Ulrich Neckel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ulrich Neckel (* 23. Januar 1898 in Güstrow; † 11. Mai 1928 in Arco) war ein preußischer Jagdflieger im Ersten Weltkrieg und Ritter des Ordens Pour le Mérite.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neckel war der Sohn eines mecklenburgischen Rittergutsbesitzers.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich Freiwilliger und trat im September 1914 in das Holsteinische Feldartillerie-Regiment Nr. 24 der Preußischen Armee ein. Nach seiner Grundausbildung wurde er in das Reserve-Feld-Artillerie-Regiment Nr. 65 versetzt und im Januar 1915 an die Ostfront verlegt.

1916 meldete er sich dann zur Fliegertruppe und absolvierte eine Pilotenausbildung an der Gotha. Nach bestandener Ausbildung wurde Neckel zunächst bei der Jagdstaffel 12 eingesetzt. Im September 1917 errang er seinen ersten Luftsieg. Am 28. Februar 1918 besiegte er im Luftkampf den erfolgreichen britischen Jagdflieger John McCudden, den Bruder von James McCudden, dem jedoch eine noch Notlandung auf der alliierten Seite gelang. Am 7. April 1918 erfolgte seine Beförderung zum Leutnant der Reserve. Am 13. August 1918 erzielte Neckel seinen 28. Luftsieg, dabei schoss er das britische sogenannte Fliegerass Charles Booker mit seiner Sopwith Camel ab.

Neckel übernahm am 1. September 1918 die Führung der Jasta 19, die mit ihren schwarz-weiß gestreiften Fokker D.VII in Metz-Frecaty stationiert war. Er erzielte seinen 30. und letzten Luftsieg am 6. November, als er mit seiner Staffel auf die Flieger der 28. (US) Aero-Squadron traf. Neckel brachte eine SPAD S.XIII zum Absturz. Der Pilot, 1st Lt Ben Brown, überlebte unverletzt und geriet in Gefangenschaft. Neckel erhielt am 8. November 1918 als vorletzter Fliegeroffizier des Krieges den Orden Pour le Mérite,[1] nachdem er bereits vorher mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes sowie dem Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern ausgezeichnet worden war.

Nach Kriegsende und Demobilisierung seiner Staffel wurde Neckel im Januar 1919 aus dem Militärdienst entlassen.

Im Zivilleben war er dann zunächst als Kaufmann tätig und betätigte sich später als Fluglehrer an der späteren Verkehrsfliegerschule in Hannover, dann in Staaken und schließlich in Schleißheim bei München.

Neckel verstarb nach längerer Krankheit 1928 in Italien an Tuberkulose. Er wurde auf dem Invalidenfriedhof in Berlin bestattet.[2]

Zu seinen Ehren benannte die Lufthansa in den 30er Jahren eines ihrer Passagierflugzeuge (Junkers Ju 52 D-AGAK) „Ulrich Neckel“.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg. Band II: M–Z. Verlag Bernard & Graefe. Berlin 1935. S. 80–81.
  • Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweig: Die Ritter des Ordens Pour le Mérite des I. Weltkriegs. Band 2: H-O. Biblio Verlag, Bissendorf 2003, ISBN 3-7648-2516-2, S. 499–500.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 12. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pourlemerite.org
  2. http://www.frontflieger.de/3-n-f.html
  3. http://www.gerhards-markenseite.de/ju52/ju1930er_11.html