US Orléans

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Die Union Sportive Orléanaise 45 Football oder kurz US Orléans ist ein Sportverein, der insbesondere durch seine Fußballabteilung von sich reden gemacht hat. Die Zahl 45 im Vereinsnamen steht für das Département Loiret, dessen Hauptstadt Orléans ist.

Bekannt wurde der Verein zunächst durch die 1920 gegründete Fußballsektion des Arago Sport Orléanais, die ihre Spiele im Stade de la rue Moine austrug. Arago war der Sportklub der Kirchengemeinde (Patronage) Saint-Paterne, entstammt also der katholischen Sportbewegung. Erst 1976 schlossen sich seine Fußballer der US Orléans an; mit dieser Fusion – anfangs unter dem Namen USO Arago – ging der Umzug ins Stade de la Source einher, das heute über eine Kapazität von rund 5.500 Plätzen verfügt, allerdings 1989 in einem Pokalspiel gegen die AS Monaco schon einmal 11.700 Zuschauer beherbergt hatte. Die Vereinsfarben der USO sind Rot und Gelb; Arago Sports Farben waren Rot-Weiß.

Vereinspräsident ist Philippe Boutron, die Ligamannschaft wird seit Sommer 2009 trainiert von Yann Lachuer. (Stand: August 2011)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arago Sport – benannt nach einem im Deutsch-Französischen Krieg erschossenen Bataillonskommandeur –[1] erreichte erstmals 1945 die Runde der letzten acht Mannschaften im Landespokalwettbewerb (unter anderem nach Siegen über AS Angoulême und Red Star). 1947 und 1948 wurde sie jeweils französischer Amateurvizemeister. Auch in den folgenden Jahren drang Arago im Pokal immer wieder in die Hauptrunde vor, wobei der Klub 1955 bis ins Achtelfinale kam. Von 1967 bis 1970 und erneut ab 1972 spielte die Elf in der dritten Liga, stieg bald nach der Fusion aber 1978 in die zweite Division auf und erreichte 1980 als erst sechster unterklassiger Klub seit Einführung des Profifußballs in Frankreich (1932) sogar das Pokalendspiel (1:3 gegen AS Monaco). Monaco beendete 1989 auch den bisher letzten Höhenflug in der Coupe de France, als die USO – unter anderem nach einem 4:0-Auswärtssieg bei Paris Saint-Germain – erneut das Viertelfinale erreichen konnte. 1992 folgte der Abstieg in die dritte, um die Jahrtausendwende sogar bis in die fünfthöchste Liga.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profistatus hat der Klub von 1980 bis 1992 besessen, allerdings noch nie erstklassig (Division 1, seit 2002 in Ligue 1 umbenannt) gespielt; 2014 gelang mit dem Aufstieg in die zweite Liga die Rückkehr in den professionellen Bereich.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Verein wesentliche ehemalige Spieler und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 2 (Mu-W), ISBN 2-913146-02-3
  • L'Équipe/Gérard Ejnès: Coupe de France. La folle épopée. L'Équipe, Issy-les-Moulineaux 2007, ISBN 978-2-915535-62-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. L'Équipe/Ejnès, S. 253