Urseni

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Urseni
Medwesch
Medves, Magyarmedves
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Urseni (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Gemeinde: Moșnița Nouă
Koordinaten: 45° 42′ N, 21° 18′ OKoordinaten: 45° 41′ 34″ N, 21° 18′ 30″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Einwohner: 1.151 (2002)
Postleitzahl: 307289
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf
Lage von Urseni im Kreis Timiș

Urseni (deutsch: Medwesch, ungarisch: Medves, Magyarmedves) ist ein Dorf im Kreis Timiș, Banat, Rumänien. Das Dorf Urseni gehört zur Gemeinde Moșnița Nouă.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urseni liegt 10 Kilometer südöstlich von Timișoara, am rechten Temeschufer.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudicica Moșnița Nouă Albina
Giroc Nachbargemeinden Uliuc
Șag Liebling Unip

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Urkunde aus dem Jahr 1403 erwähnte Baccus, den Sohn des Adligen Niklas Medwez, als Grundherrn der Ortschaft. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717, ist der Ort nicht eingetragen, erscheint aber auf der Mercy-Karte von 1723-1724 unter der Bezeichnung Metec. 1761 gibt es eine Eintragung unter dem Namen Medves. 1781 wurde Medves von Hadzsi Pasachia für 42000 Forint gekauft. 1789 beschreibt Johann Matthias Korabinsky in seinem Buch "Geographisch-historisches und Producten-Lexikon von Ungarn" Medves als ein rumänisches Dorf mit ausgedehnten Wäldern. Um 1800 ließen sich 32 deutsche Familien aus dem heutigen süddeutschen Raum in Medves nieder. 1803 war der ungarische Adlige Gyurky Istvan Gutsherr von Medves. 1845 wurde das Gut zwischen Gyurky Pal und Hanzely Laszlo aufgeteilt. Diese brachten 50 katholische Ungarn und 40 evangelische Slowaken als Arbeitskräfte aus den Komitaten Nógrád, Heves und Pozsony nach Medves.[1]

Verwaltung

Während der osmanischen Herrschaft (1526–1718) war der Ort als Weideland ausgewiesen und gehörte zum Vilâyet Timișoara. Von 1718 bis 1778 gehörte die Ortschaft zur Habsburger Krondomäne Temescher Banat. 1778 wurde das Banat von der Kaiserin Maria Theresia dem Königreich Ungarn zugesprochen. Von 1849 bis 1860 war es Teil eines eigenständigen Kronlandes der Woiwodschaft Serbien und Temescher Banat. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Medveș an das Königreich Rumänien fiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Urseni (Übersetzung aus dem Ungarischen: medve = urs = Bär) die amtliche Ortsbezeichnung.

Heute erlebt Urseni, dank seiner Nähe zu Timișoara, eine rasante bauliche Entwicklung.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[2] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 852 406 292 145 9
1910 1262 474 626 148 14
1930 1618 746 686 167 19
1977 1471 1114 329 27 1
2002 1151 950 161 10 30

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. urseni.ro, Geschichte von Urseni
  2. kia.hu, (PDF; 982 kB) E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880 - 2002