Sven Ratzke

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Sven Ratzke, 2011

Sven Ratzke (* 1977)[1] ist ein deutsch-niederländischer Musiker, Bühnen-Entertainer und Musicaldarsteller. Sein Stil ist eine Mischung aus modernem Vaudeville-Cabaret, Chansons, Pop, Jazz und Geschichtenerzählen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ratzke wuchs auf in Kranenburg nahe der holländischen Grenze.[2]

Seit 2000 tritt er mit seinen Soloshows auf und tourte seitdem durch die Niederlande, Dänemark, Deutschland, Mexiko, Australien, Frankreich (Avignon Festival), Schottland (Edinburgh Festival), die Schweiz, Österreich und die USA. Hildegard Knef bat ihn, ein Lied von ihr für A Woman and a Half (2001) zu interpretieren, einem Dokumentarfilm über ihr Leben. [3]

Seit 2011 tritt Ratzke in den USA im „Joe's Pub/Public Theatre“ auf und gibt Konzerte im New Yorker Lincoln Center. In London spielte Ratzke im Soho Theatre und gab Konzerte im Southbank. Seit 2014 tourt Ratzke auch jährlich durch Australien.

Ratzke arbeitete u. a zusammen mit Nina Hagen, Hanna Schygulla, Tiger Lillies und Romy Haag. Für seine Deutschen Nächte in Amsterdam lud er verschiedene Künstler ein. Er trat auf mit der New Yorker Downtown-Legende Joey Arias, der niederländischen Sängerin Ellen ten Damme und der US-amerikanischen Sopranistin Claron McFadden. In Deutschland spielte Ratzke u.a. im Tipi am Kanzleramt in Berlin, Berliner Ensemble, Schmidt Theater Hamburg, Tollwood München oder auf der Ruhrtriennale. Er gab Konzerte mit dem Metropole Orkest und dem Asko|Schönberg Ensemble.

Ratzke spielte die Hauptrolle in verschiedenen Musicalproduktion wie z.B. Cabaret. In der Spielzeit 2012 brachte er zusammen mit Claron McFadden eine Neuinterpretation der Dreigroschenoper im Concertgebouw (Amsterdam) auf die Bühne. Von 2013 bis 2016 spielte er die Hauptrolle in dem Musical Hedwig and the Angry Inch im Admiralspalast Berlin. Im Oktober 2015 feierte seine Show Starman mit Musik von David Bowie in Berlin Premiere. Mit der Show tourte Ratzke um die Welt und trat damit 2016 unter anderen beim Edinburgh Fringe Festival auf.[4] Ratzke war außerdem 2017 nominiert als Best Cabaret Performer für den Helpmann Award in Sydney, Australien.[5] Seine Show Homme Fatale erlebte im Oktober 2017 seine Premiere im Tipi am Kanzleramt in Berlin. Die Musik für diese Show stammt u.a. von Rufus Wainwright, Lisa Henningen, Fay Lovsky und Eddie Perfect. Im selben Jahr hatte seine TV-Sendung Ratzke Rendezvous, eine Late Night Show mit prominenten Gästen, Premiere in der ARD.

Ratzke schreibt Songs, Theaterstücke und Kolumnen, unter anderen für die Niederländische Tageszeitung De Gelderlander. Er veröffentlichte sechs CDs, u.a. bei dem Plattenlabel Challenge Records International. Er lebt in Amsterdam und Berlin.

Shows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001 – Deutschland mein Schlagerhotel (Premiere am 12. Oktober 2001 in der Philharmonie Vredenburg, Utrecht)
  • 2003 – I Shot The DJ (Premiere am 10. Oktober 2003 in der Bar jeder Vernunft, Berlin)
  • 2006 – Gigolos & Germans (Premiere am 20. Oktober 2006 in der Kleinen Komedie, Amsterdam)
  • 2009 – dEBUT (Premiere am 25. Oktober 2009 in der Kleinen Komedie, Amsterdam; deutsche Premiere am 20. April 2010 in der Bar Jeder Vernunft, Berlin)
  • 2011 – NachtSpiele (deutsche Premiere am 13. September 2011 in der Bar jeder Vernunft, Berlin; niederländische Premiere am 18. November im DeLaMar Theater Amsterdam)
  • 2012 – Groschenblues (Premiere am 17. Februar 2012 im Bimhuis, Amsterdam; deutsche Premiere am 19. April 2012 im Heimathafen, Berlin)
  • 2013 – On the Rocks (mit Ellen ten Damme) 30. April 2013, Tipi am Kanzleramt, Berlin
  • 2014 – Diva Diva's (Premiere 14. April 2014 im Renaissance Theater Berlin)
  • 2015 – Starman (Premiere 13. Oktober 2015 Tipi am Kanzleramt, Berlin)
  • 2017 – Homme Fatale (Premiere 16. Oktober 2017 Tipi am Kanzleramt, Berlin, New York Premiere am 24. Oktober in Lincoln Center)

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tagesspiegel bezeichnete Ratzke als „Homme fatal“, „Gesamtkünstler und Chamäleon“.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sven-ratzke.com; abgerufen am 25. Juli 2017
  2. Gegen das Klischee eines humorlosen Deutschen. Deutschlandfunk Kultur, 28. Dezember 2006.
  3. In Holland interessiert es keine Sau, was ich anhabe. Schwetzinger Zeitung, 21. September 2012.
  4. 7 of the best shows at the Edinburgh Fringe Festival. auf www.dailyrecord.co.uk; abgerufen am 25. Juli 2017
  5. Helpmann Awards 2017; abgerufen am 25. Juli 2017
  6. „Wilhelmshavener Knurrhahn“ – Kleinkunstpreis der Stadt Wilhelmshaven.; abgerufen am 25. Juli 2017
  7. www.tagesspiegel.de am 15. April 2012; abgerufen am 25. Juli 2017