The Monkees

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The Monkees
Monkees-logo.svg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Rock
Gründung 1965
Auflösung 1971
Website www.monkees.net
Letzte Besetzung
Michael Nesmith
Gesang, Perkussion
Davy Jones († 2012)
Gesang, Schlagzeug
Micky Dolenz
Gesang, E-Bass, Keyboard
Peter Tork

The Monkees war eine US-amerikanische Pop-Rock-Band, die in den 1960er Jahren Mittelpunkt der gleichnamigen Fernsehserie war und außerdem zahlreiche Hitparadenerfolge erzielen konnte. Die Fernsehserie lief vom 12. September 1966 bis zum 9. September 1968 beim Sender NBC.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 8. September 1965 erschien im Prominenten-Magazin Variety und anderen Zeitschriften eine Anzeige, in der „vier verrückte Jungs zwischen 17 und 21 Jahren“ für eine Fernsehshow gesucht wurden. Diese als Serie geplante Show sollte die Abenteuer einer unbekannten, jungen, langhaarigen und modern gekleideten Beat-Gruppe mit ihren Träumen von Ruhm und Erfolg schildern. Diese Träume sollten Wirklichkeit werden. Aus den 437 Bewerbern wurden Micky Dolenz (Schlagzeug, Gesang), Peter Tork (E-Bass, Gesang), Michael Nesmith (Gitarre, Gesang) und David „Davy“ Jones (Gitarre, Gesang) ausgesucht. Nur zwei der Bandmitglieder waren schon als Schauspieler im Fernsehen aufgetreten: Micky Dolenz, der als Kinderstar in der Jugendserie Corky und der Zirkus (Circus Boy, 1956) einen Zirkusjungen spielte, und Davy Jones, der unter anderem in der britischen Serie Coronation Street und einer Broadway-Aufführung des Musicals Oliver! mitgewirkt hatte.[1]

Der US-amerikanische Musikverleger, -produzent und -promoter Don Kirshner setzte die Band für zwei Monate in Tonstudios, um ihnen die grundlegenden Fertigkeiten beizubringen.[2] Bereits im Oktober 1965 erhielten sie bei dessen neu gegründetem Plattenlabel Colgems einen Plattenvertrag. Aber nicht, weil sie die Plattenmanager von ihren stimmlichen oder instrumentalen Fähigkeiten überzeugt hatten, sondern weil sie als Gruppe für die TV-Serie gebraucht wurden, die ab 12. September 1966 bei NBC starten sollte. Die Sitcom sollte laut Drehbuch den Titel The Monkees tragen, und so lag es nahe, auch die künstlich zusammengestellte Truppe so zu benennen. Für die Serie schrieb das Komponistenteam Tommy Boyce und Bobby Hart einige Songs. Die Monkees beschränkten sich zunächst auf den Gesang, während die Studio-Band The Candy Store Prophets die Musik einspielte.

Am 12. September 1966 lief die erste von 58 Serienfolgen. Kurz zuvor war am 16. August 1966 mit gutem Timing und einer aufwendigen Werbekampagne die erste Single der Monkees, Last Train to Clarksville, erschienen. Sie kam am 10. September 1966 in die Pop-Charts, begann auf Rang 67 und erreichte am 5. November den ersten Platz, begünstigt durch die parallel laufende TV-Serie. Es folgte I’m a Believer, geschrieben von Neil Diamond, das sowohl in den USA als auch in Großbritannien und Deutschland Platz 1 der Hitparade belegte.[3][4][5]

Es folgten weitere Hits, unter anderem Daydream Believer aus der Feder von John Stewart.[6] Für die einzelnen Folgen erhielten die Monkees in der ersten Staffel je 450 US-Dollar. Ab der zweiten Staffel stieg ihr Gehalt auf 750 Dollar pro Folge. Trotz des Erfolgs auf dem Musikmarkt hatten die Bandmitglieder jedoch große Probleme mit ihren weiteren Darstellungen in der Fernsehserie, wo sie als alberne Schwachköpfe agieren mussten. Außerdem strebten sie – insbesondere Michael Nesmith und Peter Tork – danach, selbstkomponierte Stücke präsentieren zu dürfen und sich nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Musiker einen Namen zu machen. Letzteres war schwierig, weil schnell bekannt wurde, dass bei den Plattenaufnahmen andere Musiker mitgewirkt hatten.

