Tirukkural

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Kural ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum türkischen Mineralogen und Autor siehe Orhan Kural, zum türkischen General siehe Halim Kural.

Der Tirukkural (Tamil திருக்குறள் Tirukkuṟaḷ [ˈt̪iɾɯkːurəɭ]), kurz Kural (குறள் Kuṟaḷ [ˈkurəɭ]), ist ein klassisches Werk der tamilischen Literatur. Er wird dem Autor Tiruvalluvar zugeschrieben und stammt wahrscheinlich aus dem 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr., auch wenn die Datierung unsicher ist. Der Tirukkural ist ein Lehrgedicht über die richtige Lebensführung. Es umfasst 1330 aphorismenhafte Doppelverse, die sich auf drei Bücher aufteilen, die jeweils eines der drei Lebensziele des Menschen (Tugend, Wohlstand und Liebe) als Thema haben. Der Tirukkural gilt als wichtigstes Werk der tamilischen Literatur und hat sich zu allen Zeiten großer Popularität unter den Tamilen erfreut. Heute ist der Tirukkural die wohl wichtigste Ikone der tamilischen Kultur.

Autorschaft und Datierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderne Darstellung Tiruvalluvars

Der Tirukkural wird einem Autor namens Tiruvalluvar oder kurz Valluvar zugeschrieben (Tiru- ist eine ehrerbietende Vorsilbe). Es existieren zahlreiche Legenden über Tiruvalluvar, doch sind keinerlei historische Fakten über ihn bekannt. Nicht einmal sein richtiger Name ist bekannt: Valluvar ist der Titel von Ritualspezialisten in der Kaste der Paraiyar, einer Gruppe von tamilischen Dalits („Unberührbaren“).[1] Der Legende nach soll Tiruvalluvar als Sohn eines Brahmanen und einer Unberührbaren geboren worden sein und als Weber in Mylapore (heute ein Stadtteil von Chennai) gelebt haben. Nachdem er den Tirukkural vollendet hatte, soll er sein Werk vor der Dichterakademie in Madurai (vgl. Sangam-Legende) vorgetragen haben. Wegen Tiruvalluvars niedriger Kaste sollen sich die Dichter zunächst geweigert haben, sein Werk anzunehmen, woraufhin die Bank, auf der sie saßen, auf wundersame Weise zusammengeschrumpft sei. Daraufhin hätten die Dichter ihre Niederlage eingestehen müssen und Tiruvalluvar in ihre Reihen aufgenommen.[2]

Die Datierung des Tirukkural ist, wie bei vielen Werken der altindischen Literatur, unsicher. Sicher ist, dass der Tirukkural jünger ist als die Werke der Sangam-Literatur, der ältesten Schicht der tamilischen Literatur. Dies zeigen diverse sprachliche Neuerungen sowie der stärkere Einfluss des Sanskrit.[3] Gleichwohl ist der Tirukkural älter als das Epos Manimegalai, in dem er an einer Stelle wörtlich zitiert wird. Im Allgemeinen wird für den Tirukkural ein Entstehungszeitraum im 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr. vorgeschlagen.[4] Dagegen setzen tamilisch-nationalistische Kreise das Datum des Tirukkural deutlich früher an. So hat die Regierung des Bundesstaats Tamil Nadu das Geburtsjahr Tiruvalluvars offiziell auf 31 v. Chr. festgesetzt (vgl. Tiruvalluvar-Ära).

Der Text[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Form[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tirukkural besteht aus 1330 aphorismenhaften Zweizeilern. Das Versmaß ist eine Sonderform des Venba-Metrums, das Kural- („Zwergen-“) Venba, das sich durch seine Länge von nur zwei Zeilen auszeichnet. Der Name des Versmaßes wurde (mit der ehrerbietenden Vorsilbe Tiru-) als Werkstitel übernommen. Gleichzeitig werden auch die einzelnen (Doppel)verse als Kural bezeichnet, d. h. Kural kann entweder für das Werk als Gesamtheit oder für seine konstituierenden Elemente stehen.

Die erste Zeile eines Kurals besteht aus vier Versfüßen (sir), die jeweils aus zwei oder drei metrischen Einheiten (asai) bestehen. Eine metrische Einheit ist entweder eine lange Silbe (ner) oder eine kurze Silbe gefolgt von einer weiteren Silbe (nirai). Die zweite Zeile hat im Gegensatz zur ersten nur drei Versfüße, von denen der letzte aus nur einer metrischen Einheit, gegebenenfalls noch gefolgt von einem kurzen u, besteht. Die Abfolge der metrischen Einheiten zwischen den Versfüßen folgt bestimmten Regeln. Zudem besteht eine besondere Form des Anfangsreims (edugai), bei sich der in der Regel die beiden Zeilenanfänge reimen.

