Vorgebirge (Rheinland)

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Das Vorgebirge ist eine langgestreckte und bis zu 156 m hohe Anhöhe in Nordrhein-Westfalen. Sie ist Teil des Höhenzuges der Ville und begrenzt westlich die Kölner Bucht zwischen Köln und Bonn sowie dem Rhein-Erft-Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vorgebirge zählt zum Höhenzug der Ville und bezeichnet den Hang dieser zur Rheinebene zwischen dem Bonner Stadtteil Duisdorf und dem Hürther Stadtteil Kendenich. In früheren Zeiten wurden beide Begriffe oft synonym benutzt.

Eine Besonderheit des Vorgebirges ist die im Lee der Ville erfolgte mächtige äolische Lössablagerung aus dem Quartär, die sehr fruchtbar ist. Das Vorgebirge ist deshalb durch intensiven Gemüse- und Obstanbau, oft in Mischkultur, gekennzeichnet. Hier wurde 1896 auch das erste reine Obstgut Deutschlands gegründet (siehe Otto Schmitz-Hübsch). Des Weiteren ist das Vorgebirge eins der größten deutschen Anbaugebiete für Spargel (siehe Bornheimer Spargel).

Im und am Vorgebirge liegen die Städte und Gemeinden Alfter, Bornheim, Brühl und Hürth. Zum weiteren soziokulturellen Umkreis zählen die Städte und Gemeinden Erftstadt, Swisttal, Weilerswist und Wesseling.

Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vorgebirge ist Teil des Naturparks Rheinland. Die Geschäftsstelle Naturpark Rheinland in Rheinbach und der Verein Voreifel-Touristik geben zahlreiche zum großen Teil auch kostenlose Materialien zum Wandern in der Region heraus. Ein Wanderweg ist der etwa neun Kilometer lange Panoramaweg durch Brombeerplantagen und Obstwiesen, oberhalb von Roisdorf ab dem Restaurant Heimatblick. Auch der Römerkanal-Wanderweg, der die römische Eifelwasserleitung nach Köln begleitet, führt in seinen mittleren Etappen durch das Vorgebirge.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 45′ N, 6° 55′ O