TAKT

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TAKT (für TextAutor/innen- und Komponist/innen-Tagung) ist eine Künstlergruppe von Autoren und Komponisten, die nach ihrer Entstehung 1947 maßgeblich an der Entstehung der Musikgattung Neues Geistliches Lied beteiligt waren. Den Namen TAKT gab sich die Gruppe 1997.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1946 erschien unter Federführung von Hermann Stern (Landeskirchenmusikwart in Stuttgart) das erste Heft der Reihe Unser Monatslied. Es erwies sich bald als sinnvoll, zur Fortführung dieser Publikation zu Komponistentagungen einzuladen. Unser Monatslied war eine evangelische Publikation, die sich jedoch von Anfang an als ökumenisch verstanden hat. 1950 wurde die Arbeitsgemeinschaft für evangelische Jugendmusik (1962 AG Musik in der evangelischen Jugend e.V., heute Bundesverband Kulturarbeit in der evangelischen Jugend e.V.) gegründet. Unter dem Dach und auf Einladung dieser Organisation trafen sich fortan Maler, Schriftsteller und Komponisten zu Werkstatttagungen im Eichenkreuzheim in Willingen (Sauerland).

Ebenfalls 1947 entstand die katholische Werkgemeinschaft Lied und Musik mit dem gleichen Anliegen der Erneuerung des Kirchlichen Liedgutes und traf sich zu jährliche Tagungen.

Im Geist der Ökumene entschlossen sich die AG Musik und die Werkgemeinschaft 1971, einmal im Jahr eine gemeinsame Werkstatttagung durchzuführen. Entscheidenden Einfluss hierauf hatten die beiden Vorsitzenden, der evangelische Diakon und Kirchenmusikdirektor Joachim Schwarz (AGM) und der katholische Priester Johannes Aengenvoort (Werkgemeinschaft). Die gemeinsamen Tagungen endeten nach dem Tod von Aengenvoort. An den nachfolgenden Tagungen, nun in alleiniger Regie der AG Musik, nahmen jedoch weiterhin Autoren und Komponisten aus beiden großen Kirchen und den Evangelischen Freikirchen in Deutschland teil.

Textautoren und Komponistentagung auf dem Knivsberg (1988)

Von 1979 bis 1989 traf sich die Gruppe unter der Leitung von KMD Joachim Schwarz in der Bildungsstätte Jugendhof Knivsberg in Nordschleswig/Dänemark. Dies geschah nicht zuletzt, um so auch Autoren und Komponisten aus der damaligen DDR eine Teilnahme an den Tagungen zu ermöglichen. Diese bekamen für die Reise nach Dänemark leichter Reisegenehmigungen. Mit dem Fall der Mauer 1989 fiel dieser Zwang fort. Die Gruppe traf sich wieder in Deutschland, seit dieser Zeit als selbständige Gruppierung ohne Trägerschaft durch eine kirchliche Organisation.

Viele von Mitgliedern der Gruppe TAKT geschaffene Lieder haben Eingang in div. Liederbücher der christlichen Kirchen gefunden, nicht zuletzt in das 1975 herausgegebene Gesangbuch Gotteslob der Römisch-katholischen Kirche und in das zwischen 1993 und 1996 von den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) herausgegebene neue Evangelische Gesangbuch. Auch in freikirchlichen Gesangbüchern wie dem der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) haben die Mitglieder der Gruppe in der Sparte Neues Geistliches Lied deutliche Spuren hinterlassen. Prüfstein für viele Lieder waren Evangelische Kirchentage (DEKT) und Katholikentage, in deren Liederheften ein großer Teil des geschaffenen Liedgutes Aufnahme fand und so den „Härtetest“ für die spätere Nutzung in den Gemeinden absolvierte. Eine eigene Auswahl hat die Gruppe zum Kirchentag in Köln 2007 herausgegeben. Das Liederbuch Singen, um gehört zu werden ist im Strube-Verlag erschienen und umfasst 119 TAKT-Lieder aus drei Jahrzehnten.

Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekanntesten Neuen Geistlichen Liedern von TAKT-Autoren gehören Titel wie

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Mitgliedern der Gruppe TAKT gehörten und gehören u.a.:

Textautoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komponisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arnim Juhre (Hrsg.): Singen, um gehört zu werden. Jugenddienst-Verlag, Wuppertal 1976, ISBN 3-7795-7511-6.
  • Susanne Brandt, Frank Fockele, Hartmut Handt, Arnim Juhre, Klaus-Uwe Nommensen, Hartmut Reußwig und Lothar Veit (Hrsg.): Singen, um gehört zu werden. Neue Lieder aus drei Jahrzehnten. Strube, München 2007. (Vorwort)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]