Als Beispiel ist die erste Vers des Tirukkural in Original, Umschrift und metrischer Analyse wiedergegeben. Die Versfüße sind der üblichen Konvention entsprechend durch Getrenntschreibung gekennzeichnet. In der metrischen Analyse steht – für ner (lange Silbe), = für nirai (kurze Silbe gefolgt von einer weiteren Silbe) und ˘ für ein kurzes u am Ende des Verses. Der Anfangsreim ist durch Unterstreichung kenntlich gemacht.

அகர முதல எழுத்தெல்லாம் ஆதி
பகவன் முதற்றே உலகு.
Akara mutala eḻuttellām āti
pakavaṉ mutaṟṟē ulaku.
= – / = – / = – – / – –
= – / = – / =˘

Übersetzung:

„A ist aller Buchstaben Anfang
Gott ist der Anfang der Welt.“

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tirukkural umfasst 133 Kapitel zu jeweils zehn Doppelversen, die sich auf drei Bücher verteilen. Jedes Buch behandelt eines der drei Lebensziele (Purusharthas), die in der indischen Tradition allgemein anerkannt sind. Dies sind

  1. Aram (அறம் aṟam): Dharma, Tugend
  2. Porul (பொருள் poruḷ): Artha, Wohlstand
  3. Kamam (காமம் kāmam) oder Inbam (இன்பம் iṉpam): Kama, Liebe.

Das vierte Lebensziel, Moksha oder Erlösung, kommt im Tirukkural nicht vor.

Die ersten beiden Bücher enthalten aphoristische Aussagen zur richtigen Lebensführung. Das erste Buch, das „Buch von der Tugend“, handelt von Fragen der Ethik und Moral. Nach einer Einleitung, in der Gott, der Regen, die Askese und die Tugend als solche gepriesen werden, behandelt der Text die Lebensführung im häuslichen Bereich (die Pflichten des Hausherrn, die Tugenden der Ehefrau, die Freuden des Elternseins usw.) und die Grundlagen des Umgangs mit Anderen (Gastfreundschaft, Dankbarkeit, Anstand usw.). Danach wendet sich der Text den Tugenden des Asketen zu, der danach trachtet, durch Nächstenliebe und Verzicht eine höhere Daseinsform zu erreichen. Das zweite Buch, das „Buch vom Wohlstand“, handelt von gesellschaftlichen Fragen. Es beschäftigt sich zu großen Teilen mit dem Handeln des Königs und seiner Minister, hat also streckenweise den Charakter eines Lehrbuchs der Staatskunst. Es enthält aber auch Handlungsanweisungen für den einfachen Mann, der nach dem Erwerb von Reichtum trachtet.[5] Ein Beispiel für die Aphorismen der ersten beiden Bücher ist Tirukkural 66, das vom Elternsein handelt:

குழல் இனிது யாழ்இனிது என்பதம் மக்கள்
மழலைச்சொல் கேளா தவர்.

Kuḻal iṉitu yāḻ iṉitu eṉpa tam makkaḷ
maḻalaiccol kēḷātavar.

„Schön ist die Flöte, schön ist die Laute, sagt, wer des eigenen Kindes
Geplapper nicht kennt.“

Tirukkural 66

Das dritte Buch, das „Buch von der Liebe“, unterscheidet sich deutlich von den ersten beiden Büchern. Es folgt den Konventionen der klassischen tamilischen Liebesdichtung und steht damit in der Tradition der älteren Sangam-Literatur. Das „Buch von der Liebe“ beschreibt in chronologischer Folge die Liebesbeziehung zwischen einem idealisierten Liebespaar. Die Verse haben die Form eines dramatischen Monologs einer der an der Handlung beteiligten Personen.[6] Ein Beispiel ist der erste Vers des dritten Buches (Tirukkural 1081), in dem der Mann die Frau zum ersten Mal erblickt und ob ihrer Schönheit daran zweifelt, ob sie ein Mensch sein kann:

அணங்குகொல் ஆய்மயில் கொல்லோ கனங்குழை
மாதர்கொல் மாலும் என் நெஞ்சு.

Aṇaṅkukol āymayil kollō kaṉaṅkuḻai
mātarkol mālum eṉ neñcu.

„Eine Göttin? Ein schöner Pfau? Oder ist sie mit den schweren Ohrringen
eine Frau? Mein Herz ist verwirrt.“

Tirukkural 1081

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Folgenden eine Übersicht der 133 Kapitel des Tirukkural:

