Uwa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Siedlung städtischen Typs
Uwa
Ува
Föderationskreis Wolga
Republik Udmurtien
Rajon Uwa
Oberhaupt Arkadi Posyrew
Gegründet 1922
Siedlung städtischen Typs seit 1938
Fläche 20 km²
Bevölkerung 19.984 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 999 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 130 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 34130
Postleitzahl 427260–427265
Kfz-Kennzeichen 18
OKATO 94 244 551
Website www.uvainfo.ru
Geographische Lage
Koordinaten 56° 59′ N, 52° 11′ OKoordinaten: 56° 59′ 0″ N, 52° 11′ 0″ O
Uwa (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Uwa (Udmurtien)
Red pog.svg
Lage in Udmurtien
Liste großer Siedlungen in Russland

Uwa (russisch Ува́) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Republik Udmurtien (Russland) mit 19.984 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt im Wolgagebiet gut 60 Kilometer (Luftlinie) westnordwestlich der Republikhauptstadt Ischewsk am gleichnamigen Flüsschen im Einzugsgebiet der Wjatka.

Uwa ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Uwa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unweit der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen udmurtischen und russischen – heute teils eingemeindeten – Dörfer Udmurtskaja Tuklja, Russkaja (Nowo-)Tuklja und Uwa-Tuklja entstand auf dem Gebiet des heutigen Ortes ab 1922[2] am Flüsschen Uwa (früher auch Wa, in verschiedenen finno-ugrischen Sprachen für Wasser) ein forstwirtschaftlicher Stützpunkt mit zugehöriger Wohnsiedlung.

Der schnell gewachsene Ort erhielt am 27. Dezember 1938 den Status einer Siedlung städtischen Typs.

1947 wurde eine bereits Ende der 1930er Jahre zu Zwecken der Forstwirtschaft und des Torfabbaus aus Richtung Ischewsk nach Uwa errichtete Schmalspurbahn auf Breitspur umgebaut, wodurch die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes weiteren Aufschwung nahm.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 11.554
1970 14.219
1979 15.496
1989 18.249
2002 19.358
2010 19.984

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1974 gibt es in Uwa ein Geschichts- und Kunstmuseum (bis 2007 als Heimatmuseum mit angeschlossener „Volks-Gemäldegalerie“).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwa ist Zentrum der Holzwirtschaft und holzverarbeitenden Industrie. Gelegen in einer am Kiefern- und Birkenwäldern reichen Gegend, ist Uwa zudem Erholungsort regionaler Bedeutung mit mehreren Erholungsheimen und Sanatorien.

Durch den Ort führt die Eisenbahnstrecke nach Kilmes, die in Ljukschudja nördlich von Ischewsk von der Strecke Agrys–Ischewsk–Pibanschur(–Balesino) abzweigt. Neben dem Bahnhof Uwa I beim Zentrum der Siedlung (Streckenkilometer 79 ab Ischewsk) gibt es im Ortsteil Podmoi den Bahnhof Uwa II (Kilometer 72). In Uwa kreuzen sich die Straßen von Ischewsk nach Kilmes im Westen Udmurtiens und weiter in die Oblast Kirow und die Nord-Süd-Verbindung Igra-Moschga.

Söhne und Töchter von Uwa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Uwa auf der Webseite des Geographischen Instituts der RAN (russisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]