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Verlag Niggli

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(Weitergeleitet von Verlag Niggli AG)

Der Verlag Niggli ist ein Schweizer Fachbuchverlag mit Sitz in Salenstein.

Nach Schule und Buchhandelslehre gründete Arthur Niggli (1923–2000) im Jahr 1950 den eigenen Verlag im appenzellischen Teufen.[1] Der Verlag machte sich einen Namen auf den Gebieten Architektur, Typografie und Kunst aus dem Bauhaus-Umfeld[2] und entwickelte sich oft zum internationalen Vorreiter bei Veröffentlichungen: So erschien 1953 das erste deutschsprachige Buch über Ikebana. 1958 kam DADA – Monographie einer Bewegung auf den Markt. Später erschienen im Verlag Kunstbände unter anderem von Richard Lindner und Christo.[1] Die signierten, nummerierten Originalgrafiken der beiden Künstler in der Luxusausgabe waren 1970 die ersten, die in Europa hergestellt und verkauft wurden. Im gleichen Jahr wurde bei Niggli die erste Monographie über Andy Warhol veröffentlicht. Das international ausgerichtete Programm erschien oft in zwei- oder dreisprachigen Ausgaben.[1]

1971 wurde die erste Ausgabe der Archithese herausgegeben, die sich zu einer wichtigen Architekturzeitschrift der Schweiz entwickelte und Arthur Niggli die Ernennung zum Ehrenmitglied durch den Architekturverband FSAI einbrachte.[1] Zahlreiche Publikationen des Verlages wurden mit Preisen geehrt.[3] Der Verlag galt als führend im Hinblick auf Typographie.[4]

1992 wurde der Firmensitz nach Sulgen verlegt. Gemeinsam mit dem Verlag Benteli wurde Niggli 2014 an die Braun Publishing AG verkauft.[4] Beide Verlage gehörten bereits seit 2009 zur bsmediagroup.[5]

Das Verlagsprogramm konzentriert sich auf die Bereiche Architektur, Design und Typografie. Verlegt wurden u. a. Monografien von Architekten wie David Adjaye, Tadao Ando, Max Bill, Max Dudler, Peter Eisenman, Gebrüder Pfister, Hans Kollhoff, Christoph Mäckler, Paulo Mendes da Rocha und Ben van Berkel. Zu den Autoren und Herausgebern zählen Josef Müller-Brockmann, Wilhelm Opatz, Ruedi Wyss und Gerhard M. Buurman.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Gäbi Lutz: Nachruf: Arthur Niggli, Teufen (1923-2000). In: Appenzellische Jahrbücher. Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft, 2000, abgerufen am 13. April 2026.
  2. Kehraus bei Niggli – Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. 7. November 2014, abgerufen am 13. April 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  3. Arne Goebel: Verlag Niggli in Frankfurt mit zwei Preisen ausgezeichnet. Tagblatt, 23. Oktober 2009, abgerufen am 13. April 2026.
  4. 1 2 Spurensicherung für Niggli – Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. 5. Dezember 2014, abgerufen am 13. April 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  5. Braun Publishing kauft Benteli und Niggli. Abgerufen am 13. April 2026.