Vreni Spoerry

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Vreni Spoerry

Verena Spoerry-Toneatti (* 8. März 1938 in Zürich; heimatberechtigt in Fischenthal) ist eine Schweizer Politikerin. Sie gehört der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) an.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spoerry ist in Rapperswil SG aufgewachsen. Nach der Handelsmatura studierte sie Rechtswissenschaft und schloss mit dem Lizenziat ab. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Spoerry ist Präsidentin des Stiftungsrats von «Esprix» (einer Stiftung, die unternehmerische Leistungen auszeichnet) sowie Präsidentin des Stiftungsrats der Kaspar Spoerry-Stiftung (einer Stiftung zur Förderung der sportlichen Betätigung von Behinderten). Ausserdem war sie 1992 bis 2004 Präsidentin des Energieforums Schweiz.

Ab 1986 war Spoerry langjährige Verwaltungsrätin bei der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) bzw. der Credit Suisse (CS), von 1992 bis 2004 bei der Nestlé und von 1998 bis 2001 Verwaltungsrätin bei der Swissair. Von 1999 bis 2010 war sie Vizepräsidentin des Verwaltungsrats der SV Group. Zudem war sie 1985 bis 2004 Mitglied und Vizepräsidentin der Zürcher Handelskammer.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor ihrer politischen Laufbahn auf nationaler Ebene war Spoerry Gemeinderätin (1978 bis 1986) von Horgen und Kantonsrätin (1979 bis 1983). Von 1983 bis 1996 gehörte sie dem Schweizer Nationalrat und von 1996 bis 2003 dem Ständerat an.

Im Ständerat sass sie in den Kommissionen für Rechtsfragen (1995/96), soziale Sicherheit und Gesundheit (1997–2003), Umwelt, Raumplanung und Energie (1996–2003), Wirtschaft und Abgaben (1996–2003) und der Staatspolitischen Kommission (1996–1999).

Freispruch im Swissair-Prozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich erhob im März 2006 im Zusammenhang mit dem Swissair-Konkurs Anklage gegen Spoerry und weitere 18 Personen. Sie war Verwaltungsrätin der Fluggesellschaft. Ihr wurde Gläubigerschädigung und mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen. Sie wurde, wie alle andere 18 angeklagten Personen, freigesprochen. Sie erhielt eine Prozessentschädigung in der Höhe von 187'829 Franken.[1][2][3] Die Staatsanwaltschaft zog das Urteil nicht weiter; damit ist der Freispruch rechtskräftig.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Swissair-Prozess: Verteidiger plädieren auf Freispruch in: Swissinfo vom 22. Februar 2007
  2. Freisprüche für alle Swissair-Verantwortlichen. swissinfo, 7. Juni 2007, abgerufen am 4. März 2010.
  3. Alle Angeklagten freigesprochen (Memento vom 23. Oktober 2010 im Internet Archive) in: Tages-Anzeiger vom 7. Juni 2007
  4. Staatsanwaltschaft zieht SAirGroup-Urteile nicht weiter in: NZZ Online vom 7. September 2007