Tullio De Mauro

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Tullio De Mauro (2007) am Trienter Filmfestival

Tullio De Mauro (* 31. März 1932 in Torre Annunziata; † 5. Januar 2017 in Rom) war ein italienischer Linguist, Lexikograf, Übersetzer sowie parteiloser Politiker. Im Kabinett Amato II hatte er den Posten des italienischen Bildungsministers inne.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tullio de Mauro besuchte in Rom die Schule und studierte an der dortigen Universität La Sapienza, wo er Schüler von Antonino Pagliaro war. 1963 veröffentlichte er mit Storia linguistica dell'Italia unita sein erstes Buch, 1967 veröffentlichte er seine italienische Übersetzung von Ferdinand de Saussures Cours de linguistique générale.

1975 wurde De Mauro in das Regionalrat von Latium gewählt. Er war vom 25. April 2000 bis zum 11. Juni 2001 unter Giuliano Amato Bildungsminister. Er unterrichtete an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität in Rom und war Mitglied der Accademia della Crusca und der Accademia Nazionale dei Lincei sowie seit 1989 der Academia Europaea.

De Mauro starb im Alter von 84 Jahren.[2]

Sein älterer Bruder war der Journalist Mauro De Mauro, der 1970 aufgrund seiner Berichterstattung von Mitgliedern der Mafia ermordet wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Storia linguistica d'Italia unita, 1963
  • Ludwig Wittgenstein: His Place in the Development of Semantics. Reidel, Dordrecht 1967, ISBN 90-277-0029-X.
  • Einführung in die Semantik. Tübingen: Niemeyer, 1982, ISBN 3-484-22027-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tullio De Mauro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Governo Amato-II. Italienischer Senat, abgerufen am 5. Januar 2017
  2. Tullio De Mauro, morto a 84 anni il linguista ex ministro dell’Istruzione. Il Fatto Quotidiano, 5. Januar 2017, abgerufen am 5. Januar 2017 (italienisch).