Thomas Breit

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Thomas Breit (* 16. März 1880 in Ansbach; † 18. November 1966 in Augsburg) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breit besuchte ein humanistisches Gymnasium und studierte ab 1898 Mathematik und Evangelische Theologie in Erlangen und Greifswald. Seine ersten Seelsorgestationen führten ihn an das Pfarrwaisenhaus in Windsbach, die Spitalkirche in Nördlingen und nach Baldingen. 1905 kam er als Hilfsgeistlicher in die Lukasgemeinde in München, zwischen 1908 und 1925 bekleidete er die Pfarrstelle in St. Ulrich in Augsburg. Während des Ersten Weltkriegs wirkte er als Feldseelsorger.

Ab 1925 war Breit Dekan in Hof und wurde 1933 zum Oberkirchenrat im Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenrat in München ernannt. Nach seiner Beurlaubung für andere Aufgaben im Oktober 1934 war er bis 1938 Vertreter der lutherischen Landeskirchen bei der Bekennenden Kirche, gehörte dem Reichsbruderrat an und war beteiligt an der Ausarbeitung der Barmer Theologischen Erklärung im Vorfeld der ersten Barmer Bekenntnissynode.[1] Im April 1945 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm er 1947 die Leitung des Martin-Luther-Bundes. Von seiner Gründung im Dezember 1947 bis 31. Dezember 1959 war er als Vertreter der Religionsgemeinschaften Mitglied des Bayerischen Senats. In den ersten Jahren dieser ARD-Sendung trat er auch als Sprecher von Das Wort zum Sonntag auf.[2]

Der Mediziner Reinhard Breit und der Theologe Dieter Breit sind seine Enkel.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reformation gestern und heute. Hrsg. von Th. Breit, München 1930
  • Wozu Religion?, Nürnberg 1930
  • Gemeindeaufbau in der evangelischen Kirche. Von Thomas Breit und Friedrich Langenfaß, München 1930
  • Bekenntnisgebundenes Kirchenregiment, München 1936 (Bekennende Kirche; 45=5. Reihe)
  • Sammlung von Feldpredigten im Landeskirchlichen Archiv Nürnberg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sonderausgabe der Nachrichten der evang.-lutherischen Kirche in Bayern anlässlich 80 Jahre Barmer Theologische Erklärung, bayern-evangelisch.de, Sonderausgabe I/2014 69. Jahrgang.
  2. Vgl. Sprecherinnen und Sprecher seit 1954.