Thien Tran

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Thien Tran (* 17. Juli 1979 in Ho-Chi-Minh-Stadt; † 16. Dezember 2010 in Paris) war ein deutschsprachiger Schriftsteller aus Südvietnam.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thien Tran kam 1982 aus Südvietnam nach Deutschland, wo er bis zu seinem Tod in Paris im Alter von 31 Jahren lebte. Nach dem Abitur studierte er Germanistik, Philosophie und klassische Literaturwissenschaft in Köln. Seit 2004 veröffentlichte er Gedichte in Anthologien, Literaturzeitschriften und im Internet. Zu Thien Trans kurzen, aus wenigen Wörtern und Versen montierten Gedichten schrieb die Kölner Stadtrevue: Häufig wird der zeitgenössischen Lyrik vorgeworfen, sie sei zu kryptisch und absichtsvoll verschlüsselt — wer ein Gegenbeispiel sucht, der wird bei Thien Tran fündig. In seinem beachtlichen Debüt demonstriert der Autor, wie komplexe Gedanken verhandelbar gemacht werden können, ohne an Differenziertheit zu verlieren.[1] Im September 2019 erschien im Elif Verlag eine von dem Berliner Dichter Ron Winkler herausgegebene Sammlung von Thien Trans Gedichten.

Thien Tran lebte in Köln.

Einzeltitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • fieldings, Gedichte. Mit Illustrationen von Lena Baklanova. Verlagshaus J. Frank, Berlin 2010.
  • Gedichte, herausgegeben von Ron Winkler. Elif Verlag 2019

Anthologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes CS Frank, Felix Scheinberger, Dominic Ziller (Hg.), Märchenland. Die Gebrüder Grimm in Israel, Verlagshaus J. Frank, Berlin 2010.
  • Christian Lux (Hg.), freie radikale lyrik. 13 Dichter vor ihrem ersten Buch, luxbooks, Wiesbaden 2010.
  • Axel Kutsch (Hg.), Versnetze_zwei. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2009.
  • Ron Winkler (Hg.), Hermetisch offen, Verlagshaus J. Frank, Berlin 2008.
  • Ron Winkler (Hg.), Neubuch. Neue junge Lyrik, yedermann, Riemerling 2008.
  • Liane Dirks, Bettina Hesse (Hgg.), Über die Verhältnisse. 30 Jahre Literatur-Atelier Köln, Dittrich Verlag, Weilerswist 2019.

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lyrikkalender: Shafiq Naz (Hg.), Der deutsche Lyrikkalender 2010 und 2011, Alhambra Publishing (Niederlande) 2009, 2010.
  • Literaturzeitschriften: Artic. Texte aus der fröhlichen Wissenschaft, Belletristik, Carpe Plumbum, Floppy Myriapoda, Shampoo Poetry, BELLA triste.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachrufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mara Genschel und Martin Schüttler, Gefühlte Minute für Thien Tran[3]
  • Ron Winkler, Das Orange ist anders jetzt[4]
  • Tom Bresemann, Simone Kornappel, Philip Maroldt, Eine Todesanzeige zum Tod von Thien Tran[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzvita von Thien Tran und Vorstellung seines Gedichtbandes „fieldings“ (erschienen im April 2008). belletristik-berlin.de, abgerufen am 5. Mai 2015.
  2. Thomas Böhm: Laudatio zum Rolf-Dieter-Brinkmann-Preis. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) belletristik-berlin.de, 2009, archiviert vom Original am 19. August 2014; abgerufen am 5. Mai 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.belletristik-berlin.de
  3. Mara Genschel, Martin Schüttler: Gefühlte Minute für Thien Tran. poetenladen.de, 8. Januar 2011, abgerufen am 5. Mai 2015.
  4. Ron Winkler: Das Orange ist anders jetzt. Nachruf auf einen Dichter. poetenladen.de, 4. Januar 2011, abgerufen am 5. Mai 2015.
  5. Tom Bresemann, Simone Kornappel, Philip Maroldt: Todesanzeige für Thien Tran. lyrikkritik.de, 12. Januar 2011, abgerufen am 13. Februar 2020.