Valschaviel

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Valschaviel (Alpe/Maiensäß)
Valschaviel (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bludenzf8, Vorarlberg
Gerichtsbezirk Bludenz
Pol. Gemeinde Gaschurn
Ortschaft Gaschurn
Koordinaten 47° 0′ 15″ N, 10° 3′ 55″ OKoordinaten: 47° 0′ 15″ N, 10° 3′ 55″ Of1
Höhe 1500 m ü. A.
Statistische Kennzeichnung
Zählsprengel/ -bezirk Gaschurn (80110 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; VoGIS

f0f0

Valschaviel ist eine Alpe und gleichnamiges Tal im Montafon in Vorarlberg, und gehört zur Gemeinde Gaschurn im Bezirk Bludenz. Das Almdorf, eines der größten Vorarlbergs, ist relativ gut in historischer Substanz erhalten, und ist als Kulisse zu Joseph Vilsmaiers Film Bergkristall bekannt geworden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Almdorf[1] – Vorsäße, also Niederalpen, werden hier Maiensäß genannt – liegt im gleichnamigen Tal des Valschavielbachs, einem Seitental des Illtals, das in die Berge der Verwallgruppe führt. Das Tal bildet den gesamten Nordostteil des Gemeindegebiets Gaschurn, gegen Silbertal hin.

Talauswärts liegt die kleine Alpe Barketta, über Valschaviel die Alpe Bizul, und im Tal gegenüber die Alpe Ibau. Die Gründe um die Alpe sind Besitz der Agrargemeinschaft Valschaviel (offener Maisäß), die Bergmähder ziehen sich bis auf 2000 Meter. Die umliegenden Wälder gehören meist dem Stand Montafon.

Im Norden bildet der Madererkamm des Verwall den Talrand, mit der Madererspitze (2769 m ü. A.), den Süden bildet der Valschavielkamm mit dem Tavamunter Augstenberg (2489 m ü. A.). Nach Westen leiten das Gaschurner Winterjöchle und das viel höhere Valschavieljöchle in den Schönverwall am Oberlauf der Trisanna in Tirol.

Geschichte und Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Gebäude datieren in das 16. Jahrhundert (Barock), der Gutteil dürfte aus dem 19. Jahrhundert stammen. Es sind einige Lawinenkatastrophen und Brände überliefert, die zu Erneuerungen geführt haben. In den 1980er Jahren wurde eine Straße vom Illtal herauf gebaut, seither wurden etliche Gebäude in anderer Nutzung und Größe neu erbaut. In einigen der Gebäude finden sich aber noch offene Feuerstellen, gemauerte Öfen oder altes Inventar. Als der Maiensäß als Location für den Vilsmayer-Film von 2004 vorbereitet wurde, wurde vom Filmteam sämtliche Gebäude einheitlich in Holzschindeln gedeckt, und zeigen heute ein harmonischeres Gesamtbild.

Baukundlich interessant ist die Anordnung der Gebäude, die als Lawinenschutz in langen Reihen hintereinander liegen. Als Bautypus herrscht montafoner Zwei- und Dreiraumgrundriss vor, es finden sich aber auch ortstypische Kombinationen, mit Wohnbereich, Stall und Heulege hinter- oder übereinander.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Barbara Keiler, Klaus Pfeifer: Der Maisäß Valschaviel. In: Andreas Rudigier (Hrsg.): Montafoner Schriftenreihe. Band 15, 2005, ISBN 3-902225-17-3 (Weblink, Montafoner Museen; Weblink, Bundesdenkmalamt).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Ortslage ist in der Datenbank GEONAM Österreich des Bundesamts für Eich- und Vermessungswesen vermerkt, aber im Ortsverzeichnis 2001 der Statistik Austria nicht angegeben, daher fehlt eine amtliche statistische Ortkennzeichnung. In AMAP/Geonam ist sie als Einzelgebäude und Gehöft klassiert: Valschaviel: Detail, Austrian Map online, BEV