  1. Buch von der Tugend (அறத்துப்பால் Aṟattuppāl): 38 Kapitel
    1. Lobpreis Gottes (கடவுள் வாழ்த்து kaṭavuḷ vāḻttu): 1–10
    2. Die Vorzüglichkeit des Regens (வான் சிறப்பு vāṉ ciṟappu): 11–20
    3. Die Größe der Asketen (நீத்தார் பெருமை nīttār perumai): 21–30
    4. Bekenntnis zur Tugend (அறன் வலியுறுத்தல் aṟaṉ valiyuṟuttal): 31–40
    5. Häusliches Leben (இல்வாழ்க்கை ilvāḻkkai): 41–50
    6. Die Güte der Ehefrau (வாழ்க்கைத்துணை நலம் vāḻkkaittuṇai nalam): 51–60
    7. Die Geburt eines Sohnes (புதல்வரைப் பெறுதல் putalvaraip peṟutal): 61–70
    8. Der Besitz von Liebe (அன்புடைமை aṉpuṭaimai): 71–80
    9. Gastfreundschaft (விருந்தோம்பல் viruntōmpal): 81–90
    10. Angenehme Worte (இனியவை கூறல் iṉiyavai kūṟal): 91–100
    11. Dankbarkeit (செய்ந்நன்றி அறிதல் ceynnaṉṟi aṟital): 101–110
    12. Unparteilichkeit (நடுவு நிலைமை naṭuvu nilaimai): 111–120
    13. Selbstbeherrschung (அடக்கமுடைமை aṭakkamuṭaimai): 121–130
    14. Anstand (ஒழுக்கமுடைமை oḻukkamuṭaimai): 131–140
    15. Die Frau eines Anderen nicht zu begehren (பிறனில் விழையாமை piṟaṉil viḻaiyāmai): 141–150
    16. Geduld (பொறையுடைமை poṟaiyuṭaimai): 151–160
    17. Nicht neidisch zu sein (அழுக்காறாமை aḻukkāṟāmai): 161–170
    18. Nicht begierlich zu sein (வெஃகாமை veḵkāmai): 171–180
    19. Nicht hinter jemandes Rücken zu reden (புறங்கூறாமை puṟaṅkūṟāmai): 181–190
    20. Keine nutzlosen Worte zu reden (பயனில சொல்லாமை payaṉila collāmai): 191–200
    21. Der Schrecken böser Taten (தீவினையச்சம் tīviṉaiyaccam): 201–210
    22. Das rechte Maß zu kennen (ஒப்புரவறிதல் oppuravaṟital): 211–220
    23. Geben (ஈகை īkai): 221–230
    24. Ruhm (புகழ் pukaḻ): 231–240
    25. Güte (அருளுடைமை aruḷuṭaimai): 241–250
    26. Der Verzicht auf Fleisch (புலான்மறுத்தல் pulāṉmaṟuttal): 251–260
    27. Askese (தவம் tavam): 261–270
    28. Ungebührliches Verhalten (கூடாவொழுக்கம் kūṭāvoḻukkam): 271–280
    29. Nicht zu stehlen (கள்ளாமை kaḷḷāmai): 281–290
    30. Wahrhaftigkeit (வாய்மை vāymai): 291–300
    31. Nicht zu zürnen (வெகுளாமை vekuḷāmai): 301–310
    32. Nichts Böses zu tun (இனனாசெய்யாமை iṉṉāceyyāmai): 311–320
    33. Nicht zu töten (கொல்லாமை kollāmai): 321–330
    34. Vergänglichkeit (நிலையாமை nilaiyāmai): 331–340
    35. Entsagung (துறவு tuṟavu): 341–350
    36. Die Kenntnis der Wahrheit (மெய்யுணர்தல் meyyuṇartal): 351–360
    37. Die Auslöschung der Begierde (அவாவறுத்தல் avāvaṟuttal): 361–370
    38. Schicksal (ஊழ் ūḻ): 371–380
  2. Buch vom Wohlstand (பொருளியல் Poruṭpāl): 70 Kapitel
    1. Die Größe des Königs ( இறைமாட்சி iṟaimāṭci): 381–390
    2. Bildung (கல்வி kalvi): 391–400
    3. Unbildung (கல்லாமை kallāmai): 401–410
    4. Hören (கேள்வி kēḷvi): 411–420
    5. Der Besitz von Wissen (அறிவுடைமை aṟivuṭaimai): 421–430
    6. Die Beseitigung von Fehlern (குற்றங்கடிதல் kuṟṟaṅkaṭital): 431–440
    7. Große Männer zu Hilfe nehmen (பெரியாரைத் துணைக்கோடல் periyārait tuṇaikkōṭal): 441–450
    8. Gemeine Leute zu vermeiden (சிற்றினஞ்சேராமை ciṟṟiṉañcērāmai): 451–460
    9. Mit Bedacht zu handeln (தெரிந்துசெயல்வகை terintuceyalvakai): 461–470
    10. Seine Stärke zu kennen (வலியறிதல் valiyaṟital): 471–480
    11. Die rechte Zeit zu kennen (காலமறிதல் kālamaṟital): 481–490
    12. Den rechten Ort zu kennen (இடனறிதல் iṭaṉaṟital): 491–500
    13. Prüfung und Auswahl (தெரிந்துதெளிதல் terintuteḷital): 501–510
    14. Prüfung und Anstellung (தெரிந்துவினையாடல் terintuviṉaiyāṭal): 511–520
    15. Seine Verwandtschaft zu schätzen (சுற்றந்தளால் cuṟṟantaḻāl): 521–530
    16. Nicht vergesslich zu sein (பொச்சாவாமை poccāvāmai): 531–540
    17. Gerechte Herrschaft (செங்கோன்மை ceṅkōṉmai): 541–550
    18. Ungerechte Herrschaft (கொடுங்கோன்மை koṭuṅkōṉmai): 551–560
    19. Keine Schreckensherrschaft auszuüben (வெருவந்தசெய்யாமை veruvantaceyyāmai): 561–570
    20. Wohlwollen (கண்ணோட்டம் kaṇṇōṭṭam): 571–580
    21. Spionage (ஒற்றாடல் oṟṟāṭal): 581–590
    22. Eifrig zu sein (ஊக்கமுடைமை ūkkamuṭaimai): 591–600
    23. Nicht träge zu sein (மடியின்மை maṭiyiṉmai): 601–610
    24. Mannhafter Einsatz (ஆள்வினையுடைமை āḷviṉaiyuṭaimai): 611–620
    25. Bei Schwierigkeiten nicht zu verzagen (இடுக்கண் அழியாமை iṭukkaṇ aḻiyāmai): 621–630
    26. Das Ministeramt (அமைச்சு amaiccu): 631–640
    27. Die Kraft der Rede (சொல்வன்மை colvaṉmai): 641–650
    28. Unverdorbenes Handeln (வினைத்தூய்மை viṉaittūymai): 651–660
    29. Starkes Handeln (வினைத்திட்பம் viṉaittiṭpam): 661–670
    30. Arten des Handelns (வினைசெயல்வகை viṉaiceyalvakai): 671–680
