Thalkirchdorf

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Thalkirchdorf
Koordinaten: 47° 33′ 11″ N, 10° 5′ 20″ O
Höhe: 741 m
Eingemeindung: 1972
Postleitzahl: 87534
Vorwahl: 08325
Kirchdorf, der Hauptort von Thalkirchdorf

Thalkirchdorf ist seit 1972 ein Ortsteil des Marktes Oberstaufen im Landkreis Oberallgäu, ein im Konstanzer Tal gelegenes Pfarrdorf.

Dorfgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thalkirchdorf wird auch das „Dorf der sieben Dörfer“ genannt, da es aus den sieben Dörfern Kirchdorf, Knechtenhofen, Konstanzer, Lamprechts, Osterdorf, Salmas und Wiedemannsdorf besteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1258 wird in einem Würzburger Lehenbuch das erste Mal ein Ort namens „Kilchdorf“ erwähnt. Vermutlich reicht die Besiedelungsgeschichte aber weiter zurück, da bereits um 250 n. Chr. eine Römerstraße, die „Via Decia“, durch das Konstanzer Tal führte welche sich im 14. Jahrhundert zur wirtschaftlich bedeutenden Salzstraße entwickelte.

Am 1. Januar 1972 wurde Thalkirchdorf in den Markt Oberstaufen eingegliedert.[1]

Am Hündle, einer örtlichen Skipiste, fanden in den 1980er Jahren Skiweltcup-Rennen der Damen statt.

Hündlebahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hündle-Gondelbahn (2013)

Die Hündle-Sesselbahn war ein 1963 erbauter 950 Meter langer Doppelsessellift bei Hündle-Thalkirchdorf (Knechtenhofen), der einen Höhenunterschied von 285 Metern überwandt. Der Antrieb der Hündle-Erlebnisbahn, deren Seil 26 mm Durchmesser hatte, erfolgte in der Talstation. Die Hündle-Erlebnisbahn besaß 85 Sessel und verfügte über eine Förderleistung von 710 Personen pro Stunde. Sie wurde nach ihrer letzten Fahrt am 5. November 2012 stillgelegt und abgebaut.

Am 22. Dezember 2012 startete der Winterbetrieb der neuen, von Doppelmayr erstellten Hündle-Gondelbahn mit einem Tag Verspätung. Die moderne Bahn ist eine Gondelbahn mit 8er-Kabinen und unter anderem ausgestattet mit Sitzheizung. Sie überwindet bei einer schrägen Länge von 930 Meter eine vertikale Höhe von 294 Meter und kann maximal 2.400 Personen pro Stunde befördern.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thalkirchdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 571.
  2. Doppelmayr/Garaventa-Imagebroschüre 2012, Seiten 54/55