Thuro Balzer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thuro Balzer

Thuro Balzer, eigentlich Arthur Franz Balzer (* 9. Mai 1882 in Weißhof, Westpreußen; † 8. November 1967 in Hannover)[1] war ein deutscher Maler. Er war vor allem als Landschaftsmaler und Grafiker bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1900 begann er sein Studium zum Zeichenlehrer an der Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau; zuvor erwarb er in Malerwerkstätten die handwerklichen Grundlagen. 1908 wurde Balzer Kunsterzieher in Rostock. Neben der Lehrtätigkeit entstanden viele Landschafts- und Stadtbilder. Er war Mitglied der Vereinigung Rostocker Künstler (VRK) deren Geschäfte er bis 1922 führte und Mitgründer der Künstlerkolonie Ahrenshoop[2]. In den folgenden Jahren unternahm er mehrere Studienreisen nach Italien. Vor dem Zweiten Weltkrieg erstellte er im Auftrag von Behörden und Unternehmen viele Gebrauchsgrafiken. Im Jahr 1942 gingen über 80 seiner Bilder bei einem Bombentreffer auf sein Atelier in Rostock verloren. In seinem 82. Lebensjahr zog er mit seiner Frau von Rostock zu seinem Sohn nach Hannover. Im Rostocker Ortsteil Brinckmansdorf wurde ihm eine Straße gewidmet.[3]

Werk / Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maler der mecklenburgischen Landschaft: „Kleiner Ostseehafen“, „Dorflandschaft an der Küste“, „Bucht von Ahrenshoop“, „Wiecker Moor“, „Landweg nach dem Regen“, „Tauwetter“; Städteansichten von Rostock und Doberan; Blumenstillleben und Porträts (Selbstbildnis)
  • 1909 Sonderausstellung des Kunstvereins Rostock
  • 1938 in der Ausstellung mecklenburgischer Künstler in Schwerin („Alter Fischerhafen“, „Im Winterhafen“, „Mecklenburgischer Bauernhof“, „Studienkopf“)
  • 1939 in der Ausstellung zeitgenössischer Maler in Schwerin („Carwitzer See“, „Dorf Carwitz“, „Schweres Gewölk“)
  • zum 70. Geburtstag 1952 und zum 80. Geburtstag 1962 Ausstellungen in Rostock;[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephan Sehlke: Balzer, Thuro. In: Pädagogen - Pastoren - Patrioten: biographisches Handbuch. Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-383-70949-7-8. S. 23.
  2. Webpräsenz des Kunstmuseums Ahrenshoop
  3. Online-Stadtplan der Stadt Rostock
  4. Grete Grewolls: Balzer, Thuro. In: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. das Personenlexikon. Hinstorff, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01405-1. S. 442f.