Victor Tuxhorn

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Victor Tuxhorn (* 26. März 1892 in Bielefeld; † 28. Juni 1964 ebenda) war ein deutscher Kunstmaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Victor Tuxhorn wurde als erster Sohn, vor Georg Tuxhorn, des Drehers Adolf Tuxhorn und dessen Ehefrau Emma in Bielefeld geboren. Nach dem Besuch der Mittelschule begann Tuxhorn eine Lehre in der Malerwerkstatt Milberg und Pauly. Von 1909 bis 1914 studierte er Malerei und Grafik bei Ludwig Godewols und Karl Muggly an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld. Im November 1909 gründete er zusammen mit u. a. Peter August Böckstiegel, Ernst Sagewka, Erich Lossie und Heinz Lewerenz die Künstlergruppe „Rote Erde“, die bis 1933 bestand. Während des Ersten Weltkriegs leistete er Kriegsdienst und fertigte Armeezeichnungen für Publikationen wie „Aus Sundgau und Wasgenland“ und „Vogesenwacht“ an.

Von 1921 bis 1923 studierte Tuxhorn bei Otto Gußmann, Oskar Kokoschka und Robert Sterl an der Kunstakademie Dresden, wo er schließlich Meisterschüler bei Richard Dreher wurde. Anschließend war er als freischaffender Künstler in Bielefeld tätig. Studienaufenthalte führten in auf die Nordsee-Halligen, in die Niederlande, nach Sizilien und in die Schweiz.

Tuxhorn wandelte sich vom Jugendstil kommend zum gemäßigten Expressionisten. Seine Werke fanden in Westfalen weite Verbreitung. Die Arbeiten Tuxhorns werden heute auch dem Stil des „Westfälischen Expressionismus“ zugeordnet.[1]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Positionen der Klassischen Moderne aus der Sammlung Bunte“, August Macke Haus Bonn, 2009 Kunstmuseum Bayreuth 2009, Kunsthaus Apolda 2010
  • „Westfälische Expressionisten aus privaten Sammlungen“, Peter-August-Böckstiegel-Haus Arrode, 2013
  • „Das Glück in der Kunst – Expressionismus und Abstraktion um 1914“, Kunsthalle Bielefeld, 2014
  • „Victor Tuxhorn (1892–1964) – ein Kunstmaler und sein Schildesche“, Volksbank Bielefeld-Gütersloh 2014
  • "Victor Tuxhorn – Expressionismus und Gefühl", Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch, 2016

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jutta Hülsewig-Johnen, Thomas Kellein: Der westfälische Expressionismus. Verlag Hirmer 2010, ISBN 3777431710