Viana (Angola)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Viana
Viana (Angola)
Viana
Viana
Koordinaten 8° 54′ S, 13° 23′ O-8.905555555555613.375Koordinaten: 8° 54′ S, 13° 23′ O
Basisdaten
Staat Angola

Provinz

Luanda
Município Viana
Fläche 1344 km²
Einwohner 68.000 (1. März 2009)
Dichte 50,6 Ew./km²
Gründung 1963
Politik
Administrador Municipal José Moreno[1]
Strassenszene vor dem Bahnhof in Viana
Strassenszene vor dem Bahnhof in Viana

Viana ist eine Stadt in der Metropolregion der angolanischen Hauptstadt Luanda. Viana ist ca. 90 Autominuten von der Innenstadt Luandas entfernt.

Viana ist Sitz des katholischen Bistums Viana.

Geschichte und Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Die Stadt wurde am 13. Dezember 1963 gegründet und umfasst neben dem eigentlichen Viana auch die Ortschaften Barra do Kwanza, Calumbo und Zango. Wegen der Nähe zur Millionenstadt Luanda hat Viana in den letzten Jahren eine sehr starke Zunahme der Bevölkerung und der Industrie erfahren. In der Nähe wird der neue Flughafen von Luanda, der Angola International Airport, von der chinesischen Firma China International Fund gebaut.

Verwaltung[Bearbeiten]

Viana ist ein Kreis (Município) in der Provinz Luanda. Der Kreis setzt sich aus drei Gemeinden (Comunas) zusammen:

Die Stadt grenzt im Norden an den Kreis Cacuaco und im Osten an den Kreis Ícolo e Bengo, dessen Hauptstadt Catete der Geburtsort des Nationalhelden, Staatsgründers und ersten Präsidenten von Angola Agostinho Neto ist. Im Süden grenzt Viana an Quiçama und im Westen an Samba, Rangel und Kilamba Kiaxi.

Einwohner[Bearbeiten]

Auf einer Fläche von 1.344 Quadratkilometern ca. 15–30 Kilometer östlich von Luanda leben die etwa 68.000 Einwohner der Stadt (Stand 2009), die durch das Bevölkerungswachstum der ganzen Region zu einer Art Vorort von Luanda geworden ist. Sie weist inzwischen neben den einheimischen Ambundu eine ungewöhnlich starke Konzentration von Ovimbundu auf, die wegen des Bürgerkriegs von 1097-2002 aus dem Zentralhochland weggezogen sind. Es ist auch die Heimat von rund 6.000 langfristigen Flüchtlingen, vorwiegend aus der Provinz Shaba in der Demokratischen Republik Kongo. Die Einwohnerzahlen sind jedoch nur Schätzungen und gelten als veraltet. Die Volkszählung 2014 soll fortan gesicherte Bevölkerungsdaten liefern.

Der Bürgermeister von Viana (Mitte, mit Brille und gelbem Hemd) eröffnete 2007 zusammen mit den US-Spielern Ruth Riley (rechts) und Sam Perkins (links) neue Anlagen vor der Basketball-Afrikameisterschaft 2007

Sport[Bearbeiten]

In Viana steht das Estádio do Santos, erbaut im Jahr 2003. Es hat 17.000 Sitzplätze und wird hauptsächlich für Fußballspiele genutzt.[2] Ursprünglich war es das Heimstadion des Santos Futebol Clube de Angola (Santos FC), ein 2002 in Anlehnung an den brasilianischen FC Santos gegründeter Fußballverein. Der Santos FC gewann 2008 den Landespokal (Taça de Angola) und 2009 den Supercup (Super Taça de Angola). 2013 beendete er die Saison auf dem letzten Platz des Girabola und stieg in die zweite Liga, dem Gira Angola ab.[3]

Unter Mithilfe der NBA wurden vor der Basketball-Afrikameisterschaft 2007 in Viana neue Sportanlagen eröffnet, unter Anwesenheit u.a. des Bürgermeisters von Viana, José Morena, der amerikanischen Botschafterin Cynthia Efird, und der US-amerikanischen Basketballstars Ruth Riley und Sam Perkins.

Verkehr[Bearbeiten]

Mit seinem Bahnhof ist der Ort an die Luandabahn angeschlossen, die den Hafen von Luanda mit Malanje verbindet. Im Jahr 2005 wurden die Bahngleise von den Zerstörungen des Bürgerkriegs wieder instand gesetzt. Seitdem gibt es einen stündliche Verbindung in die Hauptstadt.[4] Im Juli 2010 nahm eine zweimal wöchentliche Güterzugverbindung nach Dondo ihren Dienst auf.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Viana (Angola) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel vom 14. Februar 2014 über den Bericht des Bürgermeisters zum Stand der Schulbauten, staatliche Nachrichtenagentur ANGOP, abgerufen am 29. April 2014
  2. Das Stadion Estádio dos Santos auf der Website der Liga Girabola, abgerufen am 29. April 2014
  3. Schlusstabelle Girabola 2013 auf der Website der Liga Girabola, abgerufen am 29. April 2014
  4. Stündliche Verbindung mit der CFL (englisch)