    31. Botschafter (தூது tūtu): 681–690
    32. Verhalten gegenüber dem König (மன்னரைச் சேர்ந்தொழுதல் maṉṉaraic cērntoḻutal): 691–700
    33. Kenntnis der Zeichen (குறிப்பறிதல் kuṟippaṟital): 701–710
    34. Kenntnis der Ratsversammlung (அவையறிதல் avaiyaṟital): 711–720
    35. Die Ratsversammlung nicht zu fürchten (அவையஞ்சாமை avaiyañcāmai): 721–730
    36. Das Land (நாடு nāṭu): 731–740
    37. Festungen (அரண் araṇ): 741–750
    38. Arten, Reichtum zu erwerben (பொருள்செயல்வகை poruḷceyalvakai): 751–760
    39. Die Größe eines Heeres (படைமாட்சி paṭaimāṭci): 761–770
    40. Der Eifer des Heeres (படைச்செருக்கு paṭaiccerukku): 771–780
    41. Freundschaft (நட்பு naṭpu): 781–790
    42. Prüfung der Freundschaft (நட்பாராய்தல் naṭpārāytal): 791–800
    43. Vertrautheit (பழைமை paḻaimai): 801–810
    44. Schlechte Freundschaft (தீ நட்பு tī naṭpu): 811–820
    45. Unaufrichtige Freundschaft (கூடாநட்பு kūṭānaṭpu): 821–830
    46. Torheit (பேதைமை pētaimai): 831–840
    47. Unwissenheit (புல்லறிவாண்மை pullaṟivāṇmai): 841–850
    48. Hass (இகல் ikal): 851–860
    49. Die Größe der Feindseligkeit (பகைமாட்சி pakaimāṭci): 861–870
    50. Das Wesen der Feindseligkeit zu kennen (பகைத்திறந்தெரிதல் pakaittiṟanterital): 871–880
    51. Innere Feindseligkeit (உட்பகை uṭpakai): 881–890
    52. Großen Männern kein Unrecht zu tun (பெரியாரைப் பிழையாமை periyāraip piḻaiyāmai): 891–900
    53. Sich von Frauen führen zu lassen (பெண்வழிச்சேறல் peṇvaḻiccēṟal): 901–910
    54. Prostituierte (வரைவின்மகளிர் varaiviṉmakaḷir): 911–920
    55. Keinen Alkohol zu konsumieren (கள்ளுண்ணாமை kaḷḷuṇṇāmai): 921–930
    56. Glücksspiel (சூது cūtu): 931–940
    57. Medizin (மருந்து maruntu): 941–950
    58. Adel (குடிமை kuṭimai): 951–960
    59. Ehre (மானம் māṉam): 961–970
    60. Größe (பெருமை perumai): 971–980
    61. Vornehmheit (சான்றாண்மை cāṉṟāṇmai): 981–990
    62. Freundlichkeit (பண்புடைமை paṇpuṭaimai): 991–1000
    63. Nutzloser Reichtum (நன்றியில்செல்வம் naṉṟiyilcelvam): 1001–1010
    64. Anstand (நாணுடைமை nāṇuṭaimai): 1011–1020
    65. Arten, eine Familie zu unterhalten (குடிசெயல்வகை kuṭiceyalvakai): 1021–1030
    66. Ackerbau (உழவு uḻavu): 1031–1040
    67. Armut (நல்குரவு nalkuravu): 1041–1050
    68. Betteln (இரவு iravu): 1051–1060
    69. Der Schrecken des Bettelns (இரவச்சம் iravaccam): 1061–1070
    70. Gemeinheit (கயமை kayamai): 1071–1080
  3. Buch von der Liebe (காமத்துப்பால் kāmattuppāl oder இன்பத்துப்பால் iṉpattuppāl): 25 Kapitel
    1. Von ihrer Schönheit überwältigt zu sein (தகையணங்குறுத்தல் takaiyaṇaṅkuṟuttal): 1081–1090
    2. Die Zeichen zu erkennen (குறிப்பறிதல் kuṟippaṟital): 1091–1100
    3. Die Vereinigung zu genießen (புணர்ச்சிமகிழ்தல் puṇarccimakiḻtal): 1101–1110
    4. Ihre Schönheit zu preisen (நலம்புனைந்துரைத்தல் nalampuṉainturaittal): 1111–1120
    5. Die Vortrefflichkeit der Liebe zu verkünden (காதற்சிறப்புரைத்தல் kātaṟciṟappuraittal): 1121–1130
    6. Die Scham abzulegen (நாணுத்துறவுரைத்தல் nāṇuttuṟavuraittal): 1131–1140
    7. Über das Gerede zu berichten (அலரறிவுறுத்தல் alaraṟivuṟuttal): 1141–1150
    8. Die Trennung nicht ertragen zu können (பிரிவாற்றாமை pirivāṟṟāmai): 1151–1160
    9. Den Kummer zu beklagen (படர்மெலிந்திரங்கல் paṭarmelintiraṅkal): 1161–1170
    10. Trübe Augen zu bekommen (கண்விதுப்பழிதல் kaṇvituppaḻital): 1171–1180
    11. Blass zu werden (பசப்பறுபருவரல் pacappaṟuparuvaral): 1181–1190
    12. Einsames Leiden (தனிப்படர்மிகுதி taṉippaṭarmikuti): 1191–1200
    13. Traurige Erinnerungen (நினைந்தவர்புலம்பல் niṉaintavarpulampal): 1201–1210
    14. Nächtliche Träume (கனவுநிலையுரைத்தல் kaṉavunilaiyuraittal): 1211–1220
    15. Abendliche Klagen (பொழுதுகண்டிரங்கல் poḻutukaṇṭiraṅkal): 1221–1230
    16. Körperliches Verkümmern (உறுப்புநலனழிதல் uṟuppunalaṉaḻital): 1231–1240
    17. Selbstgespräche (நெஞ்சொடுகிளத்தல் neñcoṭukiḷattal): 1241–1250
    18. Die Zurückhaltung abzulegen (நிறையழிதல் niṟaiyaḻital): 1251–1260
    19. Ihn zu vermissen (அவர்வயின்விதும்பல் avarvayiṉvitumpal): 1261–1270
    20. Kenntnis der Zeichen zu erlangen (குறிப்பறிவுறுத்தல் kuṟippaṟivuṟuttal): 1271–1280
    21. Die Vereinigung zu vermissen (புணர்ச்சிவிதும்பல் puṇarccivitumpal): 1281–1290
    22. Mit sich selbst zu streiten (நெஞ்சொடுபுலத்தல் neñcoṭupulattal): 1291–1300
    23. Streit (புலவி pulavi): 1301–1310
    24. Streit aus fadenscheinigen Gründen (புலவி நுணுக்கம் pulavi nuṇukkam): 1311–1320
    25. Die Freuden des Schmollens (ஊடலுவகை ūṭaluvakai): 1321–1330