Die Gruppe erhielt 1968 in Deutschland hinter den Bee Gees und den Beatles den Bronzenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift Bravo. Im Herbst 1968 wurde die Fernsehserie eingestellt und im Dezember verließ Tork die Band. Am 30. November 1969 gab die Gruppe ihr Abschiedskonzert.

Am 29. Februar 2012 verstarb Davy Jones im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt.

Remakes und Nachruhm[Bearbeiten]

1987 versuchte Columbia Pictures unter dem Titel New Monkees an den Erfolg der alten Serie anzuknüpfen. Die Serie wurde allerdings bereits nach dreizehn Folgen abgesetzt.

Michael Nesmith war später einer der Gründer von MTV. 1997 drehte er einen Revival-Film unter dem Titel Hey, Hey, It’s the Monkees, der die originären Bandmitglieder in ihren Fernsehrollen nach dreißig Jahren immer noch auf der Suche nach Erfolg zeigt. Dieser einstündige Film ist die fiktive Episode 781 der ursprünglichen Serie und den Autoren gehen „langsam“ die Ideen für neue Plots aus. Es wurden drei Musikvideos aus dem Album Justus von 1996 gezeigt sowie ein Medley aller bekannten Monkees-Stücke gespielt.

Im Jahr 2000 verfilmte der Regisseur Neill Fearnley unter dem Titel Vergänglicher Ruhm – Die Monkees-Story (Daydream Believers: The Monkees Story) die Entstehungsgeschichte der Band als Spielfilm. In einer Szene wird gezeigt, wie eine Person Noten mit einer Flüssigkeit, die in den USA Liquid Paper genannt wird (in Deutschland vergleichbar mit Tipp-Ex), übermalt. Die Flüssigkeit wurde von Michael Nesmiths Mutter erfunden.

Die Monkees bekamen bei der Adresse 6679 Hollywood Blvd. einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8][9] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1966 The Monkees 11
(4 Wo.)
1
(37 Wo.)
1
(102 Wo.)
US: 5-fach-Platin
in US 1966 (78 Wo.) und 1986 (24 Wo., Platz 92) in den Charts
1967 More of the Monkees 16
(16 Wo.)
1
(25 Wo.)
1
(96 Wo.)
US: 5-fach-Platin
in US 1967 (70 Wo.) und 1986 (26 Wo., Platz 96) in den Charts
1967 Headquarters 29
(12 Wo.)
2
(19 Wo.)
1
(68 Wo.)
US: Doppelplatin
in US 1967 (51 Wo.) und 1986 (17 Wo., Platz 121) in den Charts
1967 Pisces, Aquarius, Capricorn
& Jones Ltd.
18
(12 Wo.)
5
(11 Wo.)
1
(64 Wo.)
US: Doppelplatin
in US 1967 (47 Wo.) und 1986 (17 Wo., Platz 124) in den Charts
1968 The Birds, the Bees & the Monkees 28
(4 Wo.)
3
(50 Wo.)
US: Platin
in US 1968 (39 Wo.) und 1986 (11 Wo., Platz 145) in den Charts
1969 Head 45
(15 Wo.)
1969 Instant Replay 32
(15 Wo.)
1969 The Monkees Present 100
(14 Wo.)
1986 Changes 152
(4 Wo.)
Micky Dolenz und Davy Jones
Erstveröffentlichung: 1970
1987 Pool It 72
(9 Wo.)
weitere Alben
  • 1988: Talk Downunder
  • 1996: Justus
  • 2000: Headquarters Sessions

