Wachenhausen

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51.66722222222210.095833333333139Koordinaten: 51° 40′ 2″ N, 10° 5′ 45″ O

Wachenhausen
Wappen von Wachenhausen
Höhe: 139 m
Fläche: 7,67 km²
Einwohner: 538 (10. Jan. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37191
Vorwahl: 05552

Wachenhausen ist ein Ortsteil von Katlenburg-Lindau im Landkreis Northeim.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt unmittelbar südlich von Katlenburg (Katlenburg-Lindau) und grenzt westlich an das Naturschutzgebiet Rhumeaue / Ellerniederung / Gillersheimer Bachtal.

Geschichte[Bearbeiten]

Wachenhausen wurde erstmals 1105 bei der Gründung des Katlenburger Klosters urkundlich belegt. Sein mittelalterliches Zentrum befand sich entlang der Beeke, einem heute teilweise verrohrten Bach. Es besaß im Mittelalter eine Kirche sowie mindestens zwei Tore, was auf eine Umzäunung hindeutet. Zur Zeit Heinrich des Löwen im 12. Jahrhundert war das adlige Geschlecht derer zu Haien, welche ihren Stammsitz auf dem Klawenberge besaßen. Sie hatten von dem Welfen Güter in der Region, darunter auch das Dorf Wachenhausen, als Lehen empfangen. Als später sich das Geschlecht in verschiedene Linien aufteilte, bekam jener das Dorf Wachenhausen zugeschlagen, der sich nach seinem Sitz in Suterode von Suterode nannte.[2] Aus der Zeit des Spätmittelalters wird angegeben, dass sich in Wachenhausen eine Kommende des Lazarus-Ordens befand. Da Wenck sich jedoch auf einen Verkauf der Herren von Plesse beruft, die 1322 dem Bischof von Hildesheim Ländereien um Bilshausen übergaben, wo der Deutsche Orden begütert war, ist das Vorhandensein einer einstigen Ordenkommende der Lazarusritter eher unwahrscheinlich.[3] Nach dem Dreißigjährigen Krieg gingen die Wachenhausener in die Kirche auf dem Burgberg, der Kirchhof befand sich jedoch bis ins 19. Jahrhundert im Gänsewinkel. In Wachenhausen gab es einige größere Bauernhöfe, für die neben dem Ackerbau der Flachsanbau Bedeutung hatte. Viele Wachenhausener wurden Handwerker oder Arbeiter, die auswärts eine Stelle fanden und die Landwirtschaft im Nebenbetrieb führten.

Die Großgemeinde Katlenburg-Lindau wurde am 1. März 1974 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Katlenburg-Duhm, Lindau, Gillersheim, Berka, Elvershausen, Wachenhausen und Suterode gebildet.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Katleburg-Lindau: Wachenhausen (Stand 10/2012). Abgerufen am 28. März 2014.
  2.  Ernst Friedrich Mooyer: Zur Genealogie der Grafen von Spiegelberg. In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen. 1953, S. 180.
  3.  Helfrich Bernhard Wenck: Hessische Landesgeschichte. Des zweiten Bandes zweite und letzte Abtheilung. Varrentrap und Wenner, Frankfurt a. Main u. Leipzig 1797, S. 790 Anm. x.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 214.