Ute Mahler

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Ute Mahler (* 29. Oktober 1949 in Berka bei Sondershausen, Thüringen) ist eine deutsche Fotografin und Hochschullehrerin für Fotografie.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vater von Ute Mahler war gelernter Müllermeister, später jedoch zunächst als Nebentätigkeit und dann hauptberuflich als Werbefotograf tätig.[1] Nach ihrem Abitur und einem Volontariat bei der DEWAG studierte Ute Mahler von 1969 bis 1974 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Fotografie.[2] Seit 1975 ist sie als selbständige Fotografin tätig. Sie arbeitete u. a. für die Sibylle, nach der Wende auch für den Stern. 1990 war sie eine der Gründerinnen der Agentur Ostkreuz. Sie hatte einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2000 ist sie Professorin für Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Fotografien von Ute Mahler sind in renommierten Sammlungen vertreten, u. a. in der Berlinischen Galerie, Sammlung F. C. Gundlach, im Deutschen Historischen Museum Berlin, in der Sammlung Fotografie der Staatlichen Galerie Moritzburg und den Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus.

Ute Mahler ist mit dem Fotografen Werner Mahler verheiratet, das Paar lebt in Lehnitz bei Oranienburg (Brandenburg).

Ute Mahler zählt gemeinsam mit ihrem Mann Werner Mahler „zu den stilprägendsten Vertretern der ostdeutschen Fotografie“.[3] Heute wie damals in der DDR hätten sie „ihre humanistische Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisiert“.[3] Sie seien „zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit wie heute ihre eigene und unangepasste Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisieren“, sagte DGPh-Vorsitzender Michael Biedowicz anlässlich der Preisverleihung mit dem Kulturpreis, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Photographie.[4]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Aus der großen und reichen Tradition der sogenannten live-Fotografie kommend, ist Ute Mahlers Formensprache durchaus von der Bildreportage geprägt. Ihre ureigene Sehweise jedoch, in der sich ihre Persönlichkeit und ihr Anliegen offenbaren, weist deutlich über den gewohnten, den rasch erstellten Bildbericht hinaus. In der Entscheidung für gerade jene Augenblicke, in denen eine Situation unbestimmt und offen ist, uns vielleicht überraschend, manchmal sogar rätselhaft betrifft, überschreitet Ute Mahler die oft als unüberwindlich angenommene Grenze der Fotografie. In ihren Bildern ist das Sichtbare nur eine dünne Hülle, die sich sofort wieder verflüchtigt sobald das Interesse am Eigentlichen geweckt ist- am Unsichtbaren, für das selbst unsere Sprache nur unsicher tastende Begriffe kennt, vielleicht Trauer und Freude, Liebe und Einsamkeit, Leere und Übermut, wie häufig auch von alldem etwas.“

Wolfgang Kil: Katalogblatt zur Ausstellung in der Burg-Galerie Halle/Saale, 1984

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem war Ute Mahler Mitglied der Jury des Vonovia Award für Fotografie 2018.[8]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monalisen der Vorstädte: Fotografien von Ute und Werner Mahler. Verlag Meier und Müller, Berlin 2013, ISBN 978-3-00-035371-0. (deutsch, englisch)
  • Zusammenleben. Text von Sibylle Berg. Hatje Cantz, Ostfildern 2014, ISBN 978-3-7757-3822-4.
  • Kleinstadt Fotografien von Ute und Werner Mahler, Hartmann Projects Verlag, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-96070-029-6.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zusammen Leben, Porträts von Arbeiterinnen in der DDR, 1984.
  • Spurensuche, Galerie Ulrich Kneise, Eisenach, 2008[9]
  • Das Geheimnis bleibt, Modefotografie von Ute Mahler und Schülern, Burg Giebichenstein 2011[10]
  • Monalisen der Vorstädte – Fotografien von Ute und Wener Mahler. Galerie im Kloster, Obermarchtal 2013.[11]
  • Ute Mahler und Werner Mahler – Werkschau, Deichtorhallen, Haus der Photographie, Hamburg 2014, Katalog.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Ute Mahler auf der Webseite des Goethe-Instituts, abgerufen am 18. Januar 2014
  2. Ute und Werner Mahler. Deutsche Börse Photography Foundation, abgerufen am 29. Oktober 2023.
  3. a b Kunsthalle Rostock | Ute Mahler & Werner Mahler. Abgerufen am 29. Oktober 2023.
  4. Fotografen-Ehepaar Ute und Werner Mahler ausgezeichnet. In: FAZ.NET. 28. Oktober 2023, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 29. Oktober 2023]).
  5. Eva Munz: galeriefuermodernefotografie.com, abgerufen am 15. Januar 2014
  6. Lotto Brandenburg: Kunstpreis Literatur Fotografie der LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH. Abgerufen am 14. Dezember 2015.
  7. Ostkreuz-Fotografen Ute und Werner Mahler erhalten Auszeichnung. In: Deutschlandfunk Kultur. 29. Oktober 2023, abgerufen am 29. Oktober 2023.
  8. Jury 2018. In: Vonovia Award für Fotografie. Abgerufen am 31. Juli 2020.
  9. Ausstellungsinformation auf www.studio5555.de, abgerufen am 15. Januar 2014
  10. Pressemitteilung der Burg Giebichenstein, abgerufen am 15. Januar 2014 (Memento des Originals vom 17. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.burg-halle.de
  11. Mona Lisa in der Vorstadt. In: FAZ. 21. November 2013, S. R4.
  12. Ankündigung auf www.deichtorhallen.de, abgerufen am 16. Januar 2014