Livealben[Bearbeiten]

  • 1987: Live 1967
  • 2001: Summer 1967 – The Complete US Concert Recordings (Box mit 4 CDs)
  • 2002: MonkeeMania 2002 Live in Toronto
  • 2003: Live Summer Tour
  • 2003: Extended Versions: The Encore Collection

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8][9] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1976 The Monkees Greatest Hits 58
(30 Wo.)
US: Platin
1986 Then & Now …
The Best of the Monkees
21
(34 Wo.)
UK, US: Platin
1989 Hey Hey It’s the Monkees –
Greatest Hits
12
(9 Wo.)
1997 Here They Come …
The Greatest Hits of the Monkees
15
(10 Wo.)
UK: Gold
2001 The Definitive Monkees 15
(7 Wo.)
UK: Gold
2003 The Best of the Monkees 20
(9 Wo.)
US: Gold
2012 I’m a Believer – The Best Of 84
(1 Wo.)
UK: Silber
2012 Flashback with the Monkees 125
(6 Wo.)
2012 Monkeemania – The Very Best Of 70
(2 Wo.)
2013 The Monkees Present
(Deluxe Box Set 2013)
174
(1 Wo.)
weitere Kompilationen
  • 1971: Barrel Full of Monkees (2 LPs)
  • 1972: Re-Focus
  • 1972: 25 Hits of the Monkees
  • 1972: The Best of the Monkees
  • 1976: The Monkees
  • 1981: The Monkees
  • 1982: 20 Golden Greats
  • 1982: More Greatest Hits
  • 1982: Monkee Business (Picture Disc)
  • 1983: Here Come the Monkees
  • 1984: The Monkees
  • 1984: Monkee Flips
  • 1984: Hey-Hey-It’s the Monkees: 20 Smash Hits
  • 1985: Hit Factory (2 LPs)
  • 1987: Missing Links
  • 1988: Hey Hey We’re the Monkees
  • 1988: The Monkees
  • 1990: Missing Links, Vol. 2
  • 1991: Listen to the Band (Box mit 4 CDs)
  • 1992: The ★ Collection – 25th Anniversary Edition
  • 1994: 18 Great Singles – Volume 1
  • 1994: Hey-Hey-It’s the Monkees 16 Smash Hits
  • 1995: Greatest Hits (US: Gold)
  • 1996: I’m a Believer – Best
  • 1996: A Barrelful of Monkees (Lieder der Monkees für Kinder)
  • 1996: Missing Links, Volume Three
  • 1997: I’m a Believer and Other Hits
  • 1998: Daydream Believer and Other Hits
  • 1998: Anthology (2 CDs)
  • 2001: Music Box (4 CDs)
  • 2001: The Definitive Monkees (auch als limitierte Doppel-CD) (UK: Gold)
  • 2002: The Essentials
  • 2003: Daydream Believer (UK: Silber)
  • 2003: The Best of the Monkees
  • 2005: The Platinum Collection
  • 2005: The Platinum Collection Volume 2
  • 2005: Daydream Believer – The Collection
  • 2007: The Works – A 3 C.D. Retrospective (3 CDs)
  • 2007: Last Train to Clarksville and Other Hits
  • 2007: The Monkees (Collector’s Edition) (Box mit 3 CDs)
  • 2009: Original Album Series (Box mit 5 CDs)
  • 2014: The Monkees (Box mit 3 CDs)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[7][9] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1966 Last Train to Clarksville
The Monkees
29
(4 Wo.)
23
(7 Wo.)
1
(15 Wo.)
US: Gold
1966 I’m a Believer
More of the Monkees
1
(18 Wo.)
1
(16 Wo.)
1
(18 Wo.)
1
(15 Wo.)
US: Gold
1966 (I’m Not Your) Steppin’ Stone
More of the Monkees
20
(8 Wo.)
