Theodor-Fliedner-Gymnasium

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Theodor-Fliedner-Gymnasium
Theodor-Fliedner-Gymnasium, Kalkumer Schlossallee 28, Düsseldorf-Kaiserswerth (04).jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1908
Adresse

Kalkumer Schlossallee 28
40489 Düsseldorf

Ort Kaiserswerth, Düsseldorf
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 18′ 20″ N, 6° 44′ 47″ OKoordinaten: 51° 18′ 20″ N, 6° 44′ 47″ O
Träger Evangelische Kirche im Rheinland
Schüler ca. 1250
Lehrkräfte ca. 100
Leitung Christoph Deußen[1]
Website tfg-duesseldorf.de

Das Theodor-Fliedner-Gymnasium (TFG) ist ein Gymnasium im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth und zählt zu den größten evangelischen Schulen in Deutschland.

Schulbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Theodor-Fliedner-Gymnasium ist nach dem evangelischer Pastor, Sozialreformer und Gründer der Kaiserswerther Diakonie Theodor Fliedner benannt und wird von der Evangelischen Kirche im Rheinland getragen. Die Schule verfügt unter anderem über eine Cafeteria und ein Selbstlernzentrum. Für die Sporterziehung stehen eine Sporthalle, eine Schwimmhalle, eine Kletterwand sowie ein Footballteam zur Verfügung. Neben dem normalen Unterricht werden AGs und Neigungskurse, spezielle Fördermaßnahmen, Schulgottesdienste, Kooperationen mit außerschulischen Partnern sowie Lernberatung und psychologische Hilfen angeboten. Unterstützt wird der Schulbetrieb von einem Förderverein sowie der EKiR-Schulstiftung.[2]

Im Schuljahr 2018/19 besuchten rund 1250 Schülerinnen und Schüler die Schule, die von 100 Lehrkräften unterrichtet wurden. Sie zählt damit zu den größten evangelischen Schulen in Deutschland.[3]

Das Gymnasium hat seit 1970 eine Schulpartnerschaft mit der israelischen Ha’emek Hama’aravi Regional High School in Jif’at,[4] seit 1993 mit dem polnischen allgemein-bildenden Lyzeum in Działdowo[5] und seit 15 Jahren mit einer niederländischen Schule in Nijmegen.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge der Schule gehen auf die von Theodor Fliedner und seiner Frau Caroline Fliedner am 13. Oktober 1836 gegründete „Bildungsanstalt für evangelische Pflegerinnen“ zurück. 1925 wurde zusätzlich ein Oberlyzeum gegründet aus dem später das Gymnasium hervorging.[3] In den 1960er Jahren zog das Theodor-Fliedner-Gymnasium aus dem Gebäude der nun Gemeinschafts-Grundschule Kaiserswerths in das heutige Schulgebäude.

2012 wurde das Schulgebäude umgebaut und erweitert.[7] Die Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland förderte in dem Zusammenhang den Bau der Cafeteria, des Schwimmbades und des Sportplatzes sowie die Anschaffung eines eigenen Busses.[8]

Im Jahr 2017 sammelte der Förderverein rund 76.000 Euro um schulische Projekte zu unterstützen.[9] Für das Schuljahr 2019/20 war es laut Pressemeldungen nach Neuanmeldungen das beliebteste Gymnasium in ganz Düsseldorf.[10]

Schulgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schulgebäude wurde zwischen 1962 und 1967 nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Christoph Parade erbaut. Der Entwurf ist preisgekrönt, wurde auf verschiedenen Ausstellungen, wie beispielsweise 1978 in Paris, gezeigt und ist in mehreren Architekturführern beschrieben.[11]

Die Schule besteht aus mehreren ein bis dreigeschossigen Gebäuden mit Flachdach in loser Anordnung im Stil einer Pavillonschule. Die Gebäude teilen sich auf in ein Kinderhaus mit den Klassenräumen für die 5. und 6. Jahrgangsstufe, dem Hauptgebäude mit den Jahrgangsstufen 7 bis 12, Funktionsräumen und Aula. Daneben befinden sich die Sporthalle und eine Schwimmhalle mit Hubboden. Zusätzlich besteht ein Pavillon in dem hauptsächlich die Oberstufe untergebracht ist.[12] In der Aula des Gymnasiums befindet sich eine 1970 von Hans-Joachim Schuke gebaute Orgel mit 15 Registern.

Auszeichnungen und Projekte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Schulgebäude wurde 1970 mit dem 2. Architekturpreis des BDA für vorbildliche Architektur prämiert.[11]
  • Der 2012 fertiggestellte Umbau nach Plänen der Architektin Claudia Gehse vom Dezernat Bauen und Liegenschaften Landeskirchenamt der EKiR Düsseldorf wurde mit dem Schulbaupreis 2013 der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.[7]
  • 2013 wurden das U16-Team des TFG Meister in der Oberliga, der zweithöchsten U16-Spielklasse des American Football und Cheerleading Verbandes Nordrhein-Westfalens.[13]

Ehemalige Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Theodor-Flieder-Gymnasium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julia Brabeck: Frischer Wind für das Fliedner-Gymnasium. In: rp-online.de. 21. Oktober 2020, abgerufen am 3. November 2020.
  2. Theodor-Fliedner-Gymnasium. In: Mein Kaiserswerth. Abgerufen am 24. Mai 2019.
  3. a b Henrik Simojoki, Annette Scheunpflug, Martin Schreiner: Evangelische Schulen und religiöse Bildung in der Weltgesellschaft. Waxmann, 2018, ISBN 978-3-8309-3798-2, S. 163 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Schulpartnerschaft Theodor-Fliedner-Gymnasium - Ha'emek Hama'aravi Regional High School, Yifat. In: Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zur Begegnung und zum Austausch junger Menschen mit Israel. Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V., abgerufen am 24. Mai 2019.
  5. Jahresbrief 2002 10 Jahre Deutsch-polnischer Schulaustausch zwischen dem Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf-Kaiserswerth und dem allgemein-bildenden Lyzeum in Dzialdowo
  6. Alfons Scholten: Ein Blick zurück als Schritt nach vorn. In: Europäische Erziehung. Jg. 41, Nr. 2, 2011, S. 5–13.
  7. a b Architektenkammer Nordrhein-Westfalen: Schulbaupreis 2013 Auszeichnung beispielhafter Schulbauten in Nordrhein-Westfalen. S. 22 (aknw.de [PDF]).
  8. Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland
  9. Förderverein
  10. Erster Anmeldedurchgang bei den weiterführenden Schulen: Humboldt- und Fliedner-Gymnasium sind besonders beliebt, rp-online.de, 23. Februar 2019.
  11. a b Christoph Parade: Theodor-Fliedner-Gymnasium. Abgerufen am 24. Mai 2019.
  12. Gretl Hoffmann: Reiseführer zur modernen Architektur: Deutschland: Bundesrepublik und West-Berlin. Verlag J. Hoffman, 1968, S. 45 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  13. Mark Zeller: Fliedner-Schüler feiern Football-Meisterschaft. In: Rheinbote. 13. November 2013, abgerufen am 24. Mai 2019.