Time-to-Market

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Unter dem Begriff „time to market“ (TTM) (englisch, etwa: Vorlaufzeit, Produkteinführungszeit) versteht man die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Platzierung des Produkts am Markt. In dieser Zeit entstehen für das Produkt Kosten, es erwirtschaftet aber keinen Umsatz.

Eine sehr kurze Time-to-Market ergibt insbesondere bei Produkten mit kurzem Produktlebenszyklus wie beispielsweise bei Produkten der Hochtechnologie einen Wettbewerbsvorteil, weil der Hersteller dann das Produkt als erster auf den Markt bringt und von den hohen Preisen profitiert, die Early Adopter zu zahlen bereit sind, und auch noch keine Mitbewerber den Preis unterbieten können. Hingegen kann bei zu langer TTM, wenn bereits zahlreiche Mitbewerber ähnliche Produkte liefern können, das Produkt nur mehr zu einem niedrigeren Preis verkauft werden oder es ist schon veraltet, wenn es auf den Markt kommt.

Mit der 1986 vom MIT-Professor Eric von Hippel erstmals erwähnten Lead-User-Methodik kann TTM-Problemen frühzeitig entgegengewirkt werden. Dabei werden ausgewählte Marktteilnehmer in den Innovationsprozess integriert. Anstoß für ihre Bemühungen sind individuelle Probleme mit bisher am Markt vertretenden Produkten, die den eigenen Bedürfnissen nicht gerecht werden. Die TTM-Problematik wird insbesondere durch das frühe Erkennen von Problemen und Bedürfnissen adressiert und durch das Einbringen des bereits vom Lead User angeeigneten Wissens zur Problemlösung maßgeblich unterstützt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Brem, Alexander: The Boundaries of Innovation and Entrepreneurship - Conceptual Background and Essays on Selected Theoretical and Empirical Aspects, Gabler, Wiesbaden, 2008. ISBN 3834908339 (Kapitel über Pioneer vs. follower: the time-to-market dilemma, mit Empirie)
  • Sänn, A., Baier, D. (2012): Lead User Identification Based in Conjoint Analysis Based Product Design (PDF-Datei; 579 kB), in: Studies in Classification, Data Analysis and Knowledge Organization, Vol. 43, S. 521-528.
  • Sänn, A. (2011): Klasse statt Masse, in: Innovationsmanager, Vol. 16, S. 66-67.