swissinfo

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SWI swissinfo
Beschreibung News- und Informationsplattform
Fachgebiet Informationen über aktuelle Ereignisse
und Themen mit Bezug zur Schweiz
Sprache Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch,
Spanisch, Portugiesisch, Russisch,
Chinesisch, Arabisch, Japanisch
Erstausgabe 1999
Chefredaktorin Larissa M. Bieler
Geschäftsführer Peter Schibli
Weblink www.swissinfo.ch
In diesem Gebäude der SRG-SSR an der Giacomettistrasse in Bern wird swissinfo.ch produziert

SWI swissinfo.ch – Schreibweise auch swissinfo.ch[1] – ist eine öffentlich-rechtliche Nachrichten- und Informationsplattform der Schweiz. Sie bietet Informationen über aktuelle Themen und Ereignisse in zehn Sprachen. Inhaltlich stehen vor allem Informationen zur Schweiz im Zentrum. Oberste Priorität haben originäre Informationen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung, und Tourismus. Ein wichtiger Fokus liegt dementsprechend auf der internationalen wirtschaftspolitischen und kulturellen Vernetzung der Schweiz.

Entwicklung des Unternehmens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich trug Swissinfo den Namen Schweizer Radio International (SRI) respektive Radio Schweiz International und war die Unternehmenseinheit der Schweizerischen Rundspruchgesellschaft SRG (heute SRG SSR) für das Ausland. Sie wurde 1935 gegründet und hatte den Auftrag, die Auslandschweizer über das Geschehen in der Schweiz zu informieren sowie die Präsenz der Schweiz im Ausland zu fördern. Ursprünglich wurden Radioprogramme über Kurzwelle und später über Satelliten gesendet. 1999 wurde eine erste Version von Swissinfo auf dem Internet veröffentlicht. Ende Oktober 2004 wurden als Folge von Sparmassnahmen des Bundes die letzten Radioprogramme ausgestrahlt.

Zu Beginn (1999) wurde Swissinfo in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch und Portugiesisch aufgeschaltet. Ein Jahr später folgten die Seiten auf Japanisch, Italienisch und Spanisch, am 1. Februar 2001 jene auf Arabisch und im September desselben Jahres die Seite auf Chinesisch.

Am 21. März 2005 entschied der Verwaltungsrat der SRG, Swissinfo massiv abzubauen. Dieser Entscheid war nicht endgültig, sondern musste von der Aufsichtsbehörde, dem Bundesamt für Kommunikation (Bakom), bzw. dem Bundesrat, noch bestätigt werden. Die Absicht der SRG, Swissinfo auf ein Minimum zu reduzieren, hatte unter den Lesern kritische Reaktionen ausgelöst. Auch die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates hatte sich deutlich gegen einen Abbau von Swissinfo ausgesprochen. Nach den Vorstellungen der SRG hätte künftig nur noch ein reduziertes Angebot in englischer Sprache produziert werden sollen. Geplant war, diesen Dienst bei Schweizer Radio DRS (heute SRG SSR) einzubinden. In den Landessprachen sollten nur noch spezifische Informationen für die Auslandschweizer produziert werden. Je ein Journalist wäre für dieses Angebot zuständig gewesen, das in einer Unternehmenseinheit der SRF hergestellt worden wäre. Dieses Bestreben konnte jedoch abgewendet werden. Swissinfo erhielt im Sommer 2007 vom Bundesrat einen neuen Leistungsauftrag.

Ab dem 1. Januar 2008 wurde der promovierte Jurist Peter Schibli als Nachfolger von Christoph Heri Chefredaktor von Swissinfo. Auf Vorschlag des Ausschusses von Swissinfo wählte der Verwaltungsrat der SRG am 22. Oktober 2008 Peter Schibli als Nachfolger von Beat Witschi zum neuen Direktor. Neuer Chefredaktor war von November 2008 bis Februar 2015 Christophe Giovannini, der vorherige Leiter der englischsprachigen Redaktion. Seit 1. Januar 2016 ist Larissa M. Bieler neue Chefredaktorin, zuvor Chefredaktorin des Bündner Tagblatts.[2] Heute zählt Swissinfo rund 150 Mitarbeiter aus 11 Ländern.

Redaktionelles Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

swissinfo-Pilotversuch in russischer Sprache mit Swissinfo-Direktor Peter Schibli (links) und Botschafter Igor Borissowitsch Bratschikow (ganz rechts)

Inhaltlich stehen Informationen zu aktuellen Themen und Ereignissen der Schweiz in Form von Text-, Bild-, Ton- und Videobeiträgen im Zentrum. Erste Priorität haben originäre und vertiefte Informationen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Bildung, und Tourismus. Das redaktionelle Angebot existiert in zehn Sprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch, Japanisch, seit dem 17. Januar 2013 – nach einem Pilotversuch vom März bis Oktober 2009 aus Anlass der Eishockey-Weltmeisterschaften im Mai 2009 und des Staatsbesuchs des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew Ende September 2009 – auch Russisch[3]), und die internationale Vernetzung wird seit 2007 über Blogs vorangetrieben.

Ausserdem werden Dossiers und multimediale Zugaben zu aktuellen Themen angeboten. Auf Swissinfo können auch Informationssendungen von Schweizer Radio und Fernsehen abgerufen werden. Für die Auslandschweizer gibt es einen speziellen Bereich «Swissinfo für die Auslandschweizer». Hier finden sich Informationen zu den anstehenden Abstimmungen und Wahlen. Das Forum erlaubt den direkten Kontakt untereinander.

Dienstleistungsangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Informationen können auch von einem Mobiltelefon abgerufen werden. Der Schlagzeilendienst aktualisiert automatisch die Schlagzeilen der Frontseiten auf einem Computer. Ausserdem können sie per Newsfeed direkt auf andere Internetsites aufgeschaltet werden. Zudem wird ein wöchentlicher Newsletter verschickt, welcher die interessantesten Artikel beinhaltet. Auf der Website wird weiter eine ausführliche Linksammlung zur Schweiz angeboten, welche insbesondere den Auslandschweizern von Nutzen sein kann.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. offizielle Schreibweise in KleinbuchstabenEintrag von «Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, Zweigniederlassung swissinfo» im Handelsregister des Kantons Bern
  2. Swissinfo: Larissa M. Bieler wird Chefredaktorin. In: Neue Zürcher Zeitung. 23. Juni 2015.
  3. Lancierung des russisch-sprachigen Angebots von swissinfo.ch. In: swissinfo.ch. 17. Januar 2013. Abgerufen am 2. März 2013.