Uli Oesterle

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Uli Oesterle (* 1966 in Karlsruhe) ist ein deutscher Illustrator, Grafiker, Comiczeichner und -autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oesterle erhielt eine Ausbildung zum Grafiker an der Akademie U5 in München.

Zusammen mit Benjamin von Eckartsberg, Marc Herold und Boris Kiselicki gründete er die Ateliergemeinschaft „Die Artillerie“ in München.[1]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den frühen 1990er Jahren veröffentlichte Oesterle Comics in Magazinen wie Strapazin und Men’s Health. 2000 wurde „Schläfenlappenphantasien“ für den Max-und-Moritz-Preis auf dem Internationalen Comic-Salon Erlangen nominiert.[2] Ebenfalls seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet er als Illustrator für diverse Zeitungen, Magazine, Werbeagenturen und Eigenkunden, wie z. B. Playboy, Süddeutsche Zeitung, Fokus, Audi, Stadt München, Land Berlin, etc.

2004 erhielt er für das erste Kapitel aus „Hector Umbra“ den ICOM Independent-Comic-Preis als Bester Independent Comic.[3] Weitere Nominierungen beim wichtigsten europäischen Comicfestival in Angouléme/ Frankreich folgen 2004 und 2010, ebenfalls für "Hector Umbra".

Der Vater von Oesterle verließ die Familie, als Oesterle sieben Jahre alt war. Erst nach dem Tod des Vaters erfuhr die Familie von dessen Krankheit, dem Korsakow-Syndrom. Diese Geschichte verarbeitet Oesterle in seinem grafischen Roman „Vatermilch“, der voraussichtlich 2020 und 2021 in zwei Bänden à ca. 250 Seiten erscheinen wird. Für diese Graphic Novel erhielt er aber bereits 2016 den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung, einen Förderpreis, der für herausragende Graphic Novels in der Entstehung verliehen wird.[4]

Seit 2016 zeichnet Uli Oesterle Wimmelbilder für Puzzles, die beim Unterhachinger Heye Verlag erscheinen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher / Comic / Graphic Novel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schläfenlappenphantasien, Zwerchfell Verlag, Hamburg 1999
  • Frass, Edition 52, Wuppertal 2000
  • Hector Umbra, Carlsen Verlag, Hamburg 2009
  • Kopfsachen, Carlsen Verlag, Hamburg 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amazon.de: Uli Oesterle: Bücher, Hörbücher, Bibliografie, Diskussionen. In: www.amazon.de. Abgerufen am 16. September 2015.
  2. Referat für Bildung, Kultur und Jugend – Kulturprojektbüro Erlangen: Internationaler Comic-Salon Erlangen. In: www.comic-salon.de. Abgerufen am 16. September 2015.
  3. ICOM - Der Interessenverband Comic e.V. In: www.comic-i.com. Abgerufen am 16. September 2015.
  4. Börsenblatt Medien, Literaturszene / Uli Oesterle gewinnt mit "Vatermilch". In: www.boersenblatt.net. Abgerufen am 16. September 2015.