Kurt Lieck

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Kurt Edgar Franz Lieck (* 16. Februar 1899 in Charlottenburg, heute Ortsteil von Berlin; † 19. Dezember 1976 in Remagen[1]) war ein deutscher Schauspieler, Theaterregisseur, Schriftsteller und Hörspielsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurt Lieck kam als zweitältester Sohn des Kunstmalers Josef Lieck und seiner Ehefrau Margarethe, geborene Stuertz (* 1873 in Dömitz an der Elbe, † 1936 in Berlin-Mariendorf), in der damals noch eigenständigen Gemeinde Charlottenburg zur Welt. Er hatte noch drei Geschwister:

Nach seiner Schulausbildung nahm er Schauspielunterricht am Deutschen Theater Berlin. Seine ersten Engagements erhielt er in Leipzig, Düsseldorf und Karlsruhe. Danach ging er an die Münchner Kammerspiele und an das Neue Schauspielhaus in Wien. Weitere Stationen folgten, u. a. in Mannheim und zuletzt in Baden-Baden. Dabei war Lieck immer wieder auch als Regisseur tätig.

Zu seinen Bühnenhauptrollen gehörten:

Vor der Kamera war Lieck nur selten zu sehen, wie zum Beispiel 1959 in dem Fernsehfilm Ein Traumspiel nach August Strindberg, mit Inge Langen, Helmut Peine und Tilla Durieux. Beim Hörfunk war Lieck in unzähligen Sprechrollen zu hören und gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den meistbeschäftigten Hörspielsprechern in der Bundesrepublik Deutschland. Seine wohl bekannteste Rolle war die des Sir Graham Forbes in zehn der zwölf Paul-Temple-Hörspiele von Francis Durbridge, die vom NWDR, bzw. vom WDR zwischen 1949 und 1968 produziert wurden. In Paul Temple und der Fall Genf, in dem die Rolle des Sir Graham nicht vorkam, sprach er den Schweizer Kriminalbeamten Monsieur Walter Neider. Seine wichtigsten Partner in dieser Reihe waren René Deltgen, Annemarie Cordes, Herbert Hennies, Heinz Schimmelpfennig und Peter René Körner.

Zu weiteren Mehrteilern, in denen er mitwirkte, gehörten unter anderen Glocken des Todes (1964) von Ernst Hall mit Hermann Lenschau und Alwin Joachim Meyer sowie 1955 Der Schatz im Silbersee nach Karl May mit Heinz Schimmelpfennig und Herbert Steinmetz. Hier sprach er die Rolle des Old Shatterhand, genau wie ein Jahr später in Winnetou mit Hansjörg Felmy und 1958 in Old Surehand mit Heinz Klingenberg und Werner Rundshagen. 1964 hatte er als Scheik Mohammed Emin einen weiteren Auftritt in einer Karl-May-Adaption, mit Paul Klinger, Heinz Schacht und Heinz von Cleve in Durch die Wüste. In dem Zwei-Personen-Stück Wirklich schade um Fred von James Saunders war er 1965 gemeinsam mit Edith Schultze-Westrum zu hören.

Aus seiner ersten Ehe (Hochzeit am 2. Juli 1932 in Mannheim) mit Irmtraut Raschka (* 14. August 1905 in Mautern a.d.Donau, † unbekannt) ging der Sohn Peter Lieck (* 1935) hervor, der wie sein Vater Schauspieler und Rundfunksprecher wurde. In zweiter Ehe war er mit Gerda Elisabeth Hübner (* um 1911, † 1. Oktober 1976 in Remagen) verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter, Maria Lieck (* um 1950) hatte. Kurt Lieck verstarb gut zweieinhalb Monate nach seiner Frau in Remagen.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956: Das salomonische Frühstück – Fernsehfilm – Regie: Karl Peter Biltz
  • 1958: Menschen im Werk (als er selbst) – Regie: Gerhard Lamprecht
  • 1959: Ein Traumspiel (Universitätskanzler) – Fernsehfilm – Regie: Wilhelm Semmelroth
  • 1961: 100.000 Dollar Belohnung (Thomas Blainer) – Fernsehfilm – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz
  • 1961: Der entscheidende Augenblick – Fernsehfilm – Regie: Imo Moszkowicz

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Angaben entstammen der Internet-Datenbank des ARD-Hörspielarchivs.

Kommerzielles Hörspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik.
  • Wilhelm Koschs Deutsches Theaterlexikon.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtverwaltung Remagen (alle Lebensdaten)