossbergs, der sich steil östlich des Ortskerns erhebt und auf dem die Ruine der Burg Neu-Bolanden thront.[2] In direkter Nähe liegt die Kreisstadt Kirchheimbolanden.

Neben dem Kernort besteht die Gemeinde aus den Ortsteilen Bolanderhof und Weierhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der älteste gefundene Nachweis menschlicher Zivilisation auf dem heutigen Gebiet Bolandens ist ein Menhir der Megalithkultur, der eine Wegkreuzung auf dem heutigen Gebiet des Weierhofs markierte und auch „Hühnerstein“ genannt wird. In der Zeit zwischen 2500 v. Chr. und 1800 v. Chr. siedelten Bandkeramiker auf diesem Gebiet.[3]

Burgruine Neu-Bolanden, Gesamtansicht

Anfang des 12. Jahrhunderts erbaute Werner I. von Bolanden auf dem heutigen Gebiet des Bolanderhofs die Burg Altenbolanden.[4] Außerdem gründete er im Jahre 1120 das, 1160 in den heutigen Namen Kloster Hane umbenannte, Hauskloster „Zelle Bolanden“. Belegt wurde dies durch die Stifftungsurkunde der „cella bonlande“ ausgestellt durch Erzbischof Adalbert I. von Mainz im Jahre 1129.[5]

Im 13. Jahrhundert wurde die Burg Neu-Bolanden von den Reichsministerialen von Bolanden erbaut, welche seitdem als Stammsitz derer von Bolanden galt.[6] Das Dorf Bolanden wurde 1333 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, 1359 wird es ein kurpfälzisches Lehen. Das Adelsgeschlecht derer von Bolanden starb im 14. Jahrhundert aus.

Bolanden wurde zweimal hintereinander im Dreißigjährigen Krieg und anschließend im Pfälzischen Erbfolgekrieg völlig zerstört. Im Jahr 1706 tauschte die Kurpfalz Bolanden an Nassau-Weilburg. 1816 fiel der Ort wie der Rest der Rheinpfalz an Bayern. 1946 kam der Ort zum neu gegründeten Land Rheinland-Pfalz, 1969 wurde es Teil des neu gegründeten Donnersbergkreises.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus von Bolanden

Der Gemeinderat in Bolanden besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7][8]

Wahl SPD CDU LINKE FWG Gesamt
2014 5 3 1 7 16 Sitze
2009 5 3 1 7 16 Sitze
2004 5 3 8 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Bolanden e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau ein von je einem sechsspeichigen goldenen Rad beseiteter silberner Schrägbalken, belegt mit den von insgesamt drei roten Rautensteinen beseiteten roten Großbuchstaben B und L“. Es wurde 1844 durch König Ludwig I. von Bayern verliehen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bolanden, Klosterkirche Hane

Die bedeutendsten und ältesten Bauwerke sind das Kloster Hane, mit seiner erhaltenen romanisch-gotischen Klosterkirche, sowie die Burg Neu-Bolanden.

In der Gemeinde befinden sich eine katholische, eine evangelische Kirche sowie im Ortsteil Weierhof eine Mennonitenkirche (auch Bethaus). Das älteste Wohnhaus des Dorfes stammt aus gotischer Zeit.

Bekannt ist auch die neuzeitliche Werner-von-Bolanden-Halle. Das größte Fest des Ortes ist die Kerwe, die jedes Jahr am ersten Septemberwochenende stattfindet. Dabei wird auf der Burgruine Bolanden von den Kerweborsch die im Vorjahr beerdigte Kerwe ausgegraben.

Das Dorf weist eine gute Infrastruktur auf, weshalb auch ein kleiner Industriepark errichtet wurde.

Siehe auch:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1996 bis 2008 hatte juwi einen ihrer Unternehmenssitze in Bolanden.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In kurzer Entfernung befindet sich östlich die A 63 (Kaiserslautern-Mainz). In Kirchheimbolanden ist ein Bahnhof der Donnersbergbahn und in Marnheim ein solcher der Zellertalbahn.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Es existieren folgende Einrichtungen:

  • zwei Kindergärten
  • eine Grundschule
  • Das Gymnasium Weierhof. Hierbei handelt es sich um ein G8-Ganztagsgymnasium (G8GTS) mit Internat.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den örtlichen Vereinen gehören u.a. der Musikverein Bolanden, der TuS Bolanden und der Männerchor 1848 Bolanden.

Von überregionaler Bedeutung ist der Mennonitische Geschichtsverein, der im Ortsteil Weierhof die Mennonitische Forschungsstelle betreibt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Eduard Konrad Bischoff (1882–1920), Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, wählte als Pfarrer in der Nordpfalz sein Schriftstellerpseudonym „Conrad von Bolanden“, nach Dorf und Burg Bolanden.
  • Erwin Burgey (1922–2009), Mundartdichter des 20. Jahrhunderts.
  • Margit Conrad (* 1952), Staatsministerin a. D., wohnt vor Ort

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bolanden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Ortsgemeinde Bolanden. In: www.kirchheimbolanden.de. Abgerufen am 10. Februar 2016.
  3. Ortsgemeinde Bolanden. In: www.kirchheimbolanden.de. Abgerufen am 13. Februar 2016.
  4. M/S VisuCom GmbH: -- EBIDAT - Burgendatenbank des Europäischen Burgeninstitutes --. In: www.ms-visucom.de. Abgerufen am 13. Februar 2016.
  5. , Bolanden - Kloster Hane. In: www.bolander-heimatverein.de. Abgerufen am 13. Februar 2016.
  6. M/S VisuCom GmbH: -- EBIDAT - Burgendatenbank des Europäischen Burgeninstitutes --. In: www.ms-visucom.de. Abgerufen am 13. Februar 2016.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Pfalzwerke Aktiengesellschaft und juwi GmbH nutzen Windkraft gemeinsam | Pfalzwerke. In: www.pfalzwerke.de. Abgerufen am 31. März 2016.