Ute Mahler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ute Mahler (* 29. Oktober 1949 in Berka bei Sondershausen, Thüringen) ist eine deutsche Fotografin.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vater von Ute Mahler war gelernter Müllermeister, später jedoch zunächst als Nebentätigkeit und dann hauptberuflich als Werbefotograf tätig.[1] Nach ihrem Abitur und einem Volontariat bei der DEWAG studierte Ute Mahler an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Fotografie. Seit 1975 ist sie als selbständige Fotografin tätig. Sie arbeitete u. a. für die Sibylle, nach der Wende auch für den Stern. 1990 war sie eine der Gründerinnen der Agentur Ostkreuz. Sie hatte einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2000 ist sie Professorin für Fotografie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Fotografien von Ute Mahler sind in renommierten Sammlungen vertreten, u. a. in der Berlinischen Galerie, Sammlung F. C. Gundlach, im Deutschen Historischen Museum Berlin, in der Sammlung Fotografie der Staatlichen Galerie Moritzburg und den Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus.

Ute Mahler ist seit über 40 Jahren mit dem Fotografen Werner Mahler verheiratet, das Paar lebt in Lehnitz.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Aus der großen und reichen Tradition der sogenannten live-Fotografie kommend, ist Ute Mahlers Formensprache durchaus von der Bildreportage geprägt. Ihre ureigene Sehweise jedoch, in der sich ihre Persönlichkeit und ihr Anliegen offenbaren, weist deutlich über den gewohnten, den rasch erstellten Bildbericht hinaus. In der Entscheidung für gerade jene Augenblicke, in denen eine Situation unbestimmt und offen ist, uns vielleicht überraschend, manchmal sogar rätselhaft betrifft, überschreitet Ute Mahler die oft als unüberwindlich angenommene Grenze der Fotografie. In ihren Bildern ist das Sichtbare nur eine dünne Hülle, die sich sofort wieder verflüchtigt sobald das Interesse am Eigentlichen geweckt ist- am Unsichtbaren, für das selbst unsere Sprache nur unsicher tastende Begriffe kennt, vielleicht Trauer und Freude, Liebe und Einsamkeit, Leere und Übermut, wie häufig auch von alldem etwas.“

Wolfgang Kil: Katalogblatt zur Ausstellung in der Burg-Galerie Halle/Saale, 1984

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Monalisen der Vorstädte: Fotografien von Ute und Werner Mahler. Verlag Meier und Müller, Berlin 2013, ISBN 978-3-00-035371-0. (deutsch, englisch)
  • Zusammenleben. Text von Sibylle Berg. Hatje Cantz, Ostfildern 2014, ISBN 978-3-7757-3822-4.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zusammen Leben, Porträts von Arbeiterinnen in der DDR, 1984.
  • Spurensuche, Galerie Ulrich Kneise, Eisenach, 2008[4]
  • Das Geheimnis bleibt, Modefotografie von Ute Mahler und Schülern, Burg Giebichenstein 2011[5]
  • Monalisen der Vorstädte- Fotografien von Ute und Wener Mahler. Galerie im Kloster, Obermarchtal 2013.[6]
  • Ute Mahler und Werner Mahler − Werkschau, Deichtorhallen, Haus der Photographie, Hamburg 2014, Katalog.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Ute Mahler auf der Webseite des Goethe-Instituts, abgerufen am 18. Januar 2014
  2. Eva Munz: galeriefuermodernefotografie.com, abgerufen am 15. Januar 2014
  3. Lotto Brandenburg: Kunstpreis Literatur Fotografie der LAND BRANDENBURG LOTTO GmbH. Abgerufen am 14. Dezember 2015.
  4. Ausstellungsinformation auf www.studio5555.de, abgerufen am 15. Januar 2014
  5. Pressemitteilung der Burg Giebichenstein, abgerufen am 15. Januar 2014
  6. Mona Lisa in der Vorstadt. In: FAZ. 21. November 2013, S. R4.
  7. Ankündigung auf www.deichtorhallen.de, abgerufen am 16. Januar 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]