Tatort: Wodka Bitter-Lemon

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Folge der Reihe Tatort
Originaltitel Wodka Bitter-Lemon
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
WDR
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Einordnung Folge 50 (Liste)
Erstausstrahlung 13. April 1975 auf ARD
Stab
Regie Franz Peter Wirth
Drehbuch Henry Kolarz
Produktion Michael Bittins
Kamera Justus Pankau
Schnitt Margot von Oven
Besetzung

Wodka Bitter-Lemon ist ein Fernsehfilm aus der Fernseh-Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der Film wurde vom WDR produziert und am 13. April 1975 zum ersten Mal gesendet. Er ist die 50. Folge der Tatort-Reihe, der vierte mit Kommissar Haferkamp.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Mann mittleren Alters ruft am späten Abend aus seinem Büro bei einer Adele an und erkundigt sich, ob sich Petra schon gemeldet habe. Dann versucht er es im "Bayrischen Hof" in München. Es handelt sich um den Fabrikanten Martin Koenen, dem auch ein nochmaliger Anruf im Hotel nicht weiter hilft. Auf dem Nachhauseweg sieht er bei regnerischem Wetter eine junge Frau am Straßenrand vor einer Diskothek stehen. Da sie völlig durchnässt ist, nimmt er sie zu sich mit nach Hause. Er deutet ihr an, sich leise zu verhalten. Trotzdem wird seine Ankunft von einer Dame bemerkt, die aber nur ihn wahrnimmt. Er bietet der jungen Frau einen Drink an, und sie wünscht sich sehr bestimmt Wodka Bitter-Lemon. Bei der Zubereitung überrascht sie ihn damit, dass sie in seinem Werk angelernt werde. Sie sei Irene Lersch und ging davon aus, dass er sie kenne. Ganz verdattert versäumt er, auch in seinen Drink Eiswürfel zu geben und entschuldigt sich für einen Moment. Nach einem nächtlichen Duschbad findet er das Mädchen tot auf seinem Teppich. Er registriert das leere Glas und will sich bei der Notrufzentrale melden. Dann besinnt er sich anders, verwischt die Spuren und bringt die Leiche in einen Park.

Haferkamp stellt sich bereits vor der Obduktion die Frage, wie so ein Mädchen an Zyankali komme. Unterdessen holt Koenen seine junge Frau Petra vom Flughafen ab, die damit nicht gerechnet hat. Die Beiden haben sich auf der Fahrt nicht viel zu sagen. Im Anwesen setzt er kurz an, von den Ereignissen der vergangenen Nacht zu erzählen, unterlässt es dann aber.

Die Ermittlungen führen Haferkamp in Koenens Betrieb, der auch giftige Substanzen einsetzt. Koenen weiß nicht, dass Irene Lersch eine Jadefigur aus seinem Wohnzimmer mitgenommen hat, die auch seinen Schreibtisch im Büro ziert. Dies und die Zeugenaussage von Irenes Freundin machen ihn verdächtig. Koenen ist seiner Schwester Adele gegenüber völlig ratlos und geschockt, als er von seiner Frau Petra gefragt wird, wie er an das Gift gekommen sei. Bei der Vernehmung können die Kommissare kein Motiv für Koenen erkennen. Haferkamp lässt sich die Angaben von Petra Koenen zu ihrem Aufenthalt in München während der Tatnacht von Kommissar Veigl bestätigen. Er lässt nicht locker, besucht Petra Koenen nach einem Ausritt und fährt mit ihr nach Düsseldorf. Beim Kaffee gesteht sie Haferkamp einen Ehestreit kurz vor ihrer Reise nach München und weist auf das schwierige Verhältnis zu ihrer Schwägerin hin. Mit Genugtuung übernimmt diese unterdessen die Unternehmensführung.

Die Ermittlungen führen in die ehemalige Goldschmiedewerkstatt von Petra Koenen, wo eine größere Menge Zyankali fehlt. Haferkamp und seine Ex-Frau Ingrid reisen ihr nach Sylt hinterher. Ingrid besucht eine Vernissage und lernt Frau Koenens Schwarm Joschi kennen. Der hat große Geldprobleme. Ingrid erfährt von einer Methode, bei der man Gift in Eiswürfel einfriert, um diese in einen beliebigen Drink beizugeben. Haferkamp kann Koenens Frau des Mordes überführen, doch diese wollte in Wahrheit ihren Mann aus dem Weg räumen.

Drehorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Szene, in der Haferkamp auf Petra Koenen beim Ausritt trifft, wurde am Schloss Hugenpoet in Kettwig gedreht. Die darauffolgende Szene, in der beide auf einem Marktplatz gemeinsam Kaffee trinken, entstand auf dem Burgplatz in Düsseldorf. Das Anwesen der Familie Koenen befindet sich im Briller Viertel in Wuppertal. Weitere Szenen entstanden vor der Essener Polizei-Leitstelle in der Büscherstraße, am Düsseldorf Flughafen und auf Sylt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm zeigen mit dem Daumen nach oben und schreiben: „Trotz Schnapstitel kühl und sachlich“.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Holger Wacker: Das große Tatort Buch. Henschel Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89487-353-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Wodka Bitter-Lemon. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2010 (PDF; Prüf­nummer: 123 083 V).
  2. [1] Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 18. September 2016.