Uplink

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Dieser Artikel erläutert den Begriff in der Kommunikationstechnik. Das danach benannte Computerspiel wird unter Uplink (Computerspiel) beschrieben.
Satelliten-Uplink-Antenne

In einem Telekommunikationsnetz bezeichnet der Uplink [ʌplɪŋk] die Verbindung (englisch link) mit der Datenflussrichtung, welche aus der Sicht eines Endgerätes in Richtung Telekommunikationsnetz geht. Die Gegenrichtung wird Downlink genannt. Gelegentlich findet sich auch die Begriffe „Vorwärtsrichtung“ für den Downlink und „Rückwärtsrichtung“ für den Uplink. Der Uplink dient dem Upload (Hochladen), der Datenübertragung in Richtung des Telekommunikationsnetzes.

Die Begriffe kommen aus der Satellitenkommunikation, wo bei der Kommunikationsverbindung mittels der Uplinkfrequenz zu einem Satelliten „hinauf“ gesendet wird.

Begriffsverwendungen[Bearbeiten]

Satellitenkommunikation[Bearbeiten]

Bezeichnungen der Verbindungen zwischen Erdstationen und Satellit.

Der Begriff Uplink bezeichnet in der Satellitenkommunikation die Richtung von der Erdstation zum Satelliten, ebenso von einem mobilen Terminal zum Satelliten.

Üblicherweise betreiben die Satellitenbetreiber die Uplinkstationen zu ihren Satelliten. Einige Nutzer von Satellitensystemen betreiben eigene Uplinkstationen, um den Aufwand für die Übertragung zur Uplinkstation des Satellitenbetreibers zu sparen. Weiters gibt es noch Kunden, die mobile Uplinkstationen verwenden, z. B. für die Satellitenberichterstattung oder Satellitentelefon.

Im Satelliten wird die Uplinkfrequenz empfangen und auf einer zur Uplinkfrequenz unterschiedlichen Downlinkfrequenz umgesetzt und dann zur Erde zurückgestrahlt zu werden. Um eine möglichst große Ausleuchtzone („Footprint“) bei möglichst kleinen Satellitenschüsseln zu gewährleisten, werden die Signale vom Satelliten verstärkt und je nach Satellit (selten auch je nach Transponder) auf einen ganz bestimmten Teil der Erde, welcher sich im Sichtfeld des Satelliten befinden muss, zurückgesendet.

Die Uplinkstationen übertragen im Ku-Band auf den Frequenzen 12,75 GHz – 13,25 GHz, 13,75 GHz – 14,5 GHz und 17,3 GHz – 18,1 GHz die Signale zum Satelliten.[1]

Telekommunikationsnetzen[Bearbeiten]

In hierarchischen Telekommunikationsnetzen bezeichnet der Begriff die Richtung vom hierarchisch niedrigeren zum hierarchisch höherstehenden Netzelement.

Drahtlose Kommunikationssysteme[Bearbeiten]

In einem drahtlosen Kommunikationssystem wie einem Mobilfunknetz oder einem WLAN bezeichnet der Downlink die Übertragungsrichtung von der Basisstation zur Mobilstation, während der Uplink die entgegengesetzte Richtung bezeichnet. Bei GSM ist der Uplink also die Richtung von der Mobilstation über Basisstation und Base Station Controller zum Vermittlungsnetz. Aus Sicht des Handynutzers ist der Uplink damit der Sendekanal.

Rechnernetze[Bearbeiten]

In Computernetzwerken meint man damit die Verbindung eines Konzentrators (Hub, Switch) zum nächsten Konzentrator.

Man kann Benutzerports, an die Endgeräte wie Hosts, Computer und Drucker angeschlossen werden, unterscheiden von den Uplinkports, über die der nächste Konzentrator erreicht werden kann. Da die Daten vieler Benutzerports über nur einen oder wenige (Bündelung, Resiliency, Spannbaum) Uplinkports weitergereicht werden, sind diese meist deutlich leistungsfähiger ausgelegt. Da an jeden Benutzerport wieder ein Netzwerkkonzentrator angeschlossen werden könnte, ist der Übergang zwischen Benutzerports und Uplinkports fließend.

Beim Uplinkport eines Konzentrators sind im Gegensatz zu Benutzerports die Sende- und Empfangsleitung vertauscht. Bei modernen Geräten sind die Ports jedoch häufig mit einer Funktionalität ausgestattet, die Auto Uplink (auch Auto MDI-X) genannt wird. Diese Ports erkennen selbständig, ob ein Vertauschen der Sende- und Empfangsleitungen nötig ist, separate Uplinkports bzw. der Einsatz von Crossover-Kabeln sind damit überflüssig.

Weblink[Bearbeiten]

Web Archive: „Andreas Voigt: Was sind eigentlich...Uplink-Frequenzen ?, in sbc-online.de“ (Memento vom 18. Februar 2005 im Internet Archive)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Web Archive: „Andreas Voigt: Was sind eigentlich...Uplink-Frequenzen ?, in sbc-online.de“ (Memento vom 18. Februar 2005 im Internet Archive)