Vertretungsmacht

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Vertretungsmacht ist ein Rechtsinstitut aus dem Recht der Stellvertretung und bezeichnet die Berechtigung zum Handeln nach außen.[1]

Die Vertretungsmacht kann sich aus dem Gesetz ergeben (gesetzliche Stellvertretung wie im Fall der elterlichen Sorge, § 1626 BGB) oder durch Rechtsgeschäft erteilt werden (gewillkürte Stellvertretung durch Erteilung einer Vollmacht).

Abzugrenzen ist die Vertretungsmacht von der Geschäftsführungsbefugnis als der Berechtigung im Innenverhältnis gegenüber dem Vertretenen. Diese ergibt sich beispielsweise aus einem der Stellvertretung zugrunde liegenden Geschäftsbesorgungs-oder Dienstvertrag oder einem im Einzelfall erteilten Auftrag.

Handelt der Vertreter im Rahmen seiner Befugnisse, so treten nach der Repräsentationstheorie die Rechtswirkungen einer von dem Stellvertreter abgegebenen Willenserklärung direkt zwischen dem Vertretenen und dem Dritten ein (§ 164 Abs. 1 Satz 1 BGB). Andernfalls gelten die Regeln über den Vertreter ohne Vertretungsmacht (§ 177 BGB).

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Creifelds: Rechtswörterbuch. 21. Aufl. 2014. ISBN 978-3-406-63871-8
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