1967 A Little Bit Me, a Little Bit You
Greatest Hits
7
(10 Wo.)
4
(8 Wo.)
3
(12 Wo.)
2
(10 Wo.)
US: Gold
1967 The Girl I Knew Somewhere
More of the Monkees
7
(10 Wo.)
4
(8 Wo.)
39
(5 Wo.)
1967 Alternate Title (Randy Scouse Git)
The Monkees (1981)
11
(12 Wo.)
14
(4 Wo.)
2
(12 Wo.)
1967 Pleasant Valley Sunday
Pisces, Aquarius, Capricorn & Jones Ltd.
18
(2 Wo.)
11
(8 Wo.)
3
(10 Wo.)
US: Gold
1967 Words
Pisces, Aquarius, Capricorn & Jones Ltd.
11
(9 Wo.)
1967 Mary, Mary
More of the Monkees
13
(4 Wo.)
1967 Daydream Believer
The Birds, the Bees & the Monkees
4
(16 Wo.)
7
(8 Wo.)
10
(1 Wo.)
5
(18 Wo.)
1
(16 Wo.)
US: Gold
1968 Valleri
The Birds, the Bees & the Monkees
11
(8 Wo.)
20
(4 Wo.)
12
(8 Wo.)
3
(10 Wo.)
US: Gold
1968 Tapioca Tundra
The Birds, the Bees & the Monkees
34
(6 Wo.)
1968 D.W. Washburn
The Monkees (1976)
17
(6 Wo.)
19
(7 Wo.)
1968 It’s Nice to Be with You
The Monkees (1976)
51
(7 Wo.)
1968 Porpoise Song
Head
62
(6 Wo.)
1969 Teardrop City
Instant Replay
44
(1 Wo.)
56
(7 Wo.)
1969 Someday Man
The Monkees (1976)
47
(1 Wo.)
81
(2 Wo.)
1969 Listen to the Band
The Monkees Present
63
(8 Wo.)
1969 Good Clean Fun
The Monkees Present
82
(5 Wo.)
1970 Oh My My
Changes
98
(2 Wo.)
1980 The Monkees EP 33
(12 Wo.)
1986 That Was Then This Is Now
Then & Now … The Best of the Monkees
68
(4 Wo.)
20
(14 Wo.)
Micky Dolenz und Peter Tork
1987 Heart and Soul
Pool It!
87
(4 Wo.)
weitere Singles
  • 1967: (Theme From) The Monkees
  • 1969: Daddy’s Song
  • 1969: Mommy and Daddy
  • 1970: Hey Hey with the Monkees
  • 1971: Do It in the Name of Love (Mickey Dolenz und Davy Jones)
  • 1983: Steam Engine
  • 1986: Christmas Is My Time of Year (We Three Monkees)
  • 1987: Heart and Soul
  • 1987: Every Step of the Way
  • 2007: Daydream Believer (Alternate Mix)
  • 2010: St. Matthew (Acoustic Version)
  • 2010: Porpoise Song (Instrumental Mix)
  • 2011: Circle Sky (Live)
  • 2011: I Go Ape (Acetate Version)
  • 2013: Good Clean Fun (Alternate Mix)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: The Monkees – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Julia Edenhofer: Das Große Oldie Lexikon. Bastei-Lübbe, 1991, ISBN 3-404-60288-9, S. 427.
  2. Joseph Murrells: Million Selling Records. 1985, S. 226
  3. Joel Whitburn: The Billboard Book of Top 40 Hits, ISBN 0-8230-7690-3
  4. Suchmaske, „Monkees“ everyhit.com
  5. Hit-Bilanz, Deutsche Chart Singles 1956–1980. Taurus-Press, ISBN 3-922542-24-7
  6. Text und Musik von John Stewart; Produzent: Chip Taylor; US-Katalognummer: Colgems 1012; nähere Informationen zu dem Titel siehe: Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Hits. 3. überarbeitete und erweiterte Aufl. Billboard Publications, New York City 1992, S. 233
  7. a b c Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  8. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  9. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US