Kommentare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Tirukkural existieren zahlreiche Kommentare, sowohl aus vormoderner als auch aus moderner Zeit. Aufgabe eines Kommentars ist es zum Einen, die altertümliche Sprache des Tirukkural durch eine Paraphrase des Wortlauts verständlich zu machen. Zum Anderen stattet er die durch ihre Kürze oft erklärungsbedürftigen Aphorismen mit einem Kontext aus.[7] Der Überlieferung nach soll es zehn alte Kommentare zum Tirukkural gegeben haben. Von diesen sind aber nur fünf erhalten. Die Kommentare unterscheiden sich teils erheblich hinsichtlich der Reihenfolge der Verse. Für die heutige Textgestalt und Interpretation des Tirukkural maßgeblich ist der Kommentar des Parimelalagar (13. Jahrhundert), mit Abstand der einflussreichste der alten Kommentare.[8] Die Anzahl der modernen Kommentare zum Tirukkural ist wegen der Vielzahl an Textausgaben schier unüberschaubar; sie dürfte in die Hunderte gehen.[9]

Literaturgeschichtliche und historische Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tirukkural gehört zur sogenannten Nach-Sangam-Periode. Dies ist die Phase der tamilischen Literaturgeschichte, die zeitlich unmittelbar auf die Sangam-Literatur, die älteste Schicht der Tamil-Literatur, folgt. Gegenüber der Liebes- und Heldendichtung der Sangam-Periode verkörpert die Literatur, die sich wie der Tirukkural mit der tugendhaften Lebensführung befasst, eine Innovation. Dieses Genre wird in der Regel als „didaktische Literatur“ (vgl. Lehrgedicht) bezeichnet. Das Aufkommen der didaktischen Literatur wird in der Geschichtsschreibung Südindiens meist mit dem wachsenden Einfluss von Buddhismus und Jainismus während der Kalabhra-Herrschaft zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert in Verbindung gebracht.[10] Auch der Einfluss der Sanskrit-Kultur ist im Tirukkural größer als in der Sangam-Literatur. Der Tirukkural ist Sanskrit-Werken wie dem Manusmriti oder dem Arthashastra verpflichtet. Am offensichtlichsten zeigt sich der Einfluss der Sanskrit-Kultur in der Übernahme des Konzepts der drei (später vier) Lebensziele (Purusharthas), das dem Tirukkural zugrunde liegt. [11]

