Thomas Jung (Dirigent)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wikipedia:Löschregeln Dieser Artikel wurde zur Löschung vorgeschlagen.

Falls Du Autor des Artikels bist, lies Dir bitte durch, was ein Löschantrag bedeutet, und entferne diesen Hinweis nicht.
Zur Löschdiskussion

Begründung: Relevanz nicht dargestellt --ZxmtIst das Kunst? 15:56, 4. Okt. 2018 (CEST)

Info.svg Dieser Artikel wird eventuell gelöscht, er wurde vorsichtshalber in das Vereins-Wiki exportiert. -- Frank schubert (Diskussion) 20:27, 4. Okt. 2018 (CEST)

Thomas Jung (* 1984 in Limburg an der Lahn) ist ein deutscher Dirigent.

Leben und Wirken

Thomas Jung wuchs in Limburg-Dietkirchen auf und machte 2004 an der Tilemannschule das Abitur.[1][2] Er studierte an der Hochschule für Musik Köln bei Volker Wangenheim sowie der University of Cambridge und von Ende 2010 bis 2012 am Kingʻs College Cambridge.[2] Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Stiftung DEY und des Richard Wagner Verbandes. Er arbeitete mehrfach als Assistent für Bernard Haitink.[2]

Jung wirkt als Dirigent und künstlerischer Leiter des Flora Sinfonie Orchesters Köln[3] und künstlerischer Leiter des Studio Orchesters Duisburg.[4] In der Spielzeit 2015/16 war er Assistant Conductor und Zander-Fellow beim Boston Philharmonic Orchestra und beim Boston Philharmonic Youth Orchestra.[5] Darüber hinaus leitete er die Opernproduktion Moses muss singen an den Städtischen Bühnen Münster.[6] Für die Biennale Sydney 2018 arbeitete er mit dem Komponisten Samson Young zusammen. Für die Realisierung von Youngs Muted Situation #22: Muted Tschaikovsky's 5th[7] spielte er mit dem Flora Sinfonie Orchester die 5. Sinfonie von Peter Tschaikowski ein.[8][9]

2018 erhielt Thomas Jung im Rahmen des Constant Lambert Fellowship-Programms ein zweijähriges Engagement als Constant Lambert Conducting Fellow am Royal Opera House in London, wo er für das Royal Ballet sowie das Birmingham Royal Ballet dirigiert.[10][11][12]

Jung ist verheiratet und Vater einer Tochter.[2]

Auszeichnungen

2017 wurde Thomas Jung in München mit dem Eugen-Jochum-Preis ausgezeichnet.[13] Im Herbst 2012 erhielt er für sein Engagement den Kulturpreis der Stiftung Filippas Engel.[14] Ebenfalls 2012 erhielt das Jugend-Kammerorchester Musica Viva unter seiner Leitung den 1. Preis beim Deutschen Orchesterwettbewerb und wurde darüber hinaus mit dem Sonderpreis »Best Performance« ausgezeichnet.[15]

Veröffentlichungen und Vortäge

Während seines Studiums war Thomas Jung in vielfältige wissenschaftliche Projekte eingebunden und hat in dieser Zeit an zahlreichen Veröffentlichungen mitgewirkt:

  • mit Frank Beiler, Olaf Sanders und Phillipp Thomas: Kleine Theorie der unbedingten Schule. Katzenberg Verlag, Hamburg 2015.[16]
  • Lemmata in Arnold Jacobshagen (Hrsg.): Sachlexikon des Musiktheaters. Laaber-Verlag, Laaber 2016:
    • Kinderoper,
    • Schuloper,
    • Intentionales Musiktheater und
    • Weihnachtsmärchen
  • Ariane sans Barbe-Bleue – Genderperspektive als Aufklärung. In: Annette Kreutziger-Herr (Hrsg.); Katrin Losleben (Hrsg.): History/Herstory – Alternative Musikgeschichten. Böhlau Verlag, Köln und Weimar 2008, S. 217–230.
  • Artikel in Annette Kreutziger-Herr (Hrsg.); Winfried Bönig (Hrsg.): Die 101 wichtigsten Fragen – Klassische Musik. C.H. Beck Verlag, München 2009:
    • Seit wann gibt es Musik und was ist das eigentlich?
    • Wieso wird immer weiter komponiert, obwohl es doch schon so viel Musik gibt?
    • Wieso darf man im Konzert nicht klatschen wann man will und auch kein Popcorn essen?
  • Lemmata in Annette Kreutziger-Herr (Hrsg.); Melanie Unseld (Hrsg.): Lexikon Musik und Gender. Bärenreiter/Metzler Verlag, Kassel 2010:

Außerdem war Thomas Jung mehrmals als Referent bei Kongressen des Archivs der Zukunft von Reinhard Kahl eingeladen und hielt Vortäge und Workshops zu Themen wie »Die Unbedingte Schule« oder »Oper statt Schule«.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eugen-Jochum-Preis. Hohe Auszeichnung für Dirigent Thomas Jung. Nassauische Neue Presse, 1. Dezember 2017.
  2. a b c d Dirigent Thomas Jung: Er leitet ein Heer von Streichern und Bläsern. In: Nassauische Neue Presse vom 10. April 2018. Abgerufen am 11. Oktober 2018.
  3. flosio. Abgerufen am 4. Oktober 2018.
  4. studio-orchester duisburg · Thomas Jung, Christian Fritz: Rachmaninow, van Beethoven in Duisburg · Spielzeit 2017/2018 · Duisburger Philharmoniker. Abgerufen am 4. Oktober 2018 (deutsch).
  5. BPO Staff: Boston Philharmonic announces two new Fellows for 2015-16. (bostonphil.org [abgerufen am 4. Oktober 2018]).
  6. Decker-Bönniger: Münster: Moses muss singen / Online Musik Magazin. Abgerufen am 4. Oktober 2018.
  7. Andrew Frost: Sydney Biennale review – Ai Weiwei anchors rewarding show that comes of age in its 21st year. 16. März 2018, abgerufen am 7. Oktober 2018 (englisch).
  8. Work. Abgerufen am 4. Oktober 2018 (amerikanisches Englisch).
  9. Samson Young- Biennale of Sydney. Abgerufen am 7. Oktober 2018.
  10. Thomas Jung. (Biografie beim Studio-Orchester Duisburg). Abgerufen am 11. Oktober 2018.
  11. CONSTANT LAMBERT FELLOW. Abgerufen am 11. Oktober 2018.
  12. Thomas Jung - Birmingham Royal Ballet. Abgerufen am 11. Oktober 2018 (englisch).
  13. Veronica Jochum von Moltke: Eugen Jochum Preis. Abgerufen am 4. Oktober 2018.
  14. 2012 » Filippas Engel. Abgerufen am 4. Oktober 2018 (deutsch).
  15. Deutscher Orchesterwettbewerb: Drei Gewinner mit Höchstpunktzahl | MUSIK HEUTE. In: MUSIK HEUTE. 21. Mai 2012 (musik-heute.de [abgerufen am 4. Oktober 2018]).
  16. Frank Beiler, Thomas Jung, Olaf Sanders: Kleine Theorie der unbedingten Schule K3. Katzenberg, 2014, ISBN 978-3-942222-06-8 (google.co.uk [abgerufen am 4. Oktober 2018]).