Walter Lieck

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Walter Lieck (* 13. Juni 1906 in Berlin; † 21. November 1944 ebenda) war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Lieck war der Sohn des Kunstmalers Josef Lieck und Margarethe Lieck, Geborene Stuertz (* 13. Januar 1873 in Dömitz an der Elbe, † 1936 in Berlin-Mariendorf, Blumenweg 10). Er hatte noch 3 Geschwister:

Er war der jüngere Bruder des Schauspielers und Hörspielsprechers Kurt Lieck[1] und somit auch der Onkel von dessen Sohn Peter Lieck (* 1936), der ebenfalls das Schauspielfach erlernt hat.

Er erhielt sein erstes Engagement 1928 am Theater am Schiffbauerdamm. Er machte sich einen Namen als Mitglied des Kabaretts Tingeltangel und trat unter anderem am Rose Theater auf.

Trotz der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 versuchte er im Herbst 1934 unter anderem zusammen mit Günther Lüders, Walter Gross und Werner Finck das Tingeltangel wiederzubeleben. Nach sechs Monaten Spielzeit wurde er deshalb zwei Monate im KZ Esterwegen inhaftiert.

Die Machthaber belegten ihn anschließend immer wieder mit Auftrittsverbot, zumal er mit einer sogenannten „Halbjüdin“ verheiratet war und sich nicht scheiden ließ. Der 1,99 Meter große Lieck kam aber vor und während des Zweiten Weltkriegs zu zahlreichen Filmeinsätzen, darunter als Läufer in dem Monumentalfilm Münchhausen. Außerdem schrieb er den Text zu der 1936 uraufgeführten Kinderoper Schwarzer Peter von Norbert Schultze und das Bühnenstück Annelie, das 1941 mit Luise Ullrich verfilmt wurde. Er verfasste auch mehrere Drehbücher.

Lieck starb an einer verschleppten Blutvergiftung, die noch von seinem KZ-Aufenthalt herrührte, und wurde auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf beigesetzt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Familienblatt L-40/SJ: http://geneal.lemmel.at/L-40sj.html