Der Tirukkural wird herkömmlich zu einem Korpus mit dem Namen Padinenkilkkanakku („achtzehn mindere Werke“) oder kurz Kilkkanakku gezählt. Dieses Korpus umfasst 18 Texte, die allesamt aus der Nach-Sangam-Periode stammen. Die meisten davon vertreten, wie der Tirukkural, das Genre der didaktischen Literatur. Mit der Ausnahme des Naladiyar hat aber keines der anderen Padinenkilkkanakku-Werke auch nur annähernd die gleiche Bekanntheit wie der Tirukkural erreicht.

Überlieferungs- und Rezeptionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überlieferungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seite aus einem Palmblattmanuskript des Tirukkural
Titelblatt der Tirukkural-Erstausgabe von 1812

Wie andere Werke der Tamil-Literatur wurde der Tirukkural über Jahrhunderte hinweg in der Form von Palmblattmanuskripten tradiert. Anders als die Sangam-Literatur, die zwischenzeitlich weitgehend in Vergessenheit geraten war und um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts wiederentdeckt werden musste, scheint der Tirukkural sich zu allen Zeiten großer Popularität erfreut zu haben. Dies zeigen die große Zahl an Kommentaren, die zum Tirukkural verfasst wurden, sowie die zahlreichen Tirukkural-Zitate in anderen Texten. Von der Bedeutung des Tirukkural in vormoderner Zeit zeugt auch das Tiruvalluvamalai, ein Lobgedicht auf den Autor Tiruvalluvar, das möglicherweise aus dem 10. Jahrhundert stammt.[12]

Im 19. Jahrhundert gehörte der Tirukkural zu den wichtigsten Werken im Kanon der tamilischen Literatur. Er wurde bereits sehr jungen Schülern am Anfang ihres Studiums gelehrt.[13] Als der Buchdruck sich in Indien durchzusetzen begann, gehörte der Tirukkural zu den ersten klassischen Tamil-Werken, die gedruckt wurden. Die erste gedruckte Ausgabe des Tirukkural erschien 1812 in Madras (heute Chennai).[14]

Moderne Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tamilische Renaissance, die im frühen 20. Jahrhundert zu einem Erstarken des tamilischen Kulturbewusstseins führte, verstärkte nur die Bedeutung des Tirukkural. Aktivisten der Dravidischen Bewegung, die eine eigenständige Identität der Tamilen als „Draviden“ gegenüber den „Ariern“ Nordindiens postulierten, sahen im Tirukkural die Ideale der ursprünglichen dravidischen Gesellschaftsordnung verwirklicht. Selbst der radikale Sozialreformer E. V. Ramasami, der der tamilischen Literatur sonst eher kritisch gegenübergestellt war, lobte den Tirukkural als Wegweiser für den richtigen Lebenswandel.[15] C. N. Annadurai sah im Tirukkural die Essenz der tamilischen Literatur und empfahl, jeder tamilische Haushalt sollte ein Exemplar des Textes besitzen.[16]

Die Tiruvalluvar-Statue in Kanyakumari

Nachdem die aus der dravidischen Bewegung entstandene DMK-Partei 1967 im Bundesstaat Madras (heute Tamil Nadu) an die Macht gekommen war, veranlasste sie eine Reihe von Maßnahmen, um die Sichtbarkeit des Tirukkural zu erhöhen. Bis heute wird jede Sitzung des Parlaments von Tamil Nadu mit einer Tirukkural-Rezitation eingeleitet. Auch ist in jedem Bus der bundesstaatlichen Transportgesellschaft vorn eine Plakette mit je einem Tirukkural-Vers angebracht.[17] M. Karunanidhi, der 1969 die Führung der DMK übernahm, profilierte sich durch mehrere Prestigeprojekte, die der Glorifizierung Tiruvalluvars, des Autors des Tirukkural, dienten. Unter seiner Regierung entstanden 1976 das Valluvar Kottam, eine tempelähnliche Gedenkstätte für den Autor des Tirukkural, in Chennai sowie 2000 die monumentale Tiruvalluvar-Statue vor Kanyakumari an der Südspitze Indiens.[18] Auch anderswo ist Tiruvalluvar durch zahlreiche Statuen im öffentlichen Raum präsent, so etwa an prominenter Stelle an Chennais Stadtstrand Marina Beach.

