Thomas Sternberg

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Thomas Sternberg (2013)
Thomas Sternberg bei einem seiner Auftritte auf dem 100. Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig.
Thomas Sternberg bei der Eröffnung des 101. Katholikentags in Münster

Thomas Sternberg (* 20. April 1952 in Elspe)[1] ist ein deutscher Politiker (CDU) und ehemaliger Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen. Er war von 1988 bis 2016 Direktor der Katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus. Seit dem 20. November 2015 ist er Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Sternberg absolvierte nach einer Bäckerlehre in der Backstube seiner Eltern[3] und dem Abendgymnasium ein Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Theologie in Münster, Rom und Bonn. 1981 schloss er sein Studium mit den Abschlüssen Diplom und Lizenziat (Lic. theol.) ab. 1983 folgte eine Dissertation über die Lyrik Achim von Arnims an der germanistischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Dr. phil. 1988 wurde Sternberg mit einer Arbeit über die Sozialeinrichtungen des 4. bis 7. Jahrhunderts im Bereich Theologie (Alte Kirchengeschichte/Christliche Archäologie) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zum Dr. theol. promoviert.

Von 1988 bis 2016 war Sternberg Direktor der Katholisch-Sozialen Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster und von 1997 bis 2013 Sprecher für kulturpolitische Grundfragen im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), seitdem Mitglied im Hauptausschuss. Seit 1997 ist er Berater in der Kommission VIII (Wissenschaft) der Deutschen Bischofskonferenz. Er ist Mitglied im Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe). Seit 2001 ist Sternberg Honorarprofessor für Kunst und Liturgie an der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Am 20. November 2015 wurde er in Nachfolge von Alois Glück zum Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gewählt[2] und am 24. November 2017 für vier Jahre wiedergewählt.[4]

Thomas Sternberg ist verheiratet und hat fünf Kinder.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sternberg ist seit 1974 Mitglied der CDU. Von 1989 bis 2004 war er Mitglied des Kulturausschusses im Rat der Stadt Münster. 1999 war er Ratsherr im Rat der Stadt Münster und war dort von 2002 bis 2003 kulturpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Von 2003 bis 2007 war er Sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages.

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2005 wurde er im Wahlkreis 85 (Münster II) als Direktkandidat der CDU in den Landtag gewählt, dem er ab dem 8. Juni 2005 angehörte. Bei der Wahl 2010 schaffte er den Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag. Bei der Wahl 2012 zog Sternberg über die CDU-Landesliste (Platz 13) in den Landtag ein. Er war Sprecher seiner Fraktion im Ausschuss für Kultur und Medien und gehörte dem Ausschuss für Innovation, Wissenschaft und Forschung an. Am 20. August 2016 kündigte Sternberg an, dass er bei der Landtagswahl 2017 nicht erneut kandidieren werde.[5]

Von 2003 bis 2007 war er zudem sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages. 2012 wurde Sternberg erneut als Beisitzer in den Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe) gewählt.[6]

Seit 2012 ist Thomas Sternberg Mitglied im Landesvorstand der CDU-Nordrhein-Westfalen.

Gremientätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ist er seit 2010 aktiv, u. a. als stellvertretender Vorsitzender des Programmausschusses.

Sternberg engagiert sich zudem im Kunsthochschulbeirat des Landes Nordrhein-Westfalen, ist Mitglied im Beirat der Kunststiftung NRW, im Kuratorium der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sowie im Vorstand der Landesmusikakademie NRW.

Er ist Vorsitzender der Annette-von-Droste-Gesellschaft e.V., geschäftsführender Vorstand der Josef-Pieper-Stiftung, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für neue Musik und Mitglied im Kuratorium der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Außerdem ist er Mitglied im Beirat des Cusanuswerkes und Kuratoriumsmitglied am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin.

Am 3. Mai 2018 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thomas Sternberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Sternberg beim Landtag Nordrhein-Westfalen
  2. a b „Thomas Sternberg ist neuer ZdK-Präsident“, katholisch.de, 20. November 2015
  3. http://www.wn.de/Muenster/2125770-Besuch-am-Arbeitsplatz-Die-Welten-von-Prof.-Sternberg
  4. Homepage Deutsche Bischofskonferenz Pressemeldung Nr. 197 vom 24. November 2017: Kardinal Marx gratuliert ZdK-Präsident Sternberg zur Wiederwahl, abgerufen am 24. November 2017
  5. Landtagswahlen 2017: Sternberg tritt nicht wieder an. Abgerufen am 14. September 2016.
  6. Sternberg erneut in den Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft gewählt (Memento des Originals vom 18. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thomas-sternberg.de, abgerufen am 6. Oktober 2012
  7. Bundesverdienstkreuz für ZdK-Präsident Sternberg. Domradio.de, 3. Mai 2018, abgerufen am 4. Mai 2018.