Veronika Meduna

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Veronika Meduna (* 2. Januar 1965 in Děčín) ist eine vielfach ausgezeichnete deutsche Biologin, Hörfunkjournalistin und Schriftstellerin tschechischer Herkunft, die in Neuseeland dauerhaftes Aufenthaltsrecht besitzt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veronika Meduna studierte an der Universität Konstanz. 1987 legte sie die Diplom-Vorprüfung in Biologie und 1991 das Diplom in Biotechnologie ab. Anschließend wechselte sie an die University of Otago in Dunedin (Neuseeland) und schloss dort 1994 mit einem Master of Science in Mikrobiologie ab. Im gleichen Jahr erhielt sie an der University of Canterbury in Christchurch das Postgraduate Diploma in Journalistik. Meduna spricht fließend Tschechisch, Deutsch und Englisch, kann sich aber auch in Māori, Mandarin, Russisch, Italienisch, Spanisch sowie Französisch verständigen.

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 1990 war sie an der Universität Konstanz wissenschaftliche Hilfskraft in der „Arbeitsgruppe Mikrobielle Ökologie“ und anschließend bis 1992 bei der ebenfalls in Konstanz beheimateten Bio System GmbH als Wissenschaftlerin angestellt. Dort befasste sie sich mit Bodenmikrobiologie, untersuchte unter anderem das Potenzial von Erdmikroben zur Säuberung verunreinigter Erde und entwickelte eine Technik zur biologischen Schadstoffentfernung. 1992 bekleidete Meduna zwei Positionen als wissenschaftliche Mitarbeiterin: Zum einen beschäftigte sie sich am (heute so genannten) Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien an der Universität Bremen mit der Extraktion und Veredelung von Algentoxinen und wirkte darüber hinaus an einer Studie mit, die die für das Einsetzen der Algenblüte verantwortlichen Umweltfaktoren erfassen sollte. Zudem beteiligte sie sich für das Department of Zoology, Wildlife Management der Universität von Otago an einer umfassenden Beobachtung Neuseeländischer Seebären auf der Otago Peninsula. 1993 schließlich arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Waste Technology Research Centre der Universität und konzentrierte sich dort wieder auf die Bodenreinigung durch Erdmikroben.

Journalistische Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit ihrem ersten Semester verfasste sie wissenschaftliche Artikel für die Medien.[1] Im Jahr 2001 reiste Meduna zur Scott Base in die Antarktis, um dort die Arbeit eines Eisbohrkern-Forschungsteams zu dokumentieren.[2] 2002 verbrachte sie drei Monate als David Low Chevening Fellow am Green College der University of Oxford in England und forschte dort über die Rolle der Medien in wissenschaftlicher Risiko- und Krisenkommunikation. Ein Stipendium der Asia New Zealand Foundation ermöglichte es ihr 2004, eine Gruppe mehrerer Archäologen bei Ausgrabungen in Kambodscha zu begleiten. Im Herbst 2006 war sie Co-Kuratorin der vom 5. September bis 26. November laufenden Ausstellung „Butterflies, Boffins & Black Smokers: two centuries of science in New Zealand“ der National Library of New Zealand.

Meduna arbeitete für The Press und schreibt regelmäßig für den New Zealand Listener, das führende Wochenmagazin zu aktuellem Zeitgeschehen. Darüber hinaus wirkt sie an Te Ara: The Encyclopedia of New Zealand, einem Onlineprojekt des Ministry for Culture and Heritage, mit. Einer breiten Öffentlichkeit ist sie jedoch vor allem durch die von ihr produzierte und präsentierte wöchentliche Wissenschaftssendung Our Changing World in der öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalt Radio New Zealand bekannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Changes of microbial populations in agricultural soil after the introduction of organic waste. Otago University Press, Dunedin 1994
  • (gemeinsam mit Choon Tan) Teach Your Children Well. Canterbury University Press, Christchurch 1996, ISBN 978-0-908812-51-6
  • (gemeinsam mit Mavis Airey) AA Spiral Guide: New Zealand. AA Press, Basingstoke 2002, ISBN 978-0-7495-3344-1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susan Bartel: What the heck’s a ‘black smoker’?. Pressemitteilung der National Library of New Zealand anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Butterflies, Boffins & Black Smokers: two centuries of science in New Zealand“. Gefunden auf natlib.govt.nz am 2. November 2011
  2. http://www.radionz.co.nz/national/documentaries/poletopole Informationen von Radio New Zealand über das internationale wissenschaftsjournalistische Kooperationsprojekt „Pole to Pole“, zu dem Meduna eine der drei Reportagen beigesteuert hat. Gefunden auf radionz.co.nz am 2. November 2011