Heute ist der Tirukkural die wohl wichtigste Ikone der tamilischen Kultur und fraglos der meistgelesene Text der tamilischen Literatur. Der Tirukkural ist Lehrstoff an den Schulen Tamil Nadus und ist in zahlreichen Textausgaben, vom einfachen Heftchen über die wissenschaftliche Ausgabe bis hin zur Handy-App, verfügbar. Allein die Ausgabe mit dem modernen Kommentar des Autors M. Varadarajan hat seit ihrem ersten Erscheinen 1949 die rekordverdächtige Zahl von mehr als 100 Auflagen gesehen.[19]

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Orientalisten und Missionare wurden schon früh auf den Tirukkural aufmerksam. Der italienische Jesuitenmissionar Constanzo Beschi übersetzte die ersten beiden Bücher des Tirukkural bereits um 1730 ins Lateinische.[20] Um 1816 übertrug der britische Kolonialbeamte Francis Whyte Ellis einen Teil des Textes ins Englische.[21] 1856 folgte eine Übersetzung des kompletten Tirukkural ins Deutsche durch den Missionar Karl Graul.[22] Der britische Missionar und Orientalist G. U. Pope veröffentlichte 1886 eine Komplettübersetzung ins Englische, die bis heute als maßgeblich gilt. Seitdem sind zahlreiche Neuübersetzungen ins Englische erschienen. Ins Deutsche wurde der Tirukkural zuletzt 1977 übersetzt.[23] Daneben existieren Übersetzungen in viele weitere Sprachen, darunter Bengali, Birmanisch, Chinesisch, Fidschi, Französisch, Gujarati, Hindi, Kannada, Malaiisch, Malayalam, Marathi, Polnisch, Russisch, Sanskrit, Schwedisch, Telugu und Urdu.[24]

Durch Vermittlung der Übersetzungen wurde der Tirukkural teils auch außerhalb des tamilischen Bereichs rezipiert. So zitierte Leo Tolstoi 1908 in seinem Brief an einen Hindu unter anderem aus dem Tirukkural. Auch Albert Schweitzer setzte in seiner Schrift Die Weltanschauung der indischen Denker (1934) mit dem Tirukkural auseinander.[25]

Tirukkural und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tiruvalluvar-Tempel in Mylapore

Welcher Religion Tiruvalluvar angehörte, ist umstritten; wahrscheinlich war der Autor des Tirukkural aber ein Jaina. Dies zeigen die Bezeichnungen für Gott, die er im Tirukkural benutzt, ebenso wie der Stellenwert, den er dem Asketismus einräumt. Gleichwohl hat der Tirukkural nur wenig spezifisch religiöse Inhalte.[26] Fast alle Religionsgemeinschaften Tamil Nadus haben den Tirukkural für sich beansprucht. So interpretierte der Kommentator Parimelalagar den Tirukkural im 13. Jahrhundert unter den Vorzeichen des orthodox-brahmanischen Hinduismus.[27] Heute sehen Anhänger der tamilischen Shaiva-Siddhanta-Richtung des Hinduismus im Tirukkural die Grundgedanken des Shaiva Siddhanta verwirklicht.[28] In Mylapore, dem angenommenen Geburtsort Tiruvalluvars (heute ein Stadtteil von Chennai), befindet sich ein angeblich auf das 16. Jahrhundert zurückgehender Hindu-Tempel, der dem Autor des Tirukkural geweiht ist.[29] Christliche Missionare wie G. U. Pope meinten, im Tirukkural Einflüsse des Christentums ausmachen zu können. Sie gingen davon aus, der Autor Tiruvalluvar sei an seinem Heimatort Mylapore, der auch der Todesort des Apostels Thomas sein soll, mit christlichen Lehren in Kontakt gekommen.[30] Die Anhänger der religionskritisch eingestellten Dravidischen Bewegung haben dagegen versucht, den Tirukkural zu säkularisieren und als Text darzustellen, der die religiösen Grenzen überschreitet.[31]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kural des Tiruvalluver. Ein gnomisches Gedicht über die drei Strebeziele des Menschen. Übersetzung und Erklärung von Karl Graul. Leipzig: Dörffling & Franke, 1856 (Digitalisat). Nachdruck: Osnabrück: Zeller, 1969.
  • Tirukkural von Tiruvalluvar. Aus dem Tamil übers. von Albrecht Frenz. Madurai: Galaxy Press, 1977.
  • Thomas Lehmann: „Tiruvaḷḷuvar: Tirukkuṟaḷ“. In: Kindlers Literatur-Lexikon (Online-Ausgabe).
  • Kamil Zvelebil: „The Book of Lofty Wisdom“. In: The Smile of Murugan. On Tamil Literature of South India. Leiden: Brill, 1973. S. 155–171.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tirukkural – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stuart Blackburn: „Corruption and Redemption: The Legend of Valluvar and Tamil Literary History“, in: Modern Asian Studies 34.2 (2000), S. 449–482, hier S. 455.
  2. Blackburn 2000, S. 460–462.
  3. S. Vaiyapuri Pillai: History of Tamil Language and Literature (Beginning to 1000 A.D.), Madras: New Century Book House, 1956, S. 84.
  4. Kamil Zvelebil: Lexicon of Tamil Literature, Leiden, New York, Köln: E. J. Brill, 1995, S. 669.
  5. Zur Struktur des Tirukkural siehe Kamil Zvelebil: The Smile of Murugan. On Tamil Literature of South India, Leiden: Brill, 1973, S. 164–165.
  6. Zum „Buch von der Liebe“ siehe François Gros: „Introducing Tiruvaḷḷuvar: the Book of Love“, in: Kannan M. and Jennifer Clare (Hrsg.): Deep Rivers. Selected Writings on Tamil Literature, Pondicherry/Berkeley: Institut Français de Pondichéry / Tamil Chair, Department of South and Southeast Asian Studies, University of California at Berkeley, 2009, S. 123–152.
  7. Norman Cutler: „Interpreting Tirukkuraḷ: The Role of Commentary in the Creation of a Text“, in: Journal of the American Oriental Society 112 (1992), S. 549–566, hier S. 551–552.
  8. François Gros: „Five Times Five is Twenty Five: Around the Commentaries on the Book of Love of Tiruvaḷḷuvar“, in: Kannan M. and Jennifer Clare (Hrsg.): Deep Rivers. Selected Writings on Tamil Literature, Pondicherry/Berkeley: Institut Français de Pondichéry / Tamil Chair, Department of South and Southeast Asian Studies, University of California at Berkeley, 2009, S. 153–173, hier S. 162.
  9. Cutler 1992, S. 551.
  10. K. A. Nilakanta Sastri: A History of South India. From Prehistoric Times to the Fall of Vijayanagar. 3. Aufl. London: Oxford University Press, 1966, S. 144–145.
  11. Vaiyapuri Pillai 1956, S. 82.
  12. Norman Cutler: „Three Moments in the Genealogy of Tamil Literary Culture“, in: Sheldon Pollock (Hrsg.): Literary Cultures in History. Reconstructions from South Asia, University of California Press: Berkeley, Los Angeles, London, 2003, S. 271–322, hier S. 292–293.
  13. Cutler 2003, S. 277.
  14. Stuart Blackburn: Print, Folklore and Nationalism in Colonial South India, Delhi/Bangalore: Permanent Black / Orient Longman, 2003, S. 87–90.
  15. Dagmar Hellmann-Rajanayagam: Tamil. Sprache als politisches Symbol, Wiesbaden: Franz-Steiner-Verlag, 1984, S. 71.
  16. Hellmann-Rajanayagam 1983, S. 75.
  17. Jakob Rösel: Gestalt und Entstehung des tamilischen Nationalismus, Berlin: Ducker & Humblot, 1997, S. 116.
  18. Zum Valluvar Kottam siehe Rösel 1997, S. 120–121.
  19. Cutler 1992, S. 551.
  20. Zvelebil 1974, S. 122, Fn. 24.
  21. Blackburn 2003, S. 92–95.
  22. Andreas Nehring: Orientalismus und Mission. Die Repräsentation der tamilischen Gesellschaft und Religion durch Leipziger Missionare 1840–1940, Wiesbaden: Harrassowitz, 2003, S. 228–241.
  23. Tirukkural von Tiruvalluvar. Aus dem Tamil übers. von Albrecht Frenz. Madurai: Galaxy Press, 1977.
  24. Kamil Zvelebil: Tamil Literature, Leiden, Köln: E. J. Brill, 1975, S. 126–127.
  25. Albert Schweitzer: Die Weltanschauung der indischen Denker. Mystik und Ethik, 2., neugefasste Auflage, München: C. H. Beck, 2010, S. 180–184.
  26. Blackburn 2000, S. 453
  27. Cutler 1992, S. 553–561.
  28. Rafael Klöber: „Auf der Suche nach ‚philosophischen Rittern in sivaitischen Roben‘: Saiva Siddhanta in Tamil Nadu“, in: Masala 10 (2015), S. 19–25, hier S. 22. (urn:nbn:de:bsz:16-mas-187179)
  29. Pradeep Chakravarthy und Ramesh Ramachandran: „Thiruvalluvar’s shrine“, in: Madras Musings XIV.9 (16.–31. August 2009).
  30. Zvelebil 1973, S. 156–157.
  31. Cutler 1992, S. 561–564.