Walter Lang (Musiker, 1961)

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Walter Lang

Walter Lang (* 13. Mai 1961 in Schwäbisch Gmünd) ist ein deutscher Pianist. Er spielte im Rick-Hollander-Quartett und im Walter Lang Trio sowie im Trio ELF.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lang stammt aus einer musikalischen Familie. Bereits sein Vater und Großvater spielten Akkordeon und Klavier. Seine Hinwendung zum Jazz war von Keith Jarret inspiriert. Er studierte Jazzpiano und Komposition an der Berklee School of Music in Boston. Aufgrund der hohen Kosten konnte er die von ihm als ideal empfundenen Studienbedingungen dort nicht fortsetzen und machte seinen Abschluss stattdessen an der Amsterdam University of the Arts. 1988 war Walter Lang Mitbegründer des renommierten und international sehr erfolgreichen Rick Hollander Quartetts. Das Quartett gewann 1990 in Belgien den „Europ‘ Jazz Contest“ in Hoeilaart und veröffentlichte zahlreiche Alben.

Seit 1999 leitet er sein eigenes Walter Lang Trio. Bis 2007 spielte Nicolas Thys am Bass und Rick Hollander am Schlagzeug. Zu ihren Veröffentlichungen zählen z. B. „Walter Lang Trio Plays Charles Chaplin“ (1999), „Across the Universe“ (2002), „Lotus Blossom“(2003) sowie „Softly As in a Morning Sunrise“ (2005). Das japanische Jazzmagazin Swing Journal verlieh der CD The Sound Of A Rainbow (2005) den Best Sounding CD Award und der CD Romantische Strasse den Gold Disc Award. Das Trio geht seit Jahren, insbesondere in Japan, auf Tourneen. Im Jahre 2008 wurde das Walter Lang Trio neu formiert: Thomas Markusson aus dem schwedischen Göteborg spielt Kontrabass, und der neue Schlagzeuger ist Sebastian Merk aus Berlin. Insgesamt fünf CDs haben sie in den letzten 10 Jahren veröffentlicht.

2005 gründete er Trio ELF zusammen mit Gerwin Eisenhauer am Schlagzeug und Sven Faller am Kontrabass. Der Name ELF kommt von den Anfangsbuchstaben der Musikernamen. Ausgangspunkt für den Sound war die Auseinandersetzung der drei Jazzer unter Livebedingungen mit Dancefloor-Rave-DJs.[1] Ihre erste CD ELF wurde 2006 durch Enja Records veröffentlicht[2] und war ein großer Erfolg. Im September 2008 erschien ein weiteres Album dieses Trios, 746[2]. „Elfland“, das den charismatischen Sänger Milton Nascimento featured, das erste Life Album „Amsterdam“, das Remix Album „RMXD“ und das erste Album mit dem neuen Bassisten Peter Cudek „Musicboxmusic“ folgten. Im Mai 2018 erschien „The Brazilian Album“ mit dem Perkussionisten Marco Lobo.[3]

Seine aktuellen Projekte sind neben Trio ELF und dem Walter Lang Trio, sein Worldmusic Projekt WPE (World Percussion Ensemble), Daktarimba, das Shinya Fukumori Trio sowie ein Duo mit dem Saxofonisten Lee Konitz.

Lang spielte mit weiteren Musikern wie James Moody, Chico Freeman, Don Menza, Lisa Wahlandt, Stefanie Schlesinger, Jenny Evans, Harald Rüschenbaum, Jason Seizer, Johannes Herrlich, Thomas Faist, Beate Kittsteiner, Philipp Weiss, Paula Morelenbaum Dusko Goykovich und Shinya Fukumori.

Im Januar 2013 erschien Langs erstes Buch mit dem Titel „Elf Impressionen für Klavier“ im music boox Verlag. Dabei handelt es sich um 11 Kompositionen, die von Lang speziell für Solo-Piano arrangiert wurden. Er ist außerdem Dozent für Klavier am music college Regensburg und Dozent für Rhythmusgruppe beim Landes-Jugendjazzorchester Bayern.[4]

Diskografische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trio ELF & Marco Lobo The Brazilian Album Enja Records 2018
  • Shinya Fukomori Trio For 2 Akis ECM RECORDS 2018
  • Trio ELF Musicboxmusic Enja Records 2016
  • Walter Lang Trio Full Circle Atelier Sawano, 2016
  • Walter Lang Trio Moonlight Echoes Atelier Sawano, 2015
  • Daktarimba D‘Afrique Hip Jazz 2015
  • Philipp Weiss & Walter Lang PWL Enja Records 2014
  • Gerwin Eisenhauer's Booom Music From Videogames Enja Records 2014
  • Walter Lang Trio Starlight Reflections Atelier Sawano, 2013
  • Trio ELF Rmxd (180g) Enja Records 2013
  • Trio ELF Amsterdam Enja Records 2013
  • Trio ELF Elfland Enja Records 2010
  • Walter Lang Trio Eurasia M & I Records, 2009
  • Walter Lang Trio Best Master Qualities. M & I Records, 2009
  • Trio ELF 746 Enja Records 2008
  • Walter Lang & Lee Konitz Ashiya Pirouet Records 2007
  • Walter Lang Trio. Romantische Strasse. M & I Records 2007
  • Walter Lang Quintett. The Art of Romanticism. 1 Nagel-Heyer Records 2007
  • Baroque Jazz Trio. Jazz Meets Baroque 2006. Birdland Records 2006
  • Trio Elf. Elf Enja Records 2006
  • Walter Lang Trio. The Sound of a Rainbow. M & I Records, 2005
  • Walter Lang Trio. Softly As in a Morning Sunrise. Nagel-Heyer Records NH 2049, 2005
  • Walter Lang. Lotus Blossom. Pirouet Records 2003
  • Walter Lang Trio plays Charlie Chaplin. PJ Records 1999

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lexikalische Einträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walter Lang (Pianist) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Src: Musikerporträt Walter Langs in der Sendung JazzFacts des Deutschlandfunks vom 13. September 2018
  2. a b Diskographie von Trio ELF auf cduniverse.com, abgerufen am 19. Oktober 2014
  3. Artikel zu Amsterdam (live) auf allaboutjazz.com, abgerufen am 19. Oktober 2017
  4. Willi Staud: LJJB.DE: Walter Lang. Abgerufen am 18